Ich lebe in Nicaragua und stehe kurz vor dem Schulabschluss. Letztes Jahr hatte ich Gelegenheit, meine Ferien in der Schweiz zu verbringen, um meine Kusine und ihre Familie mit zwei kleinen Kindern zu besuchen. Ich blieb zwei Monate dort und ging meiner Kusine mit den Kindern zur Hand.
Eines Abends half ich dem zweijährigen Marcos die Treppe hinauf zum Badezimmer, damit er sich die Zähne putzen konnte. Hinterher bat er mich, ihn hinunter zu tragen. Das tat ich auch. Doch ich hatte nur Socken an und rutschte auf der Treppe mit Marcos auf dem Arm aus und schlug mit dem Kopf gegen die Wand.
Ich war vor allem um Marcos’ Sicherheit besorgt und prüfte, ob bei ihm alles in Ordnung war, so dass ich zuerst gar nicht an mich selbst dachte. Der Mann meiner Kusine kam angerannt und vergewisserte sich, dass Marcos unverletzt war. Als er sah, dass Marcos nichts passiert war, schaute er mich an und erschrak sehr. Ich hatte eine dicke Beule am Kopf und meine Kusine fragte mich, ob sie mich ins Krankenhaus bringen sollten.
Doch eine Sache, auf die ich mich bei dieser Reise besonders gefreut hatte, war die Gelegenheit, mehr über meine Beziehung zu Gott zu lernen. Als ich hingefallen war, wollte ich daher als Erstes aus ganzer Seele spüren, dass Gott direkt bei mir war. Ich wusste, dass Gottes Gegenwart Macht ist. Sie heilt.
Ich rief meine Mutter in Nicaragua an und konnte ihre Liebe spüren. Sie ermunterte mich, ruhig zu bleiben, und sagte, dass Gott mir zeigen würde, was ich wissen musste. Nach dem Telefonat betete ich ein paar Augenblicke und bekräftigte die Wahrheiten, die ich in meinem Studium der Christlichen Wissenschaft gelernt hatte: dass ich Gottes Kind bin, geistig, immer beschützt und nie von der liebevollen Fürsorge meines Vater-Mutter Gottes getrennt. Ich konnte die schnellen Auswirkungen dieses Gebets sofort spüren, denn meine Gedanken beruhigten sich und meine Angst verschwand.
Bevor ich zu Bett ging, dachte ich daran, was Mary Baker Eddy in Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift über Unfälle sagt: „Unter der göttlichen Vorsehung kann es keine Unfälle geben, weil es in der Vollkommenheit keinen Raum für Unvollkommenheit gibt“ (S. 424). Ich dachte über die Tatsache nach, dass Gott, der die einzige Ursache ist, den Unfall nicht geschaffen hatte und ich daher nie in einem gewesen war. Gott hat mich geschaffen und kennt mich als vollkommen. Diese Tatsache kann sich nicht ändern. Ich war sehr dankbar für diese Reise in die Schweiz und wusste, dass Gott nichts als Freude und Gesundheit in mir hervorruft.
Es ging mir schnell besser und ein paar Tage später war ich mit den Kindern draußen zum Spielen. Die Beule war geheilt und es gab keine Nachwirkungen von dem Unfall. Ich war vollständig frei.
Ich bin Gott sehr dankbar für die Beweise, dass Er immer bei mir ist.
Übersetzt aus dem Christian Science Sentinel, Ausgabe 30. Januar 2017
Original in Spanisch
