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Original im Internet

Heilung stellt Liebe zur Christlichen Wissenschaft wieder her

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 21. November 2019


Als ich jung war, besuchte ich ein Internat für Christliche Wissenschaftler, was ich in vieler Hinsicht hilfreich fand. Doch während die meisten Schüler die höhere Schule abschlossen und viele schöne Erinnerungen mitnahmen, waren meine Umstände alles andere als angenehm. Ich war eine körperliche Beziehung eingegangen, die außer Kontrolle geraten war, und bat Leute um Hilfe, die, so dachte ich, helfen konnten. Stattdessen hatte ich das Gefühl, ihre einzige Reaktion war Schock und Enttäuschung. Das hatte ich nicht gewollt. Die Schule forderte meine Eltern auf, mich abzuholen, und zwei Tage später wurde ich verwiesen. Ein paar Monate später erhielt ich die Gelegenheit, zurückzukehren. Doch da besuchte ich bereits eine andere Schule, wo ich dann blieb. Das war der Anfang einer sehr schweren Zeit. In der neuen Schule wurde ich schlimm gemobbt, und ich unternahm einen Selbstmordversuch.

Damit war es mit meiner Liebe und Hingabe zur Christlichen Wissenschaft vorbei. Ich ging nicht mehr zur Sonntagsschule und wandte mich von Menschen ab, die ich mein Leben lang gekannt hatte. Ich erklärte meinen Eltern, dass die Christliche Wissenschaft aus meinem Leben verbannt war. Sie waren enttäuscht, stützten mich aber.

Dann ging mein Leben in eine ganz andere Richtung, und mit Anfang zwanzig wurde eine muskuloskeletale Krankheit bei mir diagnostiziert. Ich hatte mehr oder weniger ständig Schmerzen und nahm allerlei Medikamente zu deren Linderung ein. Ungefähr drei Jahre nach der Diagnose ging ich zu einer Selbsthilfegruppe, um emotionale Unterstützung zu erhalten, und traf auf Menschen, die seit zwanzig oder dreißig Jahren mit dieser Krankheit lebten. Als ich hörte, wie diese Leute im Rollstuhl über Operationen und andere Behandlungen sprachen, dachte ich, dass es einen besseren Weg geben musste. Die Krankheit konnte nicht mein ganzes restliches Leben bestimmen.

Ich kehrte erst zur Christlichen Wissenschaft zurück, als eines Tages ein Praktiker und Vortragender der Christlichen Wissenschaft bei meinen Eltern zu Gast war, der einen von der örtlichen Zweigkirche gesponserten Vortrag halten sollte. Mein Vater erzählte ihm von meinem Problem und brachte ihn in das Geschäft, das ich führte.

Dabei ging mir buchstäblich ein Licht auf. Ich fühlte eine beglückende Erhellung meines Denkens. Wir unterhielten uns, erwähnten aber die Christliche Wissenschaft nicht, obwohl er eindeutig erkennen konnte, dass er mit jemandem sprach, der körperliche und seelische Probleme hatte. Er sah mich einfach im vollkommenen, geistigen Licht meiner wahren Natur als Kind Gottes. Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift von Mary Baker Eddy spricht von einem „vollkommenen Gott und [einem] vollkommenen Menschen“ (S. 259), und die Wahrnehmung des Vortragenden von mir in diesem Licht berührte und erhob mein Denken.

Das führte dazu, dass ich gelegentlich wieder Gottesdienste besuchte. Ich beschloss außerdem, eine Praktikerin der Christlichen Wissenschaft anzurufen, die bei dem Vorfall in der Schule zugegen gewesen war, der immer noch so in meinem Denken behaftet war. Ich nahm an, dass die Sache auch für sie noch von großem Belang war, doch sie erinnerte sich nur vage daran. Das Ganze hatte keine Bedeutung für sie. Diese Reaktion, zusammen mit den geistigen Ideen, die sie mit mir teilte, ebneten den Weg zur Heilung für mich. Das ist mehr als zehn Jahre her, und es ist nicht leicht, mich an die genauen Ideen zu erinnern, mit denen wir arbeiteten. Doch ich erinnere mich an ein Lied, an das ich damals viel dachte. Die erste Strophe lautet:

Geliebtes Gotteskind,
   sieh dein Geburtsrecht an
und merk: Gott für dich
   den allerbesten Plan.

Diese beiden Gedanken sind sehr tröstlich für mich. Unser Geburtsrecht ist unser geistiges Erbe. Ich erkannte, dass ich akzeptierte, eine Vergangenheit geerbt zu haben, die nichts mit dem zu tun hatte, was Gott über mich weiß. Das war nicht Sein allerbester Plan. Die zweite Strophe erklärt:

Denn als der Wahrheit Kind
   bist sündlos du und rein;
du wandelst unbefleckt
   auf Christi Weg allein.
(Emily F. Seal, Liederbuch der Christlichen Wissenschaft,Nr. 382, Übersetzung ©CSBD)

Das war der Wendepunkt. Ich fing an, Christi Weg zu gehen, und konnte fühlen, wie er von allen vorherigen Ereignissen meines Lebens weg führte. Meine Gesundheit verbesserte sich sichtlich. Die Schmerzen fingen an, sich aufzulösen, und ich konnte alles mit mehr Freiheit tun. Es wurde recht schnell unnötig, die meisten der Medikamente zu nehmen, obwohl ich weiterhin dachte, eines noch zu brauchen. Es bedeutete mir so viel, dass eine Praktikerin der Christlichen Wissenschaft mich trotz meiner Abhängigkeit von diesem Medikament unterstützte. Ich fühlte mich nicht verurteilt. Nichts von dem, was ich hinsichtlich einer Rückkehr zur Christlichen Wissenschaft so befürchtet hatte, trat ein. Innerhalb weniger Monate war ich vollständig frei von Schmerzen und Medikamenten.

Ich erinnere mich sehr gut daran, wie ich im folgenden Frühjahr ein Ostertreffen für Christliche Wissenschaftler hier in England besuchte und an einer körperlich schwierigen Übung teilnahm, die mir, so hatte ich gedacht, nie wieder möglich sein würde. Ich war hocherfreut!

Doch die Umwandlung meines Charakters – die ich zuerst gar nicht bemerkte – war für mich am wertvollsten. Seit dem Vorfall in der Schule hatte ich mich unwürdig gefühlt. Ich glaubte, keine Liebe geben zu können und vor allem keine zu verdienen. Das führte zeitweilig zu Beziehungen, die nicht richtig und nicht angemessen für mich waren. Doch ich habe endlich gelernt, dass ich mir selbst verzeihen kann, und damit konnte ich allen verzeihen, die an der Situation beteiligt waren, an der ich so lange festgehalten hatte.

Heute liebe ich die Christliche Wissenschaft. Ich liebe die Kirche. Ich würde jedem sagen, der sich hinsichtlich der Christlichen Wissenschaft nicht entscheiden kann oder sogar aufgeben will: Versuchen Sie es ernsthaft, ehrlich. Schaffen Sie die innere Ruhe, in der Sie auf Gott lauschen können. Sie werden eine Antwort erhalten.

Edwin de Leon
High Wycombe, Buckinghamshire, England

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Die Mission des Herold

Ich betrachte die Herolde und den Sentinel als den „gedruckten Paulus“, weil sie die Botschaft der universellen Verfügbarkeit der Wahrheit in die ganze Welt tragen. Ich muß aber hinzufügen, dass für den Christlichen Wissenschaftler in Übersee der Sentinel und der Herold weit mehr sind als Botschafter der Wahrheit; sie sind buchstäblich das Brot für den jeweiligen Tag und speisen die Christlichen Wissenschaftler mit der „Gnade“, die sie täglich durch das Gebet des Herrn suchen.

Howard Palfrey Jones, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, November 1969 

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