Das sogenannte religiöse Denken ist in den letzten Jahren viel freisinniger geworden und insofern diese Veränderung ein Wachstum an Barmherzigkeit und Rücksicht für die Überzeugungen anderer anzeigt, gibt es Grund zur Dankbarkeit. Das schreckliche Unrecht, das kürzlich den jüdischen Leuten zugefügt wurde, ist ein trauriges Anzeichen von der Frucht der Bigotterie, und obwohl wir von einem Sinne des Entsetzens und der Demütigung berührt sind, daß dieses zwanzigste christliche Jahrhundert durch solche Ereignisse entehrt werden sollte, wäre es für uns alle gut, in uns selber zu der Einsicht zu kommen, daß wir uns nicht von Vorurteilen beherrschen lassen, die weiter nichts als die Sprößlinge des grausamen Hasses und des zügellosen Antagonismus sind.
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