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Original im Internet

Keine Klassifizierung von Krankheiten

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 7. Mai 2018


Warum scheinen uns einige Sünden und Krankheiten hartnäckiger und schwerer zu überwinden als andere? Ist das Böse wirklich fähig, Krebs mehr Macht und Beharrlichkeit zu verleihen als Blähungen? Das wird behauptet, jedoch nicht von Wahrheit untermauert.

Mary Baker Eddy schreibt im Lehrbuch der Christlichen Wissenschaft, Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift, unter der Randüberschrift „Krankheiten nicht klassifizieren“: „Die eine Krankheit ist nicht wirklicher als die andere“ (S. 176). Herzprobleme sind nicht wirklicher im Leben des Menschen als Hautausschlag, Rheumatismus nicht mehr als Rachitis, Arthrose nicht mehr als Asthma. Die Behauptung des einen Bösen, des sterblichen Gemüts, dass es seine lügnerischen Konzepte in Klassen einteilen und einige mild (nicht sonderlich zu fürchten) und andere ernst (sehr zu fürchten) nennen kann, muss als Lüge über andere Lügen erkannt werden. Doch die Lüge einer falschen Klassifizierung hat nicht die Macht, die Lüge einer Krankheit oder Sünde über das fiktive böse Gemüt hinaus zu erheben, von dem sie erdacht wurde.

Konstante Werbung, die die Ohren der Menschen mit der Angabe füllt, ein Produkt werde Alter in Jugend verwandeln oder alle sterblichen Gelüste befriedigen, hat schon viele vorübergehend getäuscht und zu enormen Einnahmen für die angepriesenen Produkte geführt. Das anmaßende sterbliche Gemüt möchte somit durch anhaltende Suggestionen die Sterblichen zu der irrigen Überzeugung bringen, dass einige seiner Waren Krankheiten der Größenordnung eines Goliats sind oder aber eine Sünde, die sich an uns festsaugt wie Blutegel. Solange ein Sterblicher die Aussagen des betrügerischen Gauklers als wahr annimmt, öffnet er sich für die Folgen. Solange ein Sterblicher die fälschliche Bewertung und Klassifizierung des sterblichen Gemüts annimmt, öffnet er dem Leiden Tür und Tor.

Die Sterblichen bekommen Angst vor den Namen einiger Krankheiten, weil andere Sterbliche Angst vor ihnen haben. Bis auf David hatten alle Israeliten Angst vor Goliat. Wieso? Weil sie sein aufgeblähtes Selbstbewusstsein akzeptierten. Sie glaubten, dass er so stark und mächtig war, wie er vorgab. Doch David akzeptierte das Böse samt seiner fiktiven Selbstbewertung nicht. Warum nicht? Weil er wusste, dass alle wahre Macht Gott gehört, dem universalen Guten, und dass alle, die Ihm mehr vertrauen als das Böse zu fürchten, die Angeberei des Bösen mit den Kräften Gottes furchtlos infrage stellen und überwinden können.

Das sterbliche Gemüt, der Ursprung eines jeden materiellen, schlechten Gedankens und Konzepts, möchte auf verschiedenste Weise viele seiner böswilligen Konzepte aufputschen. Es möchte einen allgemeinen Glauben unter den Sterblichen hinsichtlich einiger Krankheiten einführen, der häufig von medizinischen Meinungen ausgelöst und unterstützt wird. Es möchte sogar manche Krankheiten heilbar und andere unheilbar nennen, was nur bedeutet, dass sie vom völlig materiellen Standpunkt aus unmöglich zu heilen erscheinen.

Die Christliche Wissenschaft hilft allen, die sie studieren, die einfache Wahrheit zu erkennen, dass Gott, das unendlich gute Gemüt und die einzig wirkliche Ursache, keine Krankheit oder Sünde erschafft oder kennt. Da nichts wirklich sein kann außer dem, was Gott hervorruft, kann keine Krankheit – ob das sterbliche Gemüt sie als mild, mittelschwer oder schwer klassifiziert – wirklich sein, denn Gott, das Gute, verursacht keine Krankheit. Wenn wir einmal erkennen, dass das Böse in seiner Ganzheit vollständig außerhalb des unendlichen Gemüts, Gottes, liegt, werden wir verstehen, wie unmöglich es ist, dass irgendwelche Ableger in Gottes Unendlichkeit eindringen und den Menschen, Seine Widerspiegelung, bedrohen.

Das sterbliche Gemüt mag die Sterblichen zu der Annahme verleiten, dass es gute Argumente für die Behauptung hat, bestimmte Krankheiten seien ernster und müssen daher mehr gefürchtet werden als andere. Es mag jedem empfänglichen Ohr einflüstern: „Denke daran, dass Tante Gerda und Onkel Frank diese Krankheit hatten und daran gestorben sind.“ Oder es argumentiert: „Medizinische Statistiken belegen, dass diese Krankheit zu den schlimmsten gehört. Wenn du mal nachzählst, wie viele Freunde daran gestorben sind, dann erkennst du, dass es gute Gründe gibt, Angst davor zu haben.“ So lautet die betrügerische Propaganda der Falschheiten des Teufels.

Der Christliche Wissenschaftler stellt solchen Lügen Fragen wie diese entgegen: Hat die unendliche Intelligenz, Gott, Krankheit oder Sünde je gekannt oder verursacht? Nein. Ist ein einziges Mitglied von Gottes ewiger Familie, von Seinen Kindern oder Ideen, je erkrankt oder gestorben? Nein. Ist es wahr, dass alle Realität Gott, das unendliche Gemüt, und Sein Universum unverletzbarer Ideen ist? Ja. Was muss ich tun, um mich über den Hypnotismus dieser böswilligen Suggestionen zu erheben? Ich muss meine gottgegebene Fähigkeit einsetzen, Gott, Seine Allheit und die Einheit des einzelnen und aller Menschen mit Ihm zu kennen.

Das sterbliche Gemüt setzt sich vehement für das Prestige von Sünde und Krankheit ein. Und es bringt materielle Gedanken und Wahrnehmungen vor. Worum geht es dem sterblichen Gemüt nun dabei? Nur um das, was es glaubt und fürchtet – eine negative Denkhaltung seiner eigenen Einbildung.

Lassen Sie uns erkennen, dass es in Gott und Seinem universalen, allgegenwärtigen Reich kein sterbliches Gemüt gibt, keine sterbliche Persönlichkeit, der man zuhören muss, die zu fürchten ist oder die uns vonseiten der teuflischen Lüge, der Mensch sei ein verletzlicher Sterblicher, Verletzungen zufügt. Lassen Sie uns nicht vergessen, was Gott jedem Seiner Kinder auf ewig ins Gedächtnis schreibt: dass nichts im gesamten Reich des Irrtums in Gottes allumfassende Universalität eindringen kann. Dort befinden sich das göttliche Leben und seine Manifestationen jetzt und in alle Ewigkeit, ohne jede Kenntnis von einer Phase des materiellen Glaubens und ohne davon je gefährdet sein zu können, egal wie das Denken, das Gott und Seine Idee nicht kennt, dies auch klassifizieren mag.

Es gibt keine Einschränkung, keine Ausnahme in der Verheißung der Bibel: „Er sandte sein Wort und machte sie gesund und errettete sie, sodass sie nicht starben“ (Ps. 107:20). Es gibt abgesehen von der Scheidelinie, die das geistige Verständnis auf ewig zwischen Wahrheit und allem Irrtum erschafft, in Wirklichkeit keine Klassifizierung von Krankheit und Sünde. Das offenbart, dass es für Gott und Seinen Menschen keine Krankheit oder Sünde gibt, welcher Art und Schwere sie auch zu sein scheint, denn Gott ist Alles-in-allem.

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Michael Pabst, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, Februar 1997 

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