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Original im Internet

Vor Schaden bewahrt

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 24. Mai 2019


In einem Lied von Mrs. Eddy heißt es: „Durch Deine Liebe leben wir, / Da Liebe Leben ist“ (Vermischte Schriften 1883–1896, S. 387). Ich habe die Wahrheit dieser Worte in meiner eigenen Erfahrung bewiesen. Während meines Militärdienstes war ich als Geheimagent mit der Untersuchung interner Sicherheitsangelegenheiten befasst. Ich arbeitete in einer Abteilung, die observiert wurde, und war der einzige Zeuge. Ich sollte beweisen, dass Frachtbriefe gefälscht wurden, und wenn möglich gestohlene Waren bei Ausübung der Tat sicherstellen.

Während dieser Zeit musste ich zweimal wöchentlich einen Sattelschlepper mit Anhänger fahren. Verschiedentlich wurden sowohl die Zugmaschine als auch der Packwagen manipuliert. Ein anderes Mal wurde auch die Fahrtüchtigkeit unsers Familienautos manipuliert. Bei diesen Vorfällen kam niemand zu Schaden. Ich wurde aber unter militärischen Schutz gestellt.

Es ging so weit, dass ich den in der Luft liegenden Hass greifbar fühlen konnte, wenn ich mit vier oder fünf anderen Männern zusammen war – er lag fast sichtbar wie ein Nebel über uns. Ich sollte auch bei der Verfolgung eines Freundes mitwirken, dessen Familie uns sehr nahestand.

Die Lage war so ernst, dass ich einen Praktiker der Christlichen Wissenschaft um gebetvolle Unterstützung bat. Etwa zu der Zeit wurde ich krank und musste zwei Tage später das Bett hüten. Während ich das durchmachte, empfand ich keinerlei Furcht, außer in einem einzigen Augenblick. Es war spätabends, als ich das Bewusstsein zu verlieren begann und das Gefühl hatte, den Körper zu verlassen. Für den Bruchteil einer Sekunde war ich erschrocken. Ich ergab mich nicht dem Sterben, aber ich empfand die Kälte des Todes. Die im ersten Satz dieses Zeugnisses zitierte Wahrheit wurde mir lebhaft bewusst und ich merkte, wie ich wieder zu mir kam. Unfähig, mich zu bewegen, lag ich da, als ich die Engelsbotschaft aus Wissenschaft und Gesundheitempfing: „Erhebe dich in der Stärke des Geistes, um allem zu widerstehen, was dem Guten unähnlich ist“ (S. 393). Ich gehorchte dem Befehl und stand auf. Ich weiß nicht, wie ich aufstand, aber als ich die Schlafzimmertür erreicht hatte, war ich geheilt.

Die Heilung von diesem akuten Krankheitsanfall heilte auch zum großen Teil den Hass, der vorher gegen mich zum Ausdruck gekommen war.

Ein paar Tage später allerdings, als ich am Samstagmorgen mit der Überprüfung einiger Unterlagen über oft gestohlene Artikel beschäftigt war und schon gut eine Dreiviertelstunde allein gearbeitet hatte, ging ich in einen Tiefkühlraum mit Temperaturen um -25 °C, um eine bestimmte Ware zu überprüfen. Ich trug meine normale Kleidung und hatte die äußere Tür angelehnt und die innere offen gelassen. Ich befand mich im hinteren Teil des Raums beim Zählen, als ich hörte, wie die innere Tür zugeschlagen wurde. Sofort fing ich an zu rufen, um demjenigen, der das getan hatte, zu signalisieren, dass ich in dem Raum war, und machte mich auf den Weg zur Tür. Gerade als ich die äußere Tür erreichte, hörte ich, wie sie verriegelt wurde. Da wusste ich, dass ich eingesperrt war.

Ich rief laut und trat gegen die Tür. Sie öffnete sich etwa einen Zentimeter, aber der Bolzen gab nicht nach. Nach drei oder vier Versuchen war mir klar, dass derjenige, der das getan hatte, wusste, dass ich eingeschlossen war. Ich wusste auch, dass vor Montagmorgen niemand dort vorbeikommen würde. Dann wandte ich mich an Gott um Hilfe. Ich schloss die innere Tür und kauerte mich in eine Ecke, denn ich fror bereits ziemlich. Ich betete um Führung, denn ich wusste, dass das göttliche Gemüt mir zeigen würde, was ich wissen und tun musste.

Ich dachte über den Satz von Mrs. Eddy nach: „Gute Gedanken sind ein undurchdringlicher Panzer; damit angetan, seid ihr gegen die Angriffe des Irrtums jeder Art vollständig geschützt“ (Die Erste Kirche Christi, Wissenschaftler und Verschiedenes, S. 210). Ich wusste, dass nur gute Gedanken vom göttlichen Gemüt kommen können, weil Gott allein die Quelle alles Guten ist. Dies ließ mich daran denken, dass Gott Liebe ist und wie die Liebe uns beschützt, führt und bei allen rechtmäßigen Bemühungen leitet. Ich wusste, dass derjenige, der mich eingesperrt hatte, auch unter diesem Einfluss der Liebe steht. In diesem Augenblick stand der Name dieses Menschen so deutlich vor mir, dass ich ihn aussprechen konnte. Ich verspürte keinen Hass gegen ihn; ich konnte ihn einfach nicht hassen. Ich wusste, dass er seine Freiheit zu bewahren versuchte und keine andere Möglichkeit sah, und ich empfand aufrichtiges Mitgefühl für ihn.

Etwas später (wie sich herausstellte, am Nachmittag) hörte ich jemand an der Tür. Ich schlug gegen den inneren Türgriff, um demjenigen zu bedeuten, dass ich da drin war. Die Tür war zu dick, als dass man ordentlich durch sie hätte hören können, auch lautes Rufen nicht. Der Mensch ging weg und kam nach etwa zehn Minuten zurück und entriegelte die Tür. Es war der gleiche, der mich eingeschlossen hatte.

Als ihm später der Prozess gemacht wurde, erfuhr ich von ihm, dass er mich sterben lassen wollte, weil er meinte selber davonzukommen, wenn ich beseitigt würde. Er sagte, dass eine unerklärliche Macht ihn gezwungen hatte zurückzukommen, ins Büro einzubrechen, die Schlüssel zu holen und mich freizulassen – und das alles völlig gegen seinen eigenen Willen.

Während der folgenden Untersuchungen und im Gerichtsverfahren brauchte ich persönlich gegen niemanden auszusagen.

Erfahrungen wie diese, körperliche Heilungen, das Vorrecht anderen helfen zu dürfen, in einer Zweigkirche mitzuarbeiten und einfach die Freude Christlicher Wissenschaftler zu sein, machen mich jeden Tag immer dankbarer für die Christliche Wissenschaft.

George D. Wallett
Fort Worth, Texas, Vereinigte Staaten

Gerne bestätige ich die Erfahrungen meines Mannes. Bei seiner Krankheit war ich bei ihm, und die Kinder waren mit mir in unserem Auto, als wir feststellten, dass es manipuliert worden war. Wir sind wunderbar beschützt worden. Die ganze Familie war während der Zeit auf der Militärbasis auch unter Beobachtung. Ich wusste von allem, was vor sich ging.

Ich bin äußerst dankbar, dass wir die Christliche Wissenschaft in unserer Familie haben.

Ruth Wallett

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Die Mission des Herold

Mrs. Eddys göttlich inspirierte Erklärung der Mission des Herolds der Christlichen Wissenschaft, der im Jahre 1903 gegründet wurde, ist zu einem Symbol für die weltumfassenden Tätigkeiten der christlich-wissenschaftlichen Bewegung geworden. Ihre Worte erscheinen als Inschrift an der Vorderseite der Christlich-Wissenschaftlichen Verlagsgesellschaft. Sie lauten: „Die allumfassende Wirksamkeit und Verfügbarkeit der Wahrheit zu verkünden.“ Der Herold ist ein greifbarer Ausdruck des Wunsches unserer Führerin, die unschätzbare Kenntnis der Wissenschaft des Lebens an die ganze Menschheit weiterzugeben. Sie erkannte, dass der Tröster „zur Heilung der Völker“ gekommen war.

– Alfred F. Schneider, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, September 1977

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