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Original im Internet

Wohllautendes

Der 23. Psalm und mein Zuhause

Aus der Februar 2020-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft

Dieser Artikel erschien ursprünglich am 4. November 2019 im Internet.


Mary Baker Eddy schreibt in Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift: „Das Heim ist der liebste Fleck auf Erden und es sollte der Mittelpunkt, jedoch nicht die Grenze der Herzensneigungen sein“ (S. 58). Ich möchte von zwei Situationen berichten, in denen ich ein Heim gefunden habe, indem ich betete und mich Gott zuwandte. Dabei habe ich insbesondere mit den Ideen im 23. Psalm in der Bibel gearbeitet. Er ist ein ausgezeichneter Ausgangspunkt.

Der erste Vers lautet: „Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.“ Gott versorgt uns mit allem, was wir brauchen, ob es eine „grüne Aue“ als Aufenthaltsort oder „frisches Wasser“ zur Erholung ist.

Um dies zu erleben, musste ich Bitterkeit überwinden und Gutes erwarten.

Eine Freundin hatte mir eine Wohnung untervermietet, die wie für mich geschaffen schien, doch dann erfuhr ich, dass eine Untervermietung nicht gestattet war und dass ich ohne offizielle Erlaubnis dort wohnte. Erst war ich sehr böse auf die Freundin, die vorgeschlagen hatte, dass ich dort einzog. Ich befürchtete, sehr kurzfristig ausziehen zu müssen und dann nicht zu wissen, wohin.

Als ich überlegte, was ich tun sollte, dachte ich an den 23. Psalm. Er war zu meiner Anlaufstelle geworden. Mary Baker Eddy gibt in Wissenschaft und Gesundheit die wissenschaftliche Auffassung dieses Psalms wieder, wobei sie Liebe als Bezeichnung für Gott benutzt. Also fing ich an, genauer darüber nachzudenken, besonders über die Stelle: „[Liebe] erquickt meine Seele [meinen geistigen Sinn]; [Liebe] führt mich auf rechter Straße wegen Seines Namens“ (S. 578). Ich verstand, dass Liebe mir ganz sicher sagen würde, was zu tun war, und ich fühlte die Macht von Gottes Fürsorge für mich.

Als ich betete, verschwand alle Bitterkeit aus meinem Denken, und die Freundin und ich sind weiterhin gut befreundet. Ich begriff, dass sie die Wohnung nicht aus bösem Willen untervermietet hatte; sie war sich der Regeln möglicherweise gar nicht ganz bewusst gewesen. Der Vermieter gestattete mir, die Wohnung zu behalten, und ich richtete mich fröhlich ein.

Eine weitere Gelegenheit, bei der mir der 23. Psalm eine Stütze war, ereignete sich, als ich nach Savannah in Georgia (USA) umzog, um ein Aufbaustudium zu absolvieren. Ich sah mir viele Wohnungen an, aber keine war passend. Entmutigung machte sich breit.

Ich hatte mich bei der Wohnungssuche auf Gebet gestützt, doch da ich verzweifelt war, bat ich einen örtlichen Praktiker der Christlichen Wissenschaft um Hilfe.

Er fragte mich, woran ich bei der Wohnungssuche dachte. Wollte ich eine ganz bestimmte Art von Wohnung, oder ging es darum, einen Bedarf zu decken? Deckt Gott nicht jeden Bedarf, den ich habe? Das machte mich nachdenklich. Bei jeder Wohnung, die ich mir angesehen hatte, ging es um eine Wunschliste statt um einen echten Bedarf. Ich machte der geistigen Tatsache Raum, dass Gott jeden Augenblick meinen Bedarf deckt, und betete wieder mit dem 23. Psalm. Dabei war mir besonders die letzte Zeile der geistigen Auffassung des Psalms in Wissenschaft und Gesundheit eine Hilfe: „Gutes und Barmherzigkeit werden mir mein Leben lang folgen, und ich werde immerdar im Haus des Herrn [dem Bewusstsein der Liebe] bleiben“ (S. 578). Zuversichtlich, dass ich in der unendlichen Fürsorge der Liebe lebe, verstand ich, dass ich keinen Augenblick außerhalb dieser Fürsorge sein kann.

Schon bald fand ich eine erschwingliche Wohnung an einer Straße, von der aus ich gut zur Uni kam. Ich musste nicht einmal eine Kaution hinterlegen! Gott hat so viel für mich, Seine geliebte Idee, bereitgestellt. Ein Heim durch Gebet zu finden, bedeutet nicht unbedingt, dass wir einen Palast, ein Strandhaus oder ein Penthouse bekommen, aber wir können sicher sein, dass wir ein Zuhause haben, das unsere Bedürfnisse erfüllt und wo wir Segen bringen und erhalten können.

Jane Bullard

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