Armer Naaman! Nach mehrtägiger Reise mit seiner Gefolgschaft zum Propheten Elisa in Israel erwartete er einen Empfang, der einem Würdenträger wie ihm zukam – schließlich war er Feldhauptmann des syrischen Königs. Doch Elisa hieß ihn nicht mal persönlich willkommen. Stattdessen schickte er nur einen Boten (siehe 2. Könige 5:1–14).
Als ob das nicht schlimm genug wäre – der stolze Hauptmann hatte Elisa aufgesucht, um vom Aussatz geheilt zu werden. Er erwartete eine dramatische Heilung – etwas Imposantes, das der monumentalen Umwandlung Rechnung tragen konnte, die vollbracht werden würde. Doch Elisas Bote richtete lediglich aus: „Geh hin und wasche dich siebenmal im Jordan, so wird dir dein Fleisch wieder erstattet und rein werden.“
Der Jordan war als sehr verschmutzt bekannt, und Naaman fand ihn für einen noblen Syrer unangemessen. Etwas so Ekliges tun zu sollen war eine Beleidigung und furchtbare Respektlosigkeit, fand er. Sein Zorn sprudelte über und er reiste wutentbrannt ab.