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Original im Internet

Anhaltendes Gebet löst Knoten auf

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 10. Oktober 2019


Vor einigen Jahren stellte ich einen Knoten in der Brust fest und bat sofort eine Praktikerin der Christlichen Wissenschaft, für mich zu beten. Erst zwei oder drei Tage später wurde mir bewusst, dass Brustkrebsmonat war. Ich erkannte, wie die vielen rosa Schleifen und das vermehrte Auftreten der Farbe Rosa mich unmerklich beeinflusst hatten, an diese Krankheit zu denken, und ich verstand, wie wichtig es war, dies im Gebet zu handhaben.

Ich fing an, meine wahre Weiblichkeit im Gebet zu erkennen und zu bestätigen. Mir musste völlig klar werden, dass mein wahres Sein, das vollständig geistig und von Gott erschaffen ist, nie von Krankheit berührt werden kann, auch wenn die Versuchung bestand, die mentalen Suggestionen über eine Krankheit anzunehmen. Ich erlangte viele Erkenntnisse durch Mary Baker Eddys Schriften und Lieder und füllte eine ganze Kladde mit heilenden Ideen.

Ich wusste, dass ich dieses Problem in meinem Denken angehen musste und dass mein Körper entsprechend reagieren würde. Ich wollte meine geistige Natur klarer verstehen, also recherchierte ich die geistige Bedeutung von Begriffen in der Bibel und Mary Baker Eddys Schriften, die einen Bezug zu Brust, Mutterschaft und Weiblichkeit hatten.

Die geistigen Definitionen von Tummim („Vollkommenheit“) und Urim („Licht“) im Glossar von Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift von Mrs. Eddy waren ein guter Ausgangspunkt. Diese Steine waren auf der Brust von Aaron (dem Hohenpriester) zu tragen; ihre geistige Bedeutung wird ferner als „Heiligkeit und Läuterung des Gedankens und der Tat“ wiedergegeben (siehe S. 595, 596). Ich betrachtete dies als Aufforderung zu überlegen, wie ich Vollkommenheit und geistiges Licht wahrhaftig ausdrücken und Heiligkeit besser zum Ausdruck bringen könnte, um mein Tun und Denken zu reinigen.

Ich erhielt durch die intensive Beschäftigung mit der Bibellektion im Vierteljahresheft der Christlichen Wissenschaft, das aus Stellen aus der Bibel und Wissenschaft und Gesundheit besteht, eine gute Grundlage, auf der ich aufbauen konnte. Jede Woche fühlte ich mich mit neuen Ideen erhellt, die meiner Situation dienlich waren. Zum Beispiel fand ich Trost und Frieden im 91. Psalm. Die Lektionen waren von unschätzbarem Wert! Und ich fand durch die Christliche Wissenschaft bewirkte Heilungen auf JSH-Online.com, die zeigten, wie viele Menschen vor mir sich diesem Problem gestellt, gebetet und vollkommene Heilung erlangt hatten.

Ich wusste, dass ich geheilt werden würde. Warum? Weil ich andere Heilungen erlebt hatte und durch mein Studium der Christlichen Wissenschaft wusste, dass es nur ein Gemüt, Gott, gibt, der in Wahrheit die einzige Ursache ist. Jeder von uns ist von Gott erschaffen und eins mit Ihm, und dieser Bund ist unzerstörbar und undurchdringlich. Ich erklärte täglich, dass ich von der Wahrheit ungetrennt und durch keine menschlichen Hypothesen verfälscht und beschränkt bin, wie es in der erklärenden Bemerkung im Vierteljahresheft der Christlichen Wissenschaft heißt. Sie bezieht sich auf die Bibellektion, die in den Sonntagsgottesdiensten der Christlichen Wissenschaft verlesen wird, doch ich wusste, dass die Wahrheit in dieser Aussage auch auf meine geistige Identität zutraf. Ich hielt im Gebet sehr an dieser Aussage fest. Täglich arbeitete ich daran, in meinem geistigen Verständnis zu wachsen.

Eines Tages wurde mir bewusst, dass ich nicht nur für mich um Heilung betete. Ich verstand, dass ich bei meinem geistigen Wachstum wahre Weiblichkeit demonstrierte und auf bescheidene Weise zur Heilung dieser Vorstellung von Krankheit für die ganze Menschheit beitrug.

Ich musste erkennen, dass es nicht um „meinen“ Glauben an Krebs ging, und ich durfte die Situation nicht auf mich beziehen. Irrige Vorstellungen sind vollkommen unpersönlich. Krebs ist eine Behauptung, die nichts mit Gottes Menschen zu tun und keinen Wahrheitsgehalt hat. Das Festhalten an geistiger Wahrheit löst irrige Ansprüche auf. Mein Denken bewegte sich von einer auf mich gerichteten Sichtweise zur selbstlosen Betrachtung von Weiblichkeit auf uneingeschränkte Weise und einem besseren Verständnis von der Unwirklichkeit dieses Glaubens, doch ich musste noch weiterwachsen.

Ich hatte fast täglich mit Angst und Zweifeln zu kämpfen. Mein Mann, der unserer Kirche nicht angehört, unterstützte mich bei meiner Herangehensweise, doch er wollte auch, dass ich mir den Weg offenhielt, wenn nötig medizinische Hilfe in Anspruch zu nehmen. Der Gedanke an dieses „Wenn nötig“ versetzte mich in Angst. Das Problem hielt über Monate an und ich wurde mutlos.

An einem Punkt kam ich zu dem Schluss, dass der nächste Schritt ein Besuch beim Arzt war. Beim Treffen einer Arbeitsgruppe wollte ich eine Ärztin ansprechen und einen Termin bei ihr vereinbaren. Doch ich hatte keine Gelegenheit dazu und es fühlte sich auch nicht richtig an. Als ich über eine mögliche Untersuchung nachdachte, wurde mir klar, dass ich das Ebenbild Gottes, des Guten, bin, also konnte kein Problem zu sehen sein. Ich war in Wahrheit ohne Makel. Nun wusste ich die Antwort auf ein „Wenn nötig“, und mein mentales Dilemma war geheilt.

Ich erfreute mich an der Tatsache, dass allein Gott, das göttliche Gemüt, regiert und nicht wir. Ich setzte die christlich-wissenschaftliche Behandlung von einer Praktikerin der Christlichen Wissenschaft noch mehrere Monate lang fort und arbeitete beharrlich daran, mein wahres Selbst als makellose Tochter Gottes zu demonstrieren.

Dann verschwand der Knoten, doch später wurde mir klar, dass ich die vollständige Heilung noch nicht bereitwillig angenommen hatte. Ich hegte immer noch Gedanken über diese Krankheit, und da ich die Materie ständig nachprüfte, wurden mir damit verbundene Dinge bewusst, die nicht richtig waren. Ich musste weitere Zweifel und schlimme Vorstellungen überwinden.

Beim Lesen der Bibellektion fiel mir eines Tages diese Stelle aus Wissenschaft und Gesundheit besonders ins Auge: „Manche Menschen ergeben sich nur langsam der Berührung der Wahrheit. Wenige ergeben sich kampflos und vielen widerstrebt es zuzugeben, dass sie sich ergeben haben; aber wenn man dieses Zugeständnis nicht macht, wird das Böse sich rühmen, über dem Guten zu stehen. Der Christliche Wissenschaftler ist angetreten, das Böse, Krankheit und Tod zu vermindern; und er wird sie durch das Verständnis ihres Nichtseins und der Allheit Gottes oder des Guten überwinden“ (S. 450). Absolut richtig! Das war die Antwort auf meine Gebete.

Ich dachte über die Punkte in diesem Zitat nach und machte sie mir zu eigen. Ich verstand, dass ich die vollständige Heilung akzeptieren und bestätigen musste. Ich ließ diese Offenbarung in mein Denken ein und damit alle schlimmen Vorstellungen los – von Krebs, der Befürchtung, die Demonstration nicht vollständig zu erbringen, und einem Mangel an Zuversicht in Heilung im Allgemeinen. Ich musste jeden einzelnen dieser Gedanken loslassen und nur für Gottes Botschaften offen sein.

Und so hat die Wahrheit mich befreit. Die Irrtümer im Denken waren zerstört, also konnte es keine Überbleibsel geben. Am folgenden Morgen erkannte und sagte ich mit Überzeugung: „Alles in Ordnung.“ Ich hatte meine Freiheit! Ich spürte, dass meine letzte Sorge über die Heilung ausgeräumt war; ich wusste es tief im Herzen. Kurz darauf waren auch die letzten Anzeichen der Krankheit verschwunden. Die Heilung ist nun mehr als ein Jahr lang vollständig.

Ich bin sehr dankbar für das Geschenk der Christlichen Wissenschaft, die zeigt und beweist, dass Gott unser wahrer Arzt ist. Ich bin so dankbar für alle, die die Christliche Wissenschaft studieren und praktizieren und menschliche Überzeugungen durch Gebet zerstören. Durch jeden Beweis der Heilung tragen wir zur Heilung der ganzen Menschheit bei, nicht nur von uns selber. Das ist enorm!

Alice Chedister Ellis
Newport, North Carolina, Vereinigte Staaten

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Die Mission des Herold

Der Herold der Christlichen Wissenschaft ist dazu da, die gute Nachricht zu verkünden, daß Gott tatsächlich Himmel und Erde erfüllt. Als „Herold“ trompetet er die herrlichen Tatsachen des Lebens hinaus — er bringt die Botschaft von der Schönheit und Unschuld des geistigen Universums Gottes. Diese Tatsachen *müssen* berichtet werden. Und wenn freudig, mutig und mit Überzeugung über sie berichtet wird, heilen sie. Sie erlösen. Sie erquicken das Leben.

Mary Metzner Trammell, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, Januar 1996

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