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Was ist Ursache für uns?

Aus der Januar 1947-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft


Die einzige Art, etwas, das nicht richtig ist, zu überwinden, ist auszufinden, was die Ursache dafür ist, und es dann zu berichtigen. Unser Bankkonto mag nicht richtig herauskommen, und wir müssen den Fehler finden, der beim Zusammenzählen und Abziehen gemacht worden ist. Ein Gefühl der Reibung zwischen Nachbarn mag die Aufklärung eines Mißverständnisses benötigen. Das Automobil der Familie will nicht laufen, und jemand muß die mechanische Schwierigkeit ausfindig machen, die dafür verantwortlich ist, und sie berichtigen. Also ist es eine einfache, augenscheinliche Wahrheit, daß, wenn irgendwas nicht richtig ist, die Ursache ausfindig gemacht und berichtigt werden muß.

Manchmal haben Menschen es nicht leicht gefunden, ausfindig zu machen, was die unharmonischen Zustände verursachte, die sie beschwerten und beunruhigten, und konnten sie daher nicht überwinden. So wissen die Sterblichen gewöhnlich nicht, warum sie eine Erkältung bekommen. Obwohl sie also die Beschwerde überwinden möchten, weil sie unharmonisch und unangenehm ist, wissen sie nicht recht, wie sie es bewerkstelligen sollen, weil sie nicht verstehen, was die Ursache war.

Die Christian Science bringt die einfache doch wichtige Tatsache ans Licht, daß alles, was unharmonisch ist in der menschlichen Existenz—Krankheit, Sünde, Reibung, Bedrücktheit, Entmutigung, Selbstsucht und alles derartige—der falschen Annahme der Sterblichen zuzuschreiben ist, daß es ein böses, sterbliches Gemüt gibt. Dieses negative Gemüt bringt ihrer Annahme nach falsche Zustände und Eigenschaften hervor, behauptet, daß wir eine materielle Wesenheit haben, die durch materielle Vorgänge entstanden ist, und der dieses störende sogenannte Gemüt allerlei falsche negative Zustände anheften kann, gleichgültig, ob wir unsre Zustimmung dazu geben oder nicht.

Dann kommt natürlich auch die Frage auf: Was können wir tun, um diese falsche Annahme zu berichtigen, daß es eine böse, leidenbereitende Mentalität oder Ursache gibt, um uns so von diesem schlechten Einfluß freizumachen. Die Christian Science zeigt uns, daß wir diese irrige Annahme betreffs eines sterblichen bösen Gemüts zunichte machen können, indem wir ein Verständnis der wissenschaftlichen Tatsache erlangen, daß es nur ein wahres Gemüt gibt, und daß die Wirklichkeit nur aus den Ideen, Eigenschaften, Zuständen und Wesenheiten besteht, die das Produkt und der Ausdruck dieses einen Gemüts sind, das wir Gott nennen.

Mary Baker Eddy wirft ganz klar die Frage auf in dieser Weise: „Der Punkt, über den sich jeder zu entscheiden hat, ist der: Ist das sterbliche Gemüt ursächlich oder das unsterbliche Gemüt?" (Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift, S. 185.) Habt ihr euch entschieden? Und in dem Falle, haltet ihr konsequent fest an eurer Entscheidung?

Denkt beispielsweise an die Erkältung: Wie wendet ihr euren Begriff der Ursächlichkeit darauf an? Sagt ihr: „Ich habe ein Erkältung. Wie ärgerlich!"—oder macht ihr euch klar, daß eure einzig wirkliche Selbstheit das Produkt und der Ausdruck Gottes, des Gemüts, ist und daher geistig, gottähnlich und harmonisch? Führen eure Schlüsse auf die eine Ursache zurück, und vergegenwärtigt ihr euch, daß eure Individualität gefeit ist gegen die lügenhaften Suggestionen eines gottlosen sterblichen Gemüts und erhaben über den materiellen Begriff, daß ihr Sterbliche seid, deren Leben in der Materie ist? Versteht ihr, daß eure von Gott geschaffene Selbstheit keinen Anfällen von Entzündung und Blutandrang ausgestzt ist wegen atmosphärischer, klimatischer oder jahreszeitlicher Wechsel im Bereich des menschlichen Denkens?

Macht euch klar, daß die einzige und ausschließliche Ursache das Gemüt ist, die Intelligenz, deren fortdauernde Offenbarwerdung eure Individualität ist, denn so könnt ihr euch freimachen von dem Gefühl einer geistlosen, grundlosen Erkältung. Die Erkältung hat keine Grundlage, wenn ihr euch vergegenwärtigt, das sie keine Ursache hat. Und das ist ebenso wahr betreffs aller disharmonischen Zustände. Macht euch die Unendlichkeit Gottes, der einzigen Ursache klar, und ihr werdet aufhören, zu glauben, daß es eine Ursache gibt, die Disharmonie hervorrufen kann, und so von der Disharmonie erlöst werden.

Die Sterblichen sind geneigt, eine Wirkung des sterblichen Gemüts als Ursächlichkeit für sie selbst zuzugeben, und so einen Gott daraus zu machen. Denn, was wir annehmen und anerkennen als Ursache, die imstande ist, uns anzugreifen und Bedingungen für uns zu schaffen, ist der Annahme nach ein Gott für uns. Denkt hierüber nach! Manche Sterbliche meinen, daß die Speise ein Gott ist, der ihnen Beschwerden verursachen kann. Andre denken, daß sterbliche Menschen Götter für sie sind, die ihnen Freude bereiten oder sie derselben berauben können. Das Klima, die Umstände, die Zeit, der Krieg, eine Kette von Ereignissen werden als ausschlaggebende Faktoren oder Götter im Leben der Sterblichen angesehen. Fehler, die der Vergangenheit angehören, werden böse Gottheiten für sie, die mit der Fähigkeit ausgestattet sind, sie ihrer gegenwärtigen oder zukünftigen Freude und Leistungsfähigkeit zu berauben. Kurz, alles was wir in unserm Denken mit der Macht ausstatten, uns anzugreifen oder uns zu schaden, wird der Annahme nach ein Gott für uns.

Das Gebot: „Du sollst keine andern Götter neben mir haben” (2. Mose 20:3) bedeutet, daß wir in unserm Denken keine andre Ursächlichkeit außer Gott anerkennen sollen. Wir gehorchen diesem Gebot in dem Maße, wie wir die Lüge aus unserm Bewußtsein ausschalten, daß es ein sterbliches Gemüt gibt, das von sich aus oder durch eine seiner Wirkungen ursächlich für uns werden kann.

Wir sollten uns daher täglich klarmachen, daß es ewiglich nur eine Ursache und eine Wirkung gibt, ein einziges Gemüt und sein Weltall von Ideen. Die Argumente des Bösen verleugnen dies. Das lügenhafte sterbliche Gemüt sagt, daß es auch ein Weltall und einen Menschen hat, daß seine materiellen Kräfte die Menschen schaffen, beleben, ausstatten und vernichten, und daß Gott, wenn Er überhaupt existiert, nicht fähig oder nicht willig ist, all diesem ein Ende zu machen.

Diese Lüge ist die eine Lüge—ein lügenhafter Begriff von Ursache und Wirkung. Sie sollte verneint und widerlegt werden als die eine Lüge. Wir müssen dem Baum die Wurzel abschneiden, indem wir die völlige Unwirklichkeit des sterblichen Gemütes erkennen, ebenso wie die Tatsache, daß jede seiner Wirkungen ebenso unwirklich ist wie die Ursache. Dies tun wir in dem Maße, wie Gott, das unsterbliche Gemüt, Alles-in-allem für uns wird, die All-Ursache, die sich in allem und von allem, das seine Wirkung darstellt, offenbart.

Ob wir nun wachen oder schlafen—nur Gott ist ursächlich für uns. An jedem Augenblick des ganzen Tages, sowohl in Angelegenheiten, die wichtig, wie in solchen, die unwichtig scheinen, ist Gott, das allgegenwärtige, allwirkende Gemüt, für uns die einzige Ursache. Daheim oder außerhalb, hoch über der Erde oder in den Tiefen des Meeres, ist Gott, und Gott allein, ursächlich für uns. Es ist Sein ausschließliches Vorrecht, uns zu schaffen, zu beherrschen, auszustatten, zu lenken und zu erhalten. Tatsächlich sind wir Seine Wirkung, nichts mehr und nichts weniger. Kann es für die Wirkung Gottes eine andre Ursache geben?

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