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Original im Internet

Die Christliche Wissenschaft und menschlicher Fortschritt

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 29. März 2019


In der menschlichen Geschichte gibt es immer wieder neue Gedankenbewegungen. Gehört die Christliche Wissenschaft dazu?

Als ich diese Lehre zu erforschen begann, dachte ich an so etwas gar nicht. Ich hatte nur das tiefe Verlangen, das Wesen Gottes zu verstehen, und deshalb besuchte ich den Gottesdienst einer Kirche Christi, Wissenschaftler. Ich hörte der Predigt – Stellen, die aus der Bibel und Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift von Mary Baker Eddy vorgelesen wurden – aufmerksam zu. Und als ich näher über das Gehörte nachdachte, verspürte ich den Wunsch, die Lehren der Christlichen Wissenschaft genauer zu erforschen.

Im Schaufenster eines Leseraums der Christlichen Wissenschaft in der Nähe konnten Passanten in der Bibel und Wissenschaft und Gesundheit angestrichene Stellen lesen. Ich ging hinein, las weiter und beschloss, Wissenschaft und Gesundheit zu Hause näher zu erforschen. Also kaufte ich das Buch, um es zusammen mit der Bibel zu lesen, die ich bereits liebte.

Beim Studium von Wissenschaft und Gesundheit wurde der Gott, den die Bibel als göttliche Liebe und Wahrheit sowie göttliches Leben beschreibt, verständlich und lebendig für mich. Ich fing ferner an, meine und aller Menschen wahre Natur als Gottes geistige Widerspiegelung zu verstehen – als Gottes Bild und Gleichnis, wie das erste Kapitel der Genesis in der Bibel den Menschen bezeichnet. All das war völlig neu und sehr tröstlich. Nach und nach wurde Geist eine Wirklichkeit für mich und die Materie entsprechend weniger wirklich. Und dann passierte etwas Überraschendes: Ich war augenblicklich von einer körperlichen Beschwerde geheilt, die mehrere Jahre bestanden hatte.

Damals verstand ich nicht, wie ich geheilt worden war, doch es bedeutete mir sehr viel, dass die Substanz dieser beiden Bücher mir eine heilige Kommunion mit Gott ermöglichte. Ich erzählte niemandem, was ich lernte. Ich beschäftigte mich ganz privat mit diesen Büchern, bereit, etwas Neues zu lernen und zu betrachten – und mein Denken bewegte sich ganz natürlich von einem materiellen zu einem geistigen Verständnis von dem, was wirklich ist.

1. Mose 1:2 lautet: „Und der Geist Gottes bewegte sich über den Wassern“ (nach der King-James-Bibel). Nur Gott, der göttliche, unendliche, allgegenwärtige, immer-tätige Geist, war jemals fähig, das menschliche Denken von einer materiellen zu einer geistigen Grundlage der Wirklichkeit zu bewegen – von zeitlicher Materie zu unendlichem Geist als einzig wahre Substanz; von sterblichem Irrtum zu unsterblicher Wahrheit, die ewiges Leben ist; von Liebe, die zu Hass werden kann, zu reiner göttlicher Liebe, die nur Liebe sein kann. Das allein kann erklären, wie meine augenblickliche Heilung zustande kam.

Das menschliche Gemüt kann das nicht bewirken. Ja, das menschliche Gemüt muss freiwillig dem Platz machen, was Geist offenbart. Und wenn es das tut, zeigen sich Beweise von Gottes erhabener Macht in Form von körperlichen Heilungen und der Bereinigung des menschlichen Charakters. Das ist die göttliche Wissenschaft, die beweisbaren Gesetze Gottes, die ihre Entdeckerin Christliche Wissenschaft genannt hat. Sie wurde Mary Baker Eddy von Gott offenbart, der sie in ihrem Studium der Bibel, einschließlich der Lehren Christi Jesu, angeleitet, der sie geheilt und sie befähigt hat, die Wissenschaft des Christus zu verstehen; zu heilen, wie Jesus geheilt hat, andere das Heilen zu lehren, und der ihr Denken dazu geführt hat, Wissenschaft und Gesundheit zu schreiben, das Lehrbuch der Christlichen Wissenschaft. Dieses Buch macht die Christliche Wissenschaft und ihre heilende und umwandelnde Macht für die ganze Menschheit verfügbar, nachvollziehbar und beweisbar.

Man hätte diese erste Heilungserfahrung vor zig Jahren natürlich als einmaliges, unerklärliches Phänomen abtun können. Doch es blieb nicht bei der einen. Im Gegenteil! Durch tägliches Studium, Gebet und die Praxis der Christlichen Wissenschaft – über Jahrzehnte seit dieser Heilung – habe ich mich dank der vorbeugenden und heilenden Macht der Christlichen Wissenschaft guter Gesundheit erfreut, ohne jemals auf Medikamente oder medizinische Verfahren jeglicher Art zurückgreifen zu müssen. Ich habe in allen Bereichen meines Lebens Fortschritt erlebt und kann auch anderen helfen, Heilung durch Gebet zu erfahren. Doch es gibt noch viel zu lernen, und gut so, denn das zeigt mir, dass jeder, der bereit ist, von Gott zu lernen und die Wissenschaft der göttlichen Liebe umzusetzen, geheilt werden und selbst heilen kann – weil Gott die verursachende Macht ist.

Ein Christlicher Wissenschaftler zu sein, erfordert allerdings viel Arbeit. Man muss aus ganzem Herzen und beständig nach Wachstum im geistigen Verständnis hungern und dürsten, die Christliche Wissenschaft täglich innig studieren und selbstlos danach streben, ein moralisches Leben in Übereinstimmung mit der Lehre Christi Jesu zu führen und anderen zu Heilung durch Gebet zu verhelfen. „Wenn wir nach einem edleren Leben hungern und dürsten“, schrieb Mrs. Eddy in Vermischte Schriften 1883–1896, „werden wir es erreichen und Christliche Wissenschaftler werden, Gott recht verstehen lernen und etwas von dem idealen Menschen wissen, dem wirklichen Menschen, der harmonisch und ewig ist“ (S. 235).

Gott gibt jedem demütigen Menschen die Fähigkeit dazu. Gott bewegt das Denken zu einer höheren geistigen Ebene hin – höher als irgendeine Denkebene, die das menschliche Gemüt als über Gottes Macht erhaben betrachtet. Der Apostel Paulus, der wegen seiner Praxis des Christentums Christi schlimme Verfolgungen erdulden musste, sagte: „Ich achte das für nichts“ (Apostelgeschichte 20:24). Er wich nicht vom Kurs ab und kam ans Ziel.

Die Christliche Wissenschaft ist eine Gedankenbewegung, die immer ihrer Zeit voraus sein wird. Sie fördert den individuellen Fortschritt jedes dafür bereiten Menschen, zusammen mit denen, die Gottes heilende Macht durch ihre Gebete, ihre unerschütterliche Treue und ihr andächtiges Leben fühlen und erleben. Das muss sich fortsetzen, bis alle Sünde, Krankheit und sogar der Tod durch die Wissenschaft des Christus zerstört werden.

Mrs. Eddy fährt an der oben zitierten Stelle fort: „Diese Gedankenbewegung muss der Zeit Auftrieb geben; sie muss die Räder der Vernunft richtig in Bewegung setzen, die Neigungen zu höheren Quellen hinziehen und das Christentum unbeeinflusst halten von dem Aberglauben älterer Zeiten.“

Barbara Vining
Chefredakteurin

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– Mildred W. Willenbrock, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, Oktober 1963 

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