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Original im Internet

Wie können wir für unsere Umwelt beten?

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 26. April 2019


Die größte Mülldeponie der Welt ist im Meer. Der „große pazifische Müllstrudel“ ist eine wirbelnde Masse aus vorwiegend Plastikabfall. Es gibt einen östlichen und einen westlichen Strudel mit einer geschätzten Größe von viermal der Fläche Deutschlands.

Europäische Länder sind bei der Wiederverwertung führend, um Umweltkatastrophen wie diese einzudämmen. Wir sehen auch, dass immer mehr Geschäfte von Plastiktüten absehen. Diese und andere Bemühungen zugunsten der Umwelt sind eindeutig Schritte in die richtige Richtung. Doch wir können alle mehr leisten, um Heilung statt Entmutigung über große Probleme zu bewirken.

Meine Gebete für die Umwelt werden durch die Bibel inspiriert, denn sie bekräftigt Gottes liebevolle Fürsorge für alles, was Er geschaffen hat. Wir lesen in Nehemia: „Herr, du bist es allein, du hast den Himmel und aller Himmel Himmel gemacht mit all ihrem Heer, die Erde und alles, was darauf ist, die Meere und alles, was darin ist; du machst alles lebendig“ (9:6). Gott, die göttliche Liebe, würde Seine Schöpfung nie verkommen lassen.

Anstatt die Hoffnung aufzugeben oder Konsum und Gier fortzuführen, können wir dazu beitragen, die Schönheit und Harmonie von Gottes Schöpfung zu bezeugen und durch Gebet offener zu werden für heilende Lösungen. Durch Gebet können wir die wahre, geistige Natur von Gottes Schöpfung besser erkennen, die von der göttlichen Liebe erschaffen ist und von ihr erhalten wird. Wenn wir uns besser bewusst sind, dass das, was wirklich existiert, von der göttlichen Liebe erschaffen wurde, erkennen wir unsere Welt in diesem geistigeren Licht. Dann wertschätzen wir das, was diese Welt repräsentiert. Wir werden weniger ichbezogen und schauen mehr auf Gott. Wir werden selbstloser.

In dem Maß, wie sich unser Denken ändert, handeln wir auch anders: „Jedes Gebet lässt sich anhand der Antworten auf folgende Fragen prüfen: Lieben wir unseren Nächsten mehr aufgrund dieser Bitte? Bleiben wir bei der alten Selbstsucht, zufrieden, dass wir um etwas Besseres gebetet haben, obwohl wir keinen Beweis für die Aufrichtigkeit unserer Bitten dadurch liefern, dass wir in Übereinstimmung mit unserem Gebet leben?“, fragte Mary Baker Eddy in ihrem Lehrbuch über die Christliche Wissenschaft (Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift, S. 9).

Ich habe mich bemüht, diese Fragen zu beantworten, indem ich die Umwelt im selben Licht betrachte wie meine Mitmenschen – fürsorglich und mit geistigem Verständnis. Das Ergebnis ist, dass ich bewusster in meinem Verbrauch bin, und unter anderem recyceln meine Familie und ich mehr als die Hälfte unserer Haushaltsabfälle.

Wenn unser Verhalten wahrhaftig durch den Geist Christus-gleicher Liebe und das Zutrauen zu Gottes Fürsorge und Kontrolle Seines Universums erfüllt ist, dann werden wir unsere Umwelt – und unsere Mitmenschen – nicht aus dem Blickwinkel von Furcht oder Sorge betrachten, sondern mit der Liebe, die heilt und umwandelt. „Denn ihr sollt in Freuden ausziehen und im Frieden geleitet werden. Berge und Hügel sollen mit Ruhm vor euch her frohlocken und alle Bäume auf dem Feld in die Hände klatschen“ (Jesaja 55:12).

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Unsere Herolde sind mitfühlend und beglückend. Da sie mit der Stimme der Wahrheit sprechen, dienen sie zur Heilung der Völker. Sie verheißen und verkünden Glück und Freiheit, weil sie der ganzen Menschheit Gottes Gegenwart vor Augen führen.

– Otto Bertschi, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, Oktober 1968 

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