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FÜR JUNGE LEUTE

Prüfungsstress?

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 27. April 2026


An meiner Schule in Schweden war ich in einem zweijährigen Programm des International Baccalaureate Curriculum eingeschrieben, einem Programm, das Schülerinnen und Schülern bei der Vorbereitung auf die Universität hilft. Es ist äußerst anspruchsvoll, mit fordernden Unterrichtsaufgaben, vielen Leistungsbewertungen, Probeklausuren und Abschlussprüfungen am Ende der zwei Jahre. Die Probeklausuren am Ende des ersten Jahres entschieden darüber, ob wir das Jahr wiederholen mussten.

Während eines Großteils meines ersten Jahres habe ich die Arbeit recht gut bewältigt. Es war herausfordernd, hat aber Spaß gemacht. Ich konnte alle meine Termine für die Schule und außerschulischen Aktivitäten einhalten. Doch je näher die Probeklausuren rückten, desto häufiger hörte ich Kommentare von meinen Klassenkameradinnen und -kameraden wie: „Ich schaffe das nicht“, „Ich werde durchfallen“, „Ich habe keine Zeit“ und „Das ist unmöglich“ – und ich begann, dieselben Dinge auch über mich selbst zu glauben.

Als die Prüfungen näher rückten, hatte ich immer mehr zu tun und immer weniger Zeit dafür. Je mehr ich tat, umso weniger konnte ich mich erinnern und verstehen und desto gestresster fühlte ich mich.

Anfangs wandte ich mich nicht im Gebet an Gott, um Hilfe oder Trost zu finden. Ich versuchte einfach, es durchzuziehen. Aber nach vielen Nachtschichten, stundenlangem Aufschieben und extremer Müdigkeit wusste ich nicht mehr weiter. Das war der Moment, an dem ich anfing zu beten.

Beten bedeutet nicht, Gott zu bitten, Dinge zu ändern, sondern vielmehr darauf zu hören, was Gott, Geist, uns über unsere wahre, geistige Identität als Sein Kind sagt. Und da Er diese Identität geschaffen hat, ist sie vollkommen gut, friedvoll und intelligent. Auf diese Weise zu beten hilft uns zu erkennen, was wirklich und was nicht wirklich ist.

Durch das Studium der Christlichen Wissenschaft habe ich gelernt, dass das, was wirklich ist, unsere Identität als Widerspiegelung Gottes ist – nach Seinem Bild und Gleichnis geschaffen, wie uns die Bibel sagt. Als Seine Widerspiegelung haben wir bereits alles, was wir brauchen. Bis dahin war mir nicht bewusst gewesen, dass ich die Fähigkeit hatte, alles zu tun, was nötig war, um zu bestehen. Aber das Gebet ermöglichte es mir, meine Ängste vor diesen Prüfungen durch das zu ersetzen, von dem ich weiß, dass es wahr ist.

Auch diese Stelle aus Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift von Mary Baker Eddy hat mir geholfen (S. 407): „Wenn die Täuschung sagt: ‚Ich habe das Gedächtnis verloren‘, dann widersprich dem. Keine Fähigkeit des Gemüts geht verloren. In der Wissenschaft ist alles Sein ewig, geistig, vollkommen und in jeder Tätigkeit harmonisch. Lass das vollkommene Vorbild anstelle seines demoralisierten Gegenteils in deinen Gedanken gegenwärtig sein. Diese Vergeistigung des Denkens lässt das Licht ein und bringt das göttliche Gemüt, bringt Leben, nicht Tod, in dein Bewusstsein.“

Für mich ist das „vollkommene Vorbild“ das Verständnis, dass wir unendliche Fähigkeiten, Intelligenz und Harmonie widerspiegeln, weil wir der Ausdruck Gottes sind. Das unvollkommene Vorbild ist die Ansicht, dass wir materiell sind – fehlerbehaftet und begrenzt. Dadurch, dass wir unsere Gedanken erheben, um das vollkommene Vorbild zu sehen, wird uns ermöglicht zu erkennen, dass wir alles erreichen können, wenn wir uns auf Gott verlassen.

Ich erkannte, dass ich mich nicht selbst begrenzen durfte, indem ich dachte, ich könne mich an etwas nicht erinnern oder es nicht verstehen. Die Wahrheit ist, dass ich und wir alle zu allem Guten fähig sind, weil Gottes unendliche Intelligenz in uns allen zum Ausdruck kommt. 

Diese Ideen halfen mir auch dabei, nach den Prüfungen am Ball zu bleiben, denn ich versuchte noch vor dem Sommer einige zusätzliche Abgabefristen einzuhalten. Und sie ermöglichten es mir, all dem Stress und der Angst zu widersprechen und stattdessen Ruhe und Zuversicht zu empfinden.

Ich konnte nicht nur alle meine Termine für den Sommer einhalten, sondern habe auch alle meine Prüfungen bestanden!

Manchmal verfalle ich in eine pessimistische Stimmung, besonders in der Prüfungszeit, wenn andere um mich herum negative Meinungen verbreiten. Aber ich habe gelernt, wachsam zu sein – mir bewusst zu machen, was in meinen Gedanken vor sich geht, und keine Angst oder Zweifel sich einschleichen zu lassen. Wenn ich mich auf Gott fokussiere und mich so sehe, wie Er mich sieht, gibt es keinen Raum für Angst.

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