Ich habe einmal von einer kleinen Kirche in der Schweiz gehört, die keine Beleuchtung hatte. Wenn die Dörfler nach Einbruch der Dunkelheit einen Gottesdienst abhalten wollten, mussten sie ihre eigenen Lampen mitbringen. Es sah schön aus, wenn sie zusammenkamen, und wenn alle da waren, war die Kirche hell erleuchtet.
Dieser Brauch, sein eigenes Licht mitzubringen, erinnert mich an etwas, was Jesus in der Bergpredigt sagte: „Ihr seid das Licht der Welt. ... Lasst euer Licht leuchten vor den Leuten, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen“ (Matthäus 5:14, 16). Gott bringt durch den Menschen Licht in die Welt, denn der Mensch spiegelt Gott wider. Welch wunderbarer Gedanke für den Besuch der Kirche und der Sonntagsschule! Denn das Licht, von dem Jesus sprach, ist das Licht des Gemüts. Das ist dasselbe Licht, von dem wir in folgendem Lied singen:
O Geist, Du Lichtesquell,
Dein Glanz vergehet nicht;
die düst’ren Schatten Du erhell’,
zeig uns Dein Angesicht.
(Benjamin Beddome, bearbeitet, Liederbuch der Christlichen Wissenschaft, Nr. 240, Übersetzung © CSBD)