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Furcht hat kein Dasein

[Hauptsächlich für die Jugend]

Aus der Januar 1947-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft


Wenn wir anfangen, uns in Christian Science zu vertiefen oder durch andere davon hören, ist es eine große Erleichterung zu erfahren, daß Gott das unendlich Gute ist. Er füllt allen Raum aus; Er umgibt uns und beschirmt uns. Wir alle kennen die Bibelstelle: „Zuflucht ist bei dem alten Gott und unter den ewigen Armen.” Was für ein wahrheitsgetreues Bild unseres Vater-Mutter-Gottes und Seiner Beziehung zu Seinen Ideen!

In der Allheit der Liebe kann es kein der Liebe entgegengesetztes Übel geben. Das Erhaschen auch nur eines Schimmers dieser Tatsache ist eine große Freude und ein sofortiger Schutz vor falschen Annahmen jeder Art. Wir pflegten zu hoffen, es werde alles recht werden, und zuweilen wurde uns gesagt, daß wir Glauben haben und das Kommen des Guten erwarten müssen; aber Christian Science verkündigt, daß in der ganzen Schöpfung Gottes jetzt alles vollständig gut ist. Wie wäre es denkbar, daß es anders wäre?

Das Böse, das zuweilen Irrtum genannt wird, ist nur eine Lüge; aber die Lüge scheint oft sehr wirklich. In der Schule lernen wir, daß die Lehre der Zahlengrößen immer recht ist, daß sie keine Irrtümer und keine Fehler enthält. Wo kommen die Fehler her? Sie entstehen durch unsere unzulängliche Kenntnis des Rechnens oder Buchstabenrechnens. Um unsere Aufgaben richtig zu lösen, müssen wir recht rechnen, und dies wird durch Übung leichter, bis wir die nötige Sicherheit und Meisterschaft erlangen, um sehr schwere Aufgaben lösen zu können.

Jede Widerwärtigkeit oder Schwierigkeit, jede Krankheit und jeder Unfall, jeder Mißerfolg und jede Entmutigung und zahllose andere Dinge, die uns im Alltagsleben begegnen, sind Lügen, und eine der schlimmsten Lügen ist der Irrtum, der Furcht genannt wird.

Furcht sucht jedermann auf irgendeine Art anzugreifen. Es kann manchmal Furcht vor einer Krankheit oder vor dem Krankwerden sein; ein andermal kann es Furcht vor Personen oder die Furcht sein, daß man Prüfungen nicht bestehen oder bei Spielen versagen werde. Und sehr oft ist es Furcht für andere, vielleicht Verwandte oder Freunde, die uns sehr nahe stehen.

Wenn wir jedoch einsichtsvoll denken, sehen wir, daß Furcht immer aus der falschen Annahme einer von Gott, dem Guten, getrennten Macht hervorgeht. Wenn wir dies einmal erkannt haben, können wir sie wissenschaftlich und wirksam handhaben. Sooft wir Furcht auf diese Art bekämpfen, wird es leichter, sie das nächste Mal zu bekämpfen, wenn sie sich wieder zeigt.

Furcht kann gerade die Schwierigkeiten herbeiführen, vor denen uns graut; wenn wir also die Furcht handhaben, rotten wir das Übel aus. Zur Veranschaulichung ist es sehr lehrreich, an einen Bienenzüchter und seine Beinen zu denken. Ein Bienenzüchter hat auf Grund seiner Kenntnis und Erfahrung wohl selten Furcht vor Bienen; er weiß, daß sie kaum je stechen, wenn er sanft und ruhig mit ihnen umgeht. Sie wollen tatsächlich nur ihre Arbeit ungestört fortsetzen.

Daher können viele Bienenzüchter im Sommer an ihren Bienenstöcken ohne einen schützenden Bienenschleier oder Handschuhe arbeiten. Sie gehen ohne Furcht vor, und alles verläuft glücklich. Geht aber ein Fremder, der sich fürchtet oder ängstlich ist, an die Bienenstöcke, so sind die Bienen nicht so gefügig. Es ist gleichsam, als fühlten sie, es sei ein Feind zugegen, und dann greifen sie ost an. Der einzige Feind, der jedoch gegenwärtig ist, ist die Annahme Furcht, die unbewußt einen falschen Sinn in die Lage bringt. Der anwesende Fremde stört durch seine Befürchtungen den Sinn der Ordnung und der Eintracht, und nur diese Annahme veranlaßt die Stiche als Wiedervergeltung.

Laßt uns uns angewöhnen, über den Anschein der Dinge hinauszuschauen und in unserem Denken vollkommen klar zu bleiben, daß nur Gott und Seine geistige Schöpfung besteht, und daß Er für alle das Gute beabsichtigt! Die Entdeckerin und Gründerin der Christian Science, Mary Baker Eddy, hat uns im Lehrbuch „Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift” genau gesagt, wie Jesus die Kranken heilte, und wie wir ähnliche Werke tun können. Auf Seite 493 finden wir die Frage: „Willst du Krankheit erklären und zeigen, wie sie geheilt werden kann?”

Mrs. Eddy schreibt (S. 495): „Wenn dich die Trugvorstellung Krankheit oder Sünde in Versuchung führt, dann klammere dich fest an Gott und Seine Idee. Laß nichts als Sein Gleichnis in deinen Gedanken weilen. Laß weder Furcht noch Zweifel deinen klaren Sinn und dein ruhiges Vertrauen trüben, daß die Erkenntnis des harmonischen Lebens—wie das Leben ewig ist—jeden schmerzvollen Sinn oder jede Annahme von dem, was das Leben nicht ist, zu zerstören vermag.”

Wie ähnlich dies den Worten des Meisters ist: „Fürchte dich nicht”! Wenn die leidende Menschheit erkennt, daß kein Grund zu Furcht oder Besorgnis vorhanden ist, wird sie in der Tat schnell der Lieblichkeit des Lebens näher kommen. Vor allen Dingen müssen wir eines wissen. Laßt uns voller Freude und Dankbarkeit eingedenk sein, daß Gott, die unendliche Liebe, das All in allem ist, und daß daher in Seinem Weltall Furcht nie bestanden hat und nie bestehen wird! Was Furcht zu sein scheint, gehört nur zu der falschen Traumvorstellung vom Leben. Laßt uns an der Tatsache, daß das Böse unwirklich ist, unerschütterlich festhalten! Dann werden wir, wenn wir in Versuchung kommen, uns zu fürchten, die Allmacht der göttlichen Liebe behaupten und den Sieg davontragen.

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