Skip to main content Skip to search Skip to header Skip to footer

Petrus' Ostergeschichte

Aus der April 2003-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft


Wenn unter Jesu 12 Jüngern einer der Anführer war, dann war es Petrus. Als Petrus eines Tages bei seiner Arbeit als Fischer war, kam Jesus und sagte: „Folge mir.” Petrus hat das sofort getan.

Petrus war dabei, als Jesus eine Frau heilte, die zwölf Jahre lang krank gewesen war. Und er war dabei, als Jesus ein Mädchen, das gestorben war, wieder zum Leben erweckte. Einmal ging Jesus auf dem Wasser, und Petrus wollte es auch versuchen. Er begann zu sinken, worauf Jesus ihn rettete. Petrus half einen Ort für Jesu letztes Abendmahl mit den Jüngern zu bereiten. Und nach dem Abendmahl wusch Jesus Petrus und den anderen Jüngern die Füße, um ihnen zu zeigen, was es heißt, für andere zu sorgen.

Petrus hat viel geleistet. Aber das war nicht immer so. Petrus hat auch Fehler gemacht. Seine Ostergeschichte zeigt, wie man einen Fehler hinter sich lassen und seine Sache wieder besser machen kann.

Bei Ostern geht es natürlich hauptsächlich um Jesus, aber Ostern ist auch eine Geschichte über Petrus. Nachdem Jesus das letzte Mal mit den Jüngern zu Abend gegessen hatten, versprach Petrus, dass er Jesus niemals im Stich lassen würde. Doch Jesus sagte: „Du wirst schon bald behaupten, dass du mich nicht kennst — und das nicht nur einmal, sondern dreimal.”

„Nie und nimmer,” rief Petrus. Er konnte sich nicht vorstellen, dass er Jesus so etwas antun würde.

Danach nahm Jesus seine Jünger mit in den Garten von Gethsemane. Er bat Petrus und Johannes und Jakobus bei ihm zu bleiben und mit ihm zu wachen und zu beten. Doch stattdessen schliefen sie ein. Dreimal bat er sie, aber jedes Mal schliefen sie ein. Und ehe sie sich's versahen, kamen bewaffnete Männer, die Jesus gefangen nahmen.

Petrus, der Jesus beschützen wollte, zog sein Schwert und schlug einem der Männer das Ohr ab. Doch Jesus heilte das Ohr und sagte Petrus, er sollte nicht kämpfen. Darauf führten die Männer Jesus ab.

Petrus folgte ihnen noch eine ganze Weile, denn er wollte sehen, was mit Jesus passieren würde. Dann traf er nacheinander drei verschiedene Leute, die ihn fragten, ob er Jesus kannte. Jedes Mal log Petrus und sagte: „Nein, ich bin kein Anhänger Jesu.” Er hatte Angst, was man ihm antun könnte, wenn er die Wahrheit sagte. Gegen Morgen hörte Petrus den Hahn krähen, und da erinnerte er sich an sein Versprechen, Jesus nicht im Stich zu lassen. Als er merkte, was er getan hatte, lief er weinend davon.

Jesus wurde zum Statthalter Pontius Pilatus gebracht. „Kreuzige ihn,” schrie die Menge. Sie glaubten, dass er der König der Juden sein wollte. Widerstrebend willigte Pilatus ein. Sie legten Jesus einen Purpurmantel an und setzten ihm eine Dornenkrone auf, um ihn zu verspotten. Einige spuckten ihn an. Andere prügelten ihn. Dann kreuzigten sie ihn. Jesu Mutter und der Jünger Johannes waren am Kreuz. Sie wollten bei ihm sein. Aber Petrus war nicht da.

Später bekam ein Mann aus Arimathäa, der Josef hieß, die Erlaubnis Jesu Körper vom Kreuz zu nehmen und in ein Grab zu legen. Ein großer Stein wurde vor das Grab gerollt, um es zu verschließen.

Drei Tage später besuchten einige Frauen das Grab und fanden es offen vor! Ein Engel stand davor und sagte, sie sollten sich nicht fürchten, denn Jesus sei auferstanden. Aufgeregt liefen die Frauen fort, um Jesu Jüngern davon zu berichten. Petrus und Johannes eilten zum Grab, um es selber zu sehen. Jesus war nicht da. Er war tatsächlich vom Tod auferstanden.

Jesus zeigte sich seinen Jünger noch mehrmals. Einmal kam er, als sie wieder fischen gegangen waren. Vielleicht dachten sie, ihre Arbeit als Schüler Jesu sei beendet. Das änderte sich aber, nachdem Jesus mit ihnen geredet hatte. Sie aßen alle zusammen und danach fragte Jesus Petrus, ob er ihn lieb hat. „Aber ja, das weißt du doch,” antwortete Petrus. „Weide meine Schafe,” sagte Jesus daraufhin. Er bat Petrus ihm nachzufolgen, indem er anderen Menschen half und sie heilte.

Jesus sagte, die Jünger sollten in die Welt hinausgehen und den Menschen predigen, was er sie gelehrt hatte. Dann würden „Zeichen” folgen. Diese Zeichen würden Heilungen sein. Die Bibel sagt, dass Jesus nach diesem letzten Gespräch mit seinen Jüngern von ihnen „schied” und „auf gen Himmel” (Lk 24:51) fuhr.

Bestimmt war nach allem, was Petrus erlebt hatte, nichts mehr so wie vorher für Petrus (wie auch für die anderen). Jetzt verstand er wirklich, was Jesus ihn gelehrt hatte. Das veränderte ihn. Er fand den Mut Gott zu vertrauen und Jesu Werk fortzusetzen.

Petrus reiste umher und erzählte den Menschen über Jesus. Viele kamen zu Petrus, um geheilt zu werden. Er weckte sogar eine Frau vom Tod auf.

Wie steht es nun mit uns? So wie Petrus können auch wir mehr und mehr über das verstehen lernen, was Jesus lehrte. Fehler brauchen uns nicht zurückzuhalten. Gott wird uns zeigen, wie wir Ihn besser kennen lernen, Ihm vertrauen und so heilen können, wie Jesus es wollte.

Wenn Sie mehr Inhalte wie diese erforschen möchten, können Sie sich für wöchentliche Herold-Nachrichten anmelden. Sie erhalten Artikel, Audioaufnahmen und Ankündigungen direkt per WhatsApp oder E-Mail. 

Anmelden

Mehr aus dieser Ausgabe / April 2003

  

Die Mission des Herolds

„... die allumfassende Wirksamkeit und Verfügbarkeit der Wahrheit zu verkünden ...“

                                                                                                                            Mary Baker Eddy

Nähere Informationen über den Herold und seine Mission.