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Original im Internet

Von den Nachwirkungen von Misshandlung befreit

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 23. April 2026


Für diejenigen, die eine oder mehrere Formen der Misshandlung überstehen mussten, kann es eine Herausforderung sein, vollständig von den Auswirkungen geheilt zu werden. Als ich zum ersten Mal mit einem Praktiker der Christlichen Wissenschaft arbeitete, sprachen wir über die große Liebe meines Vater-Mutter-Gottes zu mir und über meine Fähigkeit zu vergeben und ein normales Leben zu führen. Das erschien mir damals unmöglich, doch ich begann, in die richtige Richtung zu schauen. Meine tiefe Hingabe daran, Vergebung auf geistige Weise anzugehen, befreite mich schließlich von den Auswirkungen seelischer und körperlicher Misshandlung, und ich konnte mein Leben leben, ohne in der Vergangenheit steckenzubleiben. 

Allerdings war weiterer Fortschritt erforderlich. Als bei einem Gespräch mit einer Freundin die Rede auf meine Vergangenheit kam, wurde mir klar, dass ich mir jahrelang nur gestattet hatte, Freundschaften zu schließen. Tiefere Beziehungen ließ ich nicht zu – das ging so weit, dass ich die Vorstellung, mich zu einem Date zu verabreden, ehrlich verwirrend fand. Ich erkannte, dass mich dieses Abschotten daran gehindert hatte, die Vorstellung zu heilen, dass ich misshandelt worden war. Genau diese Vorstellung musste ich ablegen. Ich versuchte, für mich selbst zu beten, doch das gelang nicht, und so bat ich am nächsten Tag eine Praktikerin um Hilfe. 

Sie legte mir diese Bibelstelle ans Herz (Lukas 14:26): „Wenn jemand zu mir kommt und nicht seinen Vater, Mutter, Frau, Kinder, Brüder, Schwestern, auch dazu sein eigenes Leben hasst, der kann nicht mein Jünger sein.“ Die Praktikerin erklärte, dass Jesus uns nicht auffordert, unsere Lieben zu hassen. Vielmehr verlangt er, dass wir den Glauben hassen, wir seien Sterbliche, und stattdessen akzeptieren, dass wir als Kinder Gottes, des Geistes, vollständig geistig sind. Damit können wir uns von dem Glauben befreien, wir seien sterblich, und uns selbst dafür vergeben, das jemals geglaubt zu haben. An solch eine Art von Vergebung hatte ich noch nie gedacht. 

Nach dem Gespräch mit der Praktikerin fing ich an, mich von dem Glauben zu befreien, dass es in meiner Vergangenheit eine Zeit gegeben hatte, in der ich etwas erlebt hatte, das außerhalb Gottes, des Guten, gewesen war – eine Zeit, in der ich von meinem liebevollen Vater-Mutter-Gott getrennt gewesen war. Ich bekräftigte: Wenn Gott etwas nicht erlebt hat, dann kann ich, Sein Bild und Gleichnis, es auch nicht erlebt haben. Menschliche Vergangenheit ist keine göttliche Tatsache. Nur die ewige Existenz im Reich des Geistes ist wahr. 

Zusammen mit dieser Erkenntnis verstand ich, dass sich die Überzeugung, ich sei missbraucht worden, mir nicht anhaften kann. Ich bin kein Magnet, an dem eine körperliche Vergangenheit festsitzt! Ich bin und war immer ausschließlich geistig, denn Geist ist die einzige Ursache und der einzige Schöpfer. Mithilfe von Gebet wurde mir die Wirklichkeit meiner Einheit mit Gott gezeigt. Ich weigerte mich, weiter zu meinen, dass das Unwirkliche wirklich ist und dass ich jemals von Gott getrennt worden war.

Bei der näheren Beschäftigung mit diesem Thema kamen mir zwei Begriffe in den Sinn: Zerbrechlichkeit und Integrität. Anhand verschiedener Definitionen, die ich online fand, impliziert Zerbrechlichkeit eine seelische oder körperliche Schwäche, während Integrität bedeutet, dass etwas vollständig und ungeteilt ist. Ich verstand, dass mein Leben vollständig in und von GottGeist, Wahrheit und Liebe – ist. In Gott und Seinem Reich gibt es keine Zerbrechlichkeit, und „in ihm leben, weben und sind wir“ (Apostelgeschichte 17:28). Ich bin von Gott erschaffen, und nichts kann jemals etwas daran ändern, noch kann etwas zu dem hinzugefügt oder davon entfernt werden, was Gott gemacht hat. Als Gottes Schöpfung bringe ich geistige Integrität zum Ausdruck, und meine wahre, geistige Identität kann niemals von dem Glauben an ein sterbliches Leben beschädigt werden. Ich verstand, dass ich jetzt und immer in Gottes Gegenwart bin. Es gibt keine Möglichkeit, irgendwo anders zu sein. 

Wenn ich früher gebetet hatte, war mir Jesu Satz, dass sein Joch sanft und seine Last leicht sei (siehe Matthäus 11:28–30), immer eine große Hilfe gewesen. Ich betrachtete mein Leben als erheblich einfacher als seins, und das hatte mich etwas von dem Gedanken befreit, ich hätte eine schwere Vergangenheit. Doch jetzt sah ich eine tiefere, geistige Bedeutung in der Aussage und verstand, warum das Joch Christi sanft war: Jesus wusste, dass er in dem Joch mit seinem himmlischen Vater gepaart und vollständig vereint war. Das war das Gegenteil einer Belastung und befreite Jesus von dem Glauben an eine sterbliche Existenz. Er war Gott völlig gehorsam. 

Ich verstand, dass auch ich nicht von einer materiellen Vergangenheit unterjocht werden konnte, ob schwierig oder sonst etwas. Das Joch von Christus Jesus konnte auch mein Joch sein. Ich war in der Tat das geliebte, vollkommene, vollständige und vollendete Kind Gottes. Die Erkenntnis meiner geistigen Einheit mit unserem Vater befreite mich von dem Glauben an eine persönliche, sterbliche Vergangenheit. Ich erkannte, dass ich kein anderes Leben als mein Leben in Gott habe. 

Dieses Umdenken brachte tieferen Frieden und größere Freiheit mit sich als ich je zuvor erlebt hatte. Seitdem lebe ich in einer leichteren mentalen Atmosphäre. Ich empfinde eine Freude, die in Geistigkeit verankert ist. Wenn ich heute an die Vergangenheit denke, empfinde ich weder Schmerzen noch Verzweiflung. Ich bin so dankbar, dass ich endlich in der Lage bin, nicht nur Freundschaften genießen zu können, sondern auch offen für eine Beziehung zu sein, und das füllt mich mit Staunen!

Ich bin tief dankbar für diese Heilung. Liebe hat mich befreit. Ich weiß, dass diese bleibende Freude und Freiheit jedem Menschen als Gottes geliebtes Kind zusteht.

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