Skip to main content Skip to search Skip to header Skip to footer
Original im Internet

Liebe schenkt uns Heilung

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 12. Februar 2026


Man könnte sagen, dass das erste Valentinsgeschenk nicht Pralinen oder Rosen waren, sondern die Wiederherstellung der Sehfähigkeit. Die Legende besagt, dass der Christ, der später als St. Valentin bekannt wurde, im dritten Jahrhundert nach Christi Geburt dafür verhaftet wurde, dass er entgegen dem Verbot des Römischen Kaisers Claudius II Eheschließungen vornahm. Der Kaiser wollte, dass seine Soldaten ungebunden blieben. Einer der Wächter Valentins, ein Mann namens Asterius, hatte eine Tochter, die blind war. Als Asterius hörte, dass Christen mithilfe von Gebet heilten, fragte er Valentin, ob er die Blindheit seiner Tochter heilen könne. Seine Tochter wurde geheilt, und Asterius und sein gesamter Haushalt traten zum Christentum über.

Jahrhunderte später entdeckte die Gründerin der Christlichen Wissenschaft, Mary Baker Eddy, die Wissenschaft, die solchen christlichen Heilungen zugrunde liegt. Durch ihre Liebe zur Bibel und die Heilungen, die sie erlebte und miterlebte, verstand und bewies sie das, was sie in ihrer Botschaft an die Mutterkirche für 1902 folgendermaßen beschrieb (S. 8): „Niemand kann die Menschheit heilen oder umwandeln, ohne von Liebe und Wohlwollen für die Menschen getrieben zu werden.“ Mrs. Eddy beantwortete die Frage: „Wie bewirkt man am besten augenblickliche Heilungen?“ mit diesen Worten: „Es heißt lieben! Leben Sie Liebe – seien Sie Liebe – Liebe, Liebe, Liebe. Kennen Sie nichts anderes als Liebe. Seien Sie ganz Liebe. Es gibt nichts anderes. Das wird die Arbeit tun. Es wird alles heilen; es wird die Toten auferwecken. Seien Sie nichts als Liebe“ (We Knew Mary Baker Eddy, Expanded Edition, Vol. I [Wir kannten Mary Baker Eddy, erweiterte Ausgabe, Bd. 1] S. 296–297).

Ganz Liebe zu sein kann schier unerreichbar klingen, besonders, wenn wir selbst nicht das Gefühl haben, sehr geliebt zu sein, oder nicht erkennen, wie wir lieben können angesichts all des Schrecklichen, das sich in der Welt oder im Leben unserer Mitmenschen zuträgt. Doch wenn Liebe zum Ausdruck bringen – Liebe sein – genau das ist, was wir tun müssen, um die Probleme zu heilen, die sich uns und anderen präsentieren, ist das dann nicht einen Versuch wert? Besonders, da Hilfe für uns bereitsteht.

In der Bibel (1. Johannes 4:8, 16, 19) wird Gott als Liebe definiert, und ein paar Verse weiter lesen wir: „Wir lieben ihn, weil er uns zuerst geliebt hat.“ Das ist keine Kausalbeziehung, bei der wir beschließen, Gott zu lieben, weil Er uns liebt. Vielmehr wird hier die Wirklichkeit der Tatsache beschrieben, dass wir Ihn und Seine Liebe widerspiegeln. Wir lesen in der Bibel, dass wir als Bild und Gleichnis Gottes, der Liebe, erschaffen wurden (siehe 1. Mose 1:26, 27). Er liebt uns und wir spiegeln Ihn wider, somit können wir gar nicht anders als lieben. Da wir von Liebe erschaffen wurden, haben wir Anteil am Wesen der Liebe. Diese Wesenheit ist in uns inbegriffen; sie macht das aus, was wir sind.

Mrs. Eddy beschreibt außerdem das Gebet, das uns befähigt, diese Wahrheit, Widerspiegelung der Liebe zu sein, umzusetzen. Sie schreibt: „Wahrhaft beten heißt nicht Gott um Liebe bitten, es heißt lieben lernen und die ganze Menschheit in eine Liebe einschließen. Durch das Gebet machen wir uns die Liebe zunutze, mit der Er uns liebt“ (Nein und Ja, S. 39).

Uns die Liebe, mit der Er uns liebt, effektiv und machtvoll zunutze zu machen, bedeutet, unser geistiges Sein und das aller anderen zu bezeugen, wie auch die allumfassende Liebe, mit der Gott jede einzelne Seiner Ideen liebt. Man könnte sagen, dass die Fähigkeit, uns und andere so zu sehen, wie wir wirklich sind, also Gottes unendliche Güte überall und in allen wahrzunehmen, das Geschenk der Sehfähigkeit ist, das Liebe uns täglich – ja, Minute für Minute – macht.

Dieses Geschenk anzunehmen erfordert, dass wir unser Denken so disziplinieren, dass es in Übereinstimmung damit fließt, was Gott weiß und was Jesus gelehrt hat – dass wir nur an das denken, was wahr ist, wie aggressiv ein Problem auch zu sein scheint. Wenn wir im Kino sind, glauben wir nicht, dass wir dort auf der Leinwand ein echtes Monster sehen, auch wenn es noch so realistisch aussieht oder klingt. Um uns die Liebe zunutze zu machen, mit der Gott uns liebt, müssen wir ebenso fest von der Tatsache überzeugt sein, dass Gott Liebe ist und alles gemacht hat, was wahrhaftig existiert, um göttliche Liebe zum Ausdruck zu bringen. Nichts Liebloses kann wahre Gegenwart oder Existenz haben, denn Lieblosigkeit hat keinen Schöpfer. Die Allgemeingültigkeit von Gottes Liebe bedeutet, dass alles in Heiligkeit, Glück und Vollkommenheit erhalten wird.

Das verstand ich eines Tages sehr klar, als ich so krank war, dass ich kaum aus dem Bett kam. Zu der Zeit war ich wegen eines Umstands mental sehr beunruhigt. Ich wusste, dass ich ein höheres Verständnis von Liebe brauchte, fühlte mich aber nicht dazu imstande. Plötzlich verstand ich, dass ich die Frage, ob ich alle Beteiligten wirklich liebte – ob ich sie so sah, wie Gott sie sieht –, aus der völlig falschen Richtung anging. Ich betrachtete die menschliche Situation und wollte von den menschlichen Sinnen erfahren, was sie wahrnahmen (viel Störung und Disharmonie), statt Gott nach Seiner Wahrnehmung zu fragen.

Es erforderte einiges an Einsatz, die Dinge mehr aus Gottes Sicht zu betrachten, und zuerst fühlte sich das alles sehr theoretisch an. Doch als ich mich selbst aufforderte, so zu sehen, wie Gott sieht, und so zu lieben, wie Er liebt, änderte sich mein Denken nach und nach, und damit auch mein Körperzustand. Hinzu kam, dass sich auch die schwierige Situation harmonisch löste. Ich fühlte ganz und gar, dass Gottes Liebe immer gegenwärtig gewesen war, und erkannte klarer, dass nichts sich jemals meiner Fähigkeit – und der aller anderen Menschen – in den Weg stellen konnte, diese Liebe zu fühlen und zum Ausdruck zu bringen.

Ob wir in einer Kultur leben, die den Valentinstag feiert oder nicht, lassen Sie uns das ewige „Valentinsgeschenk“ der Liebe an uns akzeptieren: die Fähigkeit, die Liebe zu erkennen, zum Ausdruck zu bringen und zu beweisen, die die göttliche, unendliche Liebe, unser Vater-Mutter-Gott, ewiglich über uns allen ausschüttet!

Lisa Rennie Sytsma
Stellvertretende Chefredakteurin

Wenn Sie mehr Inhalte wie diese erforschen möchten, können Sie sich für wöchentliche Herold-Nachrichten anmelden. Sie erhalten Artikel, Audioaufnahmen und Ankündigungen direkt per WhatsApp oder E-Mail. 

Anmelden

Weitere Artikel im Web

  

Die Mission des Herolds

„... die allumfassende Wirksamkeit und Verfügbarkeit der Wahrheit zu verkünden ...“

                                                                                                                            Mary Baker Eddy

Nähere Informationen über den Herold und seine Mission.