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Original im Internet

Mary Baker Eddys Revisionen von Wissenschaft und Gesundheit

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 12. September 2019


„Eine Lüge, die man auf sich beruhen lässt, ist nicht so bald zerstört, wie wenn man ihr mit Wahrheitserklärungen entgegentritt“ (Mary Baker Eddy, Die Erste Kirche Christi, Wissenschaftler, und Verschiedenes, S. 130).

Wenn jemand Ihnen sagte, dass Mrs. Eddy vorhatte, die Kirche aufzulösen, an deren Gründung sie ihr Leben lang gearbeitet hat, würden Sie es vermutlich nicht glauben. Aber wenn er behauptete, dass mehrere Bestimmungen im Handbuch der Mutterkirche gerade das bezwecken, wundern Sie sich vielleicht. Mehr Fakten würden jedoch die Böswilligkeit dieses Arguments schnell bloßlegen.

Sie erkennen die Lüge, wenn Sie diese frei verfügbaren Informationen betrachten (siehe zum Beispiel Artikel der Reihe „Eine Kirche, die bestehenbleibt“, die 1983 im Herold veröffentlicht wurden). Dann wissen Sie, dass nicht die Gründerin die Mutterkirche auflösen wollte, sondern die Person, die die Lüge verbreitete! Aufmerksames, wachsames Gebet und wahrheitsgetreue Berichterstattung haben diese teuflische Kampagne der Vergangenheit vollständig aufgedeckt und ausgeräumt.

Doch stellen Sie sich vor, jemand würde Ihnen sagen, dass die erste Ausgabe von Wissenschaft und Gesundheit von Mary Baker Eddy geistige Wahrheitsgedanken einer solchen Reinheit enthält, dass sie Heilung bewirkt, wie sonst keine andere Ausgabe. Die Person, die das sagt, behauptet, dass die Verfasserin diese Wahrheitsprinzipien in späteren Ausgaben verborgen hätte, doch dass die Welt in dem Maße gewachsen sei, dass sie nun die direkten, ungebremsten Auswirkungen empfangen könne. Würden Sie das glauben?

Wiederum ist Klarheit vonnöten, die daraus erwächst, wenn man die Methode des Bösen geistig versteht, um das Netz attraktiver Halbwahrheiten und ungeheuerlicher Lügen aufzulösen. Unschuldige Leute geraten gelegentlich in die Fänge solcher Lügen, indem sie meinen, dass alles besser wäre, wenn sie nur zur guten alten Zeit zurückkehren könnten. Und manchmal gibt es den menschlichen Wunsch, Geheimnisse zu kennen, die anderen nicht zugänglich sind. Jemand könnte es außerdem für denkbar halten, dass die mehreren Hundert Revisionen von Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift die frische Kraft der ursprünglichen Entdeckung abgeschwächt haben.

Doch wie dachte die Verfasserin selbst darüber? Zunächst muss man sagen, dass eine literarische Revision nicht ihr Hauptziel war. Sie wollte ihre ursprüngliche geistige Entdeckung so klar wie möglich darstellen. Sie schrieb: „Ich habe Wissenschaft und Gesundheit nur revidiert, um die ursprüngliche Bedeutung des Buches klarer und besser zum Ausdruck zu bringen“ (Wissenschaft und Gesundheit, S. 361). 

Mrs. Eddy sagte ferner, dass die erste Ausgabe vom Herausgeber verdorben worden war, „und die Schüler sollten sie nicht im Gedächtnis haben“ (Irving C. Tomlinson, Zwölf Jahre mit Mary Baker Eddy, S. 102).

Dementsprechend bezeichnete sie ihre neueste bzw. letzte Ausgabe von Wissenschaft und Gesundheitals den wirksamsten Lehrer des wissenschaftlichen bzw. metaphysischen Heilens. Sie erklärte: „Was ich vor etwa fünfundzwanzig Jahren über die Christliche Wissenschaft schrieb, betrachte ich nicht als maßgebend für den heutigen Schüler dieser Wissenschaft. Der beste Mathematiker hat bei seinen ersten Studien oder Entdeckungen noch nicht das volle Verständnis des Prinzips der Mathematik erlangt. Daher wäre es weise, nur diejenigen meiner Lehren anzunehmen, von denen ich weiß, dass sie richtig und den gegenwärtigen Forderungen angemessen sind“ (Verschiedenes, S. 237).

Mrs. Eddys Revisionen von Wissenschaft und Gesundheit enthielten einige der tiefsten Lektionen ihres Lebens. Durch schwere Erfahrungen lernte sie die Notwendigkeit für die Vergeistigung und Christianisierung derer, die metaphysische Wahrheit erfassen und die Christliche Wissenschaft praktizieren wollen. Ohne diese geistige Erziehung meinte das menschliche Gemüt, die Wahrheit des einen Gemüts zu verstehen, wenn es vielmehr selbstzufrieden war und sein eigenes Konzept des einen Gemüts verwendete. Das hätte Sünde und menschlichen Willen in neuen Schülern zugelassen, und so wäre deren ursprüngliche Freude über die geistige Erkenntnis schnell getrübt und zerstört worden.

Die Tatsache ist, dass nur die Jahre präzisen geistigen Gehorsams, die die Verfasserin ihren Revisionen gewidmet hat, ein Lehrbuch ermöglicht haben, das das christlich-wissenschaftliche Heilen in einem Zeitalter hochhalten und steigern kann, in dem der Materialismus subtiler denn je versucht, das menschliche Denken zu dominieren. Wir haben das Lehrbuch, das wir brauchen – die endgültige Ausgabe. Es ist ein Lehrbuch, das die Bibel erhellt und bei dem (wie die Verfasserin es in Wissenschaft und Gesundheit, S. xii ausdrückt) ehrliche Sucher nach Wahrheit heute zu dem Schluss kommen, dass es die größten Bedürfnisse der Menschheit stillt.

Allison W. Phinney

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Michael Pabst, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, Februar 1997 

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