Wirfreuen uns über die Zusendung von Äußerungen und Zeugnissen bezüglich der neuen Gottesdienstordnung. Auch wenn kein Christlicher Wissenschaftler die Weisheit ihrer Ordinierung anzweifeln wird, da wir daran glauben, dass sie aus göttlicher Quelle stammt, lohnt es sich dennoch, aus verschiedenen Gegenden etwas darüber zu erfahren, wie sie sich in der Praxis bewährt.
Nebenbei bemerkt haben wir von einer größeren Anzahl von Heilungen unter der neuen Gottesdienstordnung erfahren als unter der alten. Und wir freuen uns schon darauf, gut beglaubigte Zeugnisse kommender Heilungen zu erhalten, auch jene Ansichten, die unseren Autoren von Zeit zu Zeit wichtig erscheinen und sich auf das Thema beziehen, und die die Früchte als Folge dieser so wahrhaftigen Methode öffentlicher Anbetung aufzeigen.
Alle Christliche Wissenschaftler verstehen, dass unsere öffentlichen Gottesdienste nur einen Teil des göttlichen Dienstes darstellen. Dieser Begriff ist zu einer viel zu verengten Auffassung von Kirchenbesuch und öffentlicher Predigt, öffentlichem Gesang und Gebet verkommen. Infolgedessen sind Laien geneigt zu meinen, sie hätten ihren Anteil an „göttlichem Dienst“ geleistet, wenn sie einigermaßen regelmäßig zur Kirche gehen und mit einer verständigen Aufmerksamkeit der Predigt, den Gebeten und dem Chorgesang folgen, und seien dann für die restliche Zeit praktisch freigestellt von weiteren christlichen Verpflichtungen. Der einzige Zweck öffentlicher Anbetung sollte hingegen sein, Nichtchristen zur Buße zu bewegen und bekennende Christen in der Ausübung ihrer christlichen Pflichten zu unterstützen. Mit anderen Worten, öffentlicher Gottesdienst sollte vielmehr ein Mittel des göttlichen Dienstes sein, statt da zu enden.
In seiner wahren Bedeutung ist Gottesdienst der beständige Dienst an Gott in Wort und Tat. Im Einssein mit dem göttlichen Gesetz zu leben, im täglichen Leben ein solches Maß an göttlicher Wahrheit widerzuspiegeln, wie es uns in unserer gegenwärtigen Umgebung überhaupt möglich ist, unseren Nächsten zu lieben, indem wir ihm in jedweder Weise helfen, Sünde und Krankheit zu zerstören und den letzten Feind, den Tod, zu überwinden – das ist der göttliche Dienst, zu dem wir aufgerufen sind und dem wir nur getreulich folgen, wenn er unser alles überragender Daseinszweck wird. Diese öffentlichen Gottesdienste sind solch ein wichtiger Faktor in unserer Arbeit, dass sie gar nicht hoch genug eingeschätzt werden können. Für Wissenschaftler wie auch für Sucher und die externe Öffentlichkeit illustrieren sie die Macht und Schönheit der Predigten, die frei sind von menschlicher Meinung, von hemmenden Auswirkungen rein intellektueller Hypothesen und der Verdummung durch Dogmatismus und irrige Interpretation.
Ferner wird den Studierenden mehr ermöglicht, ihre eigenen Ressourcen zu nutzen als durch die frühere Methode. Wenn sie jedoch die Lektion vorher nicht mit solcher Sorgfalt studiert haben, dass es ihnen leichtfällt, den Lesern beim Vorlesen zu folgen, und zudem noch ausreichend Eifer an den Tag legen, ihnen mit höchster Aufmerksamkeit zu folgen, profitieren sie vergleichsweise wenig davon. Sie können nicht, wie es früher öfter der Fall war, einfach träge dasitzen und sich vom Prediger oder Sprecher bloß unterhalten lassen. Jeder von ihnen hat einen Teil beizutragen. Sie sollten im Geist brüderlicher Liebe und gegenseitiger Unterstützung zum Gottesdienst kommen und auf diese Weise eine Atmosphäre der Empfänglichkeit aufrichten helfen, wodurch sie sich selbst, den Lesern und allen anderen helfen, statt einfach dabei zu sitzen und von anderen zu nehmen, was sie nicht selbst verdient haben. Auf diese Weise wurde ein gegenseitiger Austausch der Demonstration eingeführt, der unter den alten Bedingungen nicht möglich war.
Lassen Sie uns daher alle danach streben, dass jeder seinen Platz ausfüllt und seinen Beitrag leistet, um der neuen Gottesdienstordnung den überragenden Charakter zu verleihen, den sie haben sollte und wird, wenn alle ihre Pflicht erfüllen. Lassen Sie uns nicht in Apathie verfallen, die uns in die Vorstellung verwickeln könnte, wir hätten nichts weiter zu tun als uns tatenlos zu fügen, nur weil unsere verehrte Führerin es als angemessen erachtet hat, ein höheres geistliches Amt einzuführen. Jeder von uns muss Akteur in dieser Phase des göttlichen Dienstes sein wie auch in anderen Phasen.
