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Achtung: Geistesblitz

Das Boot im Nebel

Aus der April 2003-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft


Eine Bekannte von mir schilderte mir ein Erlebnis, das ein Freund von ihr hatte.

Er war dabei, einen See mit einem Ruderboot zu überqueren. Der See war ziemlich groß.

Als er sich mitten auf dem See befand kam Nebel auf. Der Nebel wurde immer dichter, bis dieser Freund ganz vom Nebel eingeschlossen war.

Der Nebel war so dicht, dass er gerade noch ein paar Meter Wasser um sich herum erkennen konnte. Er verlor die Orientierung. Er konnte nicht mehr sicher sein, ob er noch auf sein Ziel zuruderte, oder doch eher in einem großen Kreis fuhr.

Zudem wurde es langsam dämmerig. Er bekam Angst. Er stellte sich vor, wie es sein würde, die Nacht in einem kleinen Ruderboot auf dem See zu verbringen. Aber darüber wollte er dann doch nicht zuviel nachdenken.

Meine Bekannte sagte mir nicht, welche speziellen Gedanken ihrem Freund in dieser Situation kamen. Aber sie sagte mir, dass er zu beten begann. Er hatte das Vertrauen, dass Gott ihm die Gedanken geben würde, die ihn aus der Lage befreien würden. Das beruhigte ihn.

Und mit einem Mal hatte er einen gerade absurden Einfall. Er bekam den Impuls, im Boot aufzustehen. Nach einer momentanen Überraschung folgte er diesem Gedanken. Er stand vorsichtig auf, um das Boot nicht aus dem Gleichgewicht zu bringen.

Zu seiner völligen Verblüffung entdeckte er, dass der Nebel nur aus einer Schicht von etwa 1,5m Dicke bestand. Im Stehen ragte sein Kopf über den Nebel hinaus, und er konnte das Land sehen, auf das er zurudern wollte. Das war seine Rettung.

Inspiration und Kreativität haben diesen Mann aus einer Situation befreit, die gefährlich hätte werden können. Und die Lösung war so einfach!

„Wäre es nicht schön, wenn es immer so leicht wäre?” mögen Sie sagen. „Aber, mein’ Nebel ist mindestens 100m dick!”

Na ja, das war der Nebel von unserem Freund auch — horizontal. Aber nicht vertikal. Da war er lächerlich dünn. Das ist er immer. Und das ist der entscheidende Punkt.

Wir sind oft versucht, alle Energie darauf zu verwenden, den Nebel horizontal zu durchdringen. Und wir denken nicht daran, dass wir uns erheben können.

Wie erheben wir uns?

Denken wir an den Ruderer. Er hat auf Gott gelauscht. Er war sich sicher, dass Gott ihn nicht vergessen hatte. Und er war bereit, einem göttlichen Impuls nachzugehen.

Auch wenn die Situation bedrohlich aussieht — Gottes Liebe ist mit uns. Sie hat die Kraft, uns über den Nebel zu heben und uns einen freien Blick zu geben.

Lesen Sie den Geistesblitz Nr. 20 im Mai.

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