Vor einigen Monaten wurde mir übel und ich fühlte mich krank. Ich hatte Sorge, dass ich das Bewusstsein verlieren würde. Zwar war ich zu Hause, doch es war niemand sonst da, um zu helfen. Ich tat so viel wie ich konnte und legte mich dann mühsam aufs Bett, um zu beten. Ich wusste, dass Gott Rettung bringen würde.
Als Kind hatte ich in der Sonntagsschule der Christlichen Wissenschaft gelernt, dass Gott den Menschen zu Seinem Ebenbild erschaffen und Seine gesamte Schöpfung für „sehr gut“ befunden hat (siehe 1. Mose 1:26, 31). Diese Aussage über die geistige Wahrheit von Gott und Seiner Schöpfung ist mir immer eine Stütze.
In 1. Johannes 4:8 lesen wie ferner: „Gott ist Liebe“, und ich bin im Laufe der Jahre mit Gottes Liebe sehr vertraut geworden. Im Lehrbuch der Christlichen Wissenschaft gibt Mary Baker Eddy uns einen inspirierten Einblick in das Wesen Gottes als Liebe: „Die göttliche Liebe hat immer jeden menschlichen Bedarf gestillt und wird ihn immer stillen“ (Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift, S. 494).
Das war der Trost der Liebe, den ich in dem Moment brauchte. In der vorherigen Woche hatte ich mich über verschiedene Dinge aufgeregt – und wie ich begriffen hatte, waren es alles Kleinigkeiten. Ich hatte mich von ihnen beeindrucken lassen, und nun fühlte ich mich überwältigt. Wir lernen in der Christlichen Wissenschaft, dass die Ursache aller Krankheit mental ist, und ich erkannte, dass ich mein Denken prüfen und mich selbst so sehen musste, wie Gott mich sieht: vollständig, ohne Mangel und immer unter Seiner liebevollen Fürsorge.
Ich schickte eine SMS an einen Praktiker der Christlichen Wissenschaft und bat um Behandlung durch die Christliche Wissenschaft. Obwohl ich weiterhin starke Schmerzen hatte, wusste ich, dass es nicht so bleiben, sondern Linderung eintreten würde. Die Gebete von Praktikern der Christlichen Wissenschaft hatten schon vielfach Heilungen bei mir bewirkt. Einmal wurde ich dauerhaft von Eiterbeulen an den Beinen geheilt. Ich wusste, dass ich auch diesmal geheilt werden würde. Dank der Behandlung des Praktikers fühlte ich mich bald ruhiger.
Mein Sohn wollte an dem Nachmittag vorbeischauen und ich bat ihn, sofort zu kommen. Er half mir im Haushalt, und sein laut geäußertes Gebet über meine Vollkommenheit als Kind Gottes, das in Seinem Bild und Gleichnis erschaffen war, beruhigte mich sehr. Dies war eine Bekräftigung, dass Gott keinen gesunden oder kranken Körper erschaffen, sondern den Menschen geistig und somit vollständig, zufrieden und bei völliger Gesundheit gemacht hat. Ich wusste, dass ich und alle anderen Familienmitglieder dieser Mensch waren; wir alle wurden liebevoll von Gott versorgt und genossen stets Seine zärtliche Aufmerksamkeit.
Lied Nr. 134 aus dem Liederbuch der Christlichen Wissenschaft handelt von unserer Beziehung zu Gott:
Verankert tief in Deiner Lieb’,
wird Dein Gesetz mein Stand;
Dein Walten spür’ ich überall,
das All in Deiner Hand.
(Samuel Longfellow, Übersetzung ©CSBD)
Durch mein Studium der Christlichen Wissenschaft lernte ich mehr über meine enge Beziehung zu Gott, und nun hatte ich Gelegenheit, sie zu demonstrieren. Der Praktiker machte mir klar, dass ich nie von der göttlichen Liebe, meiner Quelle von Gesundheit und Glück, getrennt sein kann. Nichts konnte je ändern, wie Gott mich, Seine geistige Idee, geschaffen hatte. Es gibt nichts in Seinem Universum, keinen falschen Glauben über jeglichen Menschen, das mich verärgern oder in Unruhe versetzen oder den Frieden und die Harmonie stören könnte, die meine geistige Identität ausmachen. Ich bin auf ewig vollständig, frei und von Freude erfüllt. Wir lesen in Wissenschaft und Gesundheit: „Eine geistige Idee enthält kein einziges Element des Irrtums, und diese Wahrheit entfernt alles Schädliche in der richtigen Weise“ (S. 463).
Mein Sohn ging heim zu seiner Familie in der Absicht, abends zurückzukommen, und ich schlief ein. Zwei Stunden später wachte ich auf und wusste, dass ich keine weitere Hilfe benötigte. Ich teilte meinem Sohn mit, dass ich geheilt war und weiter beten würde, um die Behandlung des Praktikers zu unterstützen.
Am folgenden Morgen konnte ich meinem Sohn und dem Praktiker dankbar bestätigen, dass die Heilung vollständig war.
Ich bin so froh über alles, was ich in der Christlichen Wissenschaft lerne; sie erklärt die Lehren Christi Jesu und kann von jedermann angewandt werden.
Irmgard Louis, Paulshof, Sandton
Übersetzt aus dem Christian Science Journal, Ausgabe Februar 2017
