Mussten Sie schon einmal vor einem Bahnübergang anhalten, weil gerade ein Zug vorbeifuhr? Sie sitzen da also und warten und ein Waggon nach dem andern zieht vorüber. Und egal, wie frustrierend es sein mag, Sie wissen genau: Irgendwann ist der Zug zu Ende. Sie werden definitiv den Bahnübergang überqueren, ob es nun 5 Minuten dauert, 15 Minuten oder auch noch länger. Doch in dieser Wartezeit können Sie viel tun: Sie können produktiv sein, indem Sie still, beharrlich, mitfühlend beten – für sich selbst, für Ihre Familie, Ihre Nachbarn, ja für die ganze Welt.
Wie wir alle wissen, ist die Welt Ende 2012 nicht untergegangen, obwohl die Prophezeiung der Maya ebendies vorhergesagt hatte – eine Vorhersage, die sich auf jahrhundertealte Berechnungen gründet. Es gab keinerlei Garantie für diese Vorhersage.
Aber ein gerüttelt Maß an etwas anderem ging zu Ende und strebt tagtäglich deutlicher seinem Ende entgegen: das Böse, der Irrtum, in all den Formen, in denen es sich der Menschheit darstellt – als Hass, Krieg, Elend, Krankheit, Sünde und auch Tod. Und das ist eine garantierte Zusage des göttlichen Gesetzes. Wie der Psalmist erkannt hat, ist „der Feind … vernichtet, für immer geschlagen“ (Psalm 9:7).
Das ist auch eine der beruhigendsten Lehren Jesu, die die Christliche Wissenschaft stets wiederholt. Das Böse in all seinen tragischen Erscheinungsformen und seiner schrecklichen Geschichte muss und wird aufhören. Weil Gott, das Gute, die Quelle alles Bestehenden ist und weil das Böse keine zugrunde liegende Wirklichkeit besitzt, hat das Böse kein festes Standbein. Da es nie von Gott geschaffen oder verursacht worden ist, hat es kein Prinzip, von dem aus es operieren, und keine Intelligenz oder Substanz, von der es auch nur als Illusion, die zu sein scheint, aufrechterhalten werden könnte. Alles, was gut ist, wird ewig bestehen, und alles, was auch nur einen Hauch von Bösem enthält, wird garantiert vernichtet.
Tausende, vielleicht gar Millionen, haben gebangt, manche mehr, andere weniger, bei der Aussicht auf den Weltuntergang Ende 2012. Sie fühlten sich hilflos. Nichts ist passiert. Wie gehen wir an das Ende alles Bösen heran, das gewiss eintreten wird? Welche Rolle spielen Sie und ich dabei? Oder sitzen wir nur da und warten auf das vorhergesagte Ende, wie jene, die das prophezeite Ende der Welt erwartet haben?
Lesen Sie Jesu Bergpredigt. Da finden Sie viel, was Sie tun können. Lesen Sie Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift und wenden Sie an, was Sie verstehen. Mary Baker Eddy weist in ihrem Buch darauf hin, was diejenigen, „die die Christliche Wissenschaft erfassen“, tun sollen, während die Menschheit unaufhaltsam dem Ende alles Bösen entgegengeht: „das Verbrechen im Zaum halten“, „beim Austreiben von Irrtum helfen“, „Recht und Ordnung aufrechterhalten“ und „freudig die Gewissheit der endgültigen Vollkommenheit erwarten“ (S. 97). Ja, wir alle haben viel zu tun, während wir darauf warten, dass dieser Zug des Irrtums sein unausweichliches und endgültiges Ende findet.
