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Original im Internet

Vollständige Heilung von einer Kopfverletzung

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 17. Mai 2019


Ich hatte gerade eine Nacht extremer Übelkeit mit Erbrechen überstanden. Ich hatte so gut ich konnte für Heilung durch die Christliche Wissenschaft gebetet, fühlte mich aber nicht besser. Ich war allein und ohne Zugang zum Internet in einem Bungalow im australischen tropischen Regenwald.

Ich zog mich an und ging den langen Weg zur Veranda der Lodge, wo ich eine Praktikerin der Christlichen Wissenschaft in Neuengland per E-Mail um Behandlung in der Christlichen Wissenschaft bitten konnte. Dann stand ich auf, um zurückzugehen. Eine Bekannte aus meiner Reisegruppe sah mich und sagte, ich solle warten, bis sie einen Golfwagen holen und mich fahren konnte. Das war das letzte, woran ich mich erinnere, bevor ich bewusstlos wurde.

Später erfuhr ich, dass ich mich beim Fallen am Hinterkopf verletzt hatte. Der Gruppenleiter ließ einen Krankenwagen kommen, obwohl meine Bekannte ihm gesagt hatte, dass ich Christliche Wissenschaftlerin bin. Seine Antwort war: „Sie stirbt, wenn wir sie nicht ins Krankenhaus bringen.“ Man sagte mir später, dass ich in der Notaufnahme nicht bei klarem Verstand war. Doch ich erinnere mich an mehrere Fragen, darunter nach meinem Beruf, und ich sagte: „Ich bin Praktikerin der Christlichen Wissenschaft.” Nicht lange danach hielt die geistige Wahrheit Einzug in mein Bewusstsein, angefangen mit folgendem Gedanken: „Verlass dich auf den Herrn von ganzem Herzen, und verlass dich nicht auf deinen Verstand; sondern denke an ihn in allen deinen Wegen, dann wird er dich recht führen“ (Sprüche 3:5, 6).

Ich spürte weder Schmerzen noch Furcht, sondern ein friedvolles Vertrauen in die Allmacht der Liebe. Ich bestand in Gedanken darauf, als Kind Gottes unschuldig zu sein, und weigerte mich zu akzeptieren, dass mir etwas zugestoßen war, denn ich wusste, dass in der göttlichen Realität nichts Schlimmes passieren kann. Während der folgenden Tage bekräftigte ich die Tatsache, dass es nur eine wahre Ursache gibt: die unendliche Liebe.

Die Ärzte beschlossen, mich in ein größeres Krankenhaus zu verlegen. Ich konnte immer noch nicht gut kommunizieren. Auf der Fahrt im Krankenwagen fielen mir Worte aus dem „Täglichen Gebet“ im Handbuch der Mutterkirchevon Mary Baker Eddy sowie andere einfache Wahrheitsgedanken ein. Beim Beten bekräftigte ich aus Mrs. Eddys Antwort auf die Frage „Was ist der Mensch?“ in Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift, dass „der Mensch ... nicht Materie [ist]; er besteht nicht aus Gehirn, Blut, Knochen und anderen materiellen Elementen“ (S. 475). Das half mir klar zu verstehen, dass meine wahre Identität geistig und nicht materiell ist. Gott, Geist, bestimmt mein Dasein und mein Handeln.

Während ich weiter betete, fielen mir andere Ideen ein, darunter diese Äußerung von Christus Jesus, dass Gottes Macht und Gegenwart heilt: „Ich kann nichts von mir selber tun“ (Johannes 5:30). Ich war mir auch bewusst, dass die Aussage: „Wir sind geliebt von Gott“ mich einschließt (Margaret Glenn Matters, Liederbuch der Christlichen Wissenschaft, Nr. 232, Übersetzung © CSBD).

Mein Sohn rief mich aus den Vereinigten Staaten an und gab mir weitere wundervolle geistige Inspiration. Auch die Praktikerin, die ich per E-Mail verständigt hatte, rief an. Sie versicherte mir, dass Engelsgedanken von Gott um mich waren. Sie betete mit dem Gedanken aus der Bibel: „Wir wissen aber, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind“ (Römer 8:28), sowie mit einer Zeile aus einem Lied: „In Dir sind wir geborgen für und für“ (Violet Hay, Liederbuch, Nr. 66, Übersetzung © CSBD).

In einem Telefonat fragte mein Sohn, ob er mir die vollständige Antwort auf die Frage: „Was ist der Mensch?“ aus Wissenschaft und Gesundheit vorlesen könne. Ich freute mich sehr, denn bis dahin hatte ich mich nur an die Stelle gehalten, bei der es darum ging, dass ich nicht aus Gehirn, Blut, Knochen und anderen materiellen Elementen bestehe. Jeder Satz, den er vorlas, war so wichtig. Ich fühlte großen Frieden, als ich in Gedanken bekräftigte, dass ich Gottes Bild und Gleichnis – geistig, vollkommen und vollständig – bin.

In der Zwischenzeit wurden etliche Tests durchgeführt, um herauszufinden, warum ich zusammengebrochen war. Ich war außerdem an einen Tropf angeschlossen. Als mein Sohn anrief, bat er daher, mit dem Arzt sprechen zu dürfen, damit er ihm die Christliche Wissenschaft erklären konnte. Ich sah, wie der Arzt aufmerksam zuhörte. Hinterher versprach er, mit den leitenden Ärzten zu reden, damit ich die nötigen Unterlagen ausfüllen und mich selbst aus dem Krankenhaus entlassen könne. Die Ärzte meinten zwar, die Arbeit noch nicht abgeschlossen zu haben, wollten aber meinen Glauben und meinen Wunsch respektieren, Heilung in der Christlichen Wissenschaft zu praktizieren. Später kam der Arzt mit den Unterlagen zurück, die ich freudig unterschrieb.

Meine Bekannte brachte mich per Rollstuhl in das Hotel, wo sie untergekommen war. Ich musste mich beim Gehen an Möbeln oder der Wand festhalten. Ich hatte kaum Kraft und wenig Gleichgewicht. Doch ich konnte sofort mit der Praktikerin Kontakt aufnehmen. Von da an kommunizierten wir per E-Mail und sie schickte mir viele Wahrheitsgedanken.

Am nächsten Tag flogen meine Bekannte und ich nach Sydney, wo sie zu der Reisegruppe zurückkehrte. Es war offensichtlich, dass ich in Sydney bleiben musste, um meinen geistigen und körperlichen Fortschritt fortzusetzen.

Kurz darauf war es meinem Sohn möglich, mich abzuholen, um mit mir zurück nach Neuengland zu fliegen. Während ich auf ihn wartete, betete und studierte ich weiter. Ich bekräftigte, dass Gemüt, Gott, die Quelle meiner Bewegung ist. Mrs. Eddy schreibt in Wissenschaft und Gesundheit: „... Fortschritt ist das Gesetz Gottes...“ (S. 233). Ich wusste, dass Gott die einzige Ursache und Wirkung ist, und wenn etwas nicht von Gott kommt, dann ist es nicht wirklich. In der Zeit war ich durch die Anweisung getröstet: „Erhebe dich sanft aus der Materie in den Geist“ (Wissenschaft und Gesundheit, S. 485).

Als mein Sohn ankam, las er mir die Bibellektion jener Woche aus dem Vierteljahresheft der Christlichen Wissenschaft sowie Artikel aus den Zeitschriften der Christlichen Wissenschaft vor. Er war mir eine große Stütze. Ein paar Tage später konnten wir in die Vereinigten Staaten zurückfliegen. Ich erholte mich in seinem Haus weiter und drang tiefer in die Gesetze des Geistes ein, die mich regieren. In Philipper 4:13 lesen wir: „Ich vermag alles durch den, der mich stark macht, Christus.“ Als mein Sohn mich zurück auf die Insel brachte, auf der ich lebe, konnte ich normal laufen. Ich hatte noch eine Beule am Kopf, die mich aber nicht beunruhigte, denn ich wusste, dass die Heilung stattfand.

Zu Hause erhielt ich einen Anruf von meiner Bekannten, die sich nach meinem Befinden erkundigte. Sie war hocherfreut zu hören, dass ich gerade vom Einkaufen gekommen war und meine Taschen hereinbrachte. Sie sagte: „Als ich dich das letzte Mal sah, musstest du dich beim Gehen festhalten.“ Am Weihnachtstag, vier Wochen nach dem Sturz, merkte ich beim Kämmen, dass die Beule verschwunden war.

Was als herrliche Reise nach Australien begonnen hatte, wurde eine geistige Reise – eine, in der ich meine Untrennbarkeit von Gott, dem Guten, erlebte, egal wie die menschliche Szene aussieht. Meine Dankbarkeit für die Christliche Wissenschaft, die Unterstützung der Praktikerin und die unaufhörliche Versorgung der göttlichen Liebe ist grenzenlos. Diese und all die vielen anderen Heilungen, die ich in meinem Leben erlebt und miterlebt habe, verdeutlichen die Macht und Allgegenwart der göttlichen Liebe.

Terry Anne Vigil
Nantucket, Massachusetts, Vereinigte Staaten

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– Otto Bertschi, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, Oktober 1968 

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