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Original im Internet

Für Kinder

Wachsen und zunehmen

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 22. Januar 2019


Nachdem Norman die Tabelle an der Wand seines Schulzimmers gelesen hatte, zeigte er ein bestürztes Gesicht. Es war eine lange Liste mit den Namen aller Kinder seiner Klasse. Sie war in Spalten aufgeteilt, und hinter jedem Namen standen zwei Zahlen. Die eine gab die Größe des Kindes an, die andere sein Gewicht.

Neben seinem Namen war in roter Tinte „Untergewicht“ vermerkt worden. Dies bedeutete, dass Norman nicht so viel wog, wie die meisten Jungen seiner Größe und seines Alters.

Die Mutter schien sich über diese Nachricht keineswegs zu beunruhigen. Stattdessen sagte sie zu Norman: „Vergessen wir doch, was die Waage angegeben hat, und denken wir lieber über das Gute nach, das wir durch das Studium der Christlichen Wissenschaft gelernt haben. Hol mal deine Bibel, wir wollen etwas über Wachsen und Zunehmen lesen.“

Norman las aus dem ersten Buch Mose vor, dass Gott den Menschen „nach seinem Bild“ schuf. Er las, wie Gott sah, dass Seine ganze Schöpfung „sehr gut“ war. Die Mutter erklärte ihm, dass man das wahre Kind Gottes nicht auf einer Waage wiegen und nicht nach Pfunden berechnen kann.

„An Gehorsam und Liebe musst du zunehmen“, sagte sie zu Norman. „Das ist wahres Zunehmen. Du wirst dadurch geistig stark werden und im Guten wachsen.“

Im Lukasevangelium las Norman die Geschichte, die uns das beste Beispiel von Wachsen und Zunehmen gibt. Es ist die Geschichte Jesu, der uns zuerst als Baby in Bethlehem erschien. Lukas sagt: „Das Kind aber wuchs und wurde stark im Geist.“ Die wahre Stärke Jesu lag in seinem Verständnis Gottes. Weiter las Norman, wie Jesus als Junge „an Weisheit, Größe und Gnade“ zunahm“ (Lukas 2:40, 52).

Weisheit muss an erster Stelle stehen, denn sie war der wichtigste Teil von Jesu Wachsen. Norman begann zu verstehen, wie man wahre Größe und Zunahme misst.

„Die Gestalt Jesu war wahrhaft normal“, sagte die Mutter. „er wusste, dass seine Vollkommenheit sein wahrer Zustand war und dass Gottes Kind niemals etwas Geringeres als diese Vollkommenheit zum Ausdruck bringen kann.“

Die darauffolgenden Worte berichteten, dass Jesus zunahm an „Gnade bei Gott und den Menschen“. Er spürte Gottes Liebe und zeigte sie anderen in so zärtlicher Weise, dass diese nicht umhin konnten, ihn zu lieben. Als Norman die Geschichte beendet hatte, sah er mit einem Lächeln auf.

„Jetzt verstehe ich, warum Jesus auf verschiedene Art zunahm“, sagte er. „Er gehorchte immer der Liebe.“ Dann überschattete sich sein Gesicht. „Aber was soll ich sagen, wenn ich in der Schule wieder gewogen werde?“, fragte er die Mutter.

„Wenn du das, was du in der Christlichen Wissenschaft gelernt hast, richtig anwendest, dann wirst du ganz sicher in der rechten Weise zunehmen“, antwortete sie ihm. „Du kannst mehr in der Bibel und in Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift lesen, jeden Tag! Du kannst deine Aufgaben für die Sonntagsschule gut lernen. Du kannst in der Schule bessere Arbeit leisten und hier zu Hause bereitwilliger mithelfen. Das ist wahres Zunehmen, und wenn du arbeitest, kannst du versichert sein, dass du geistig zunehmen wirst. Hier ist ein wunderbarer Gedanke, der dir dabei helfen wird.“ Sie las ihm aus dem Buch Vermischte Schriften 1883–1896 von Mary Baker Eddy vor: „Ich will ein Übergewicht auf der Seite des Guten, meines wahren Seins, gewinnen“ (S. 104).

„Jetzt verstehe ich“, sagte Norman, „alles Gute, das ich gewinne, wird auf der rechten Seite ins Gewicht fallen.“

Jeden Tag gehorchte Norman, ohne sich zu beklagen. Er war so bestrebt, an Mut, Geduld und Liebe zuzunehmen, dass er keine Zeit fand, darüber nachzudenken, was die Waage in der Schule angegeben hatte.

Als später hinter Normans Namen ein befriedigender Vermerk über sein Gewicht erschien, lächelte er glücklich, weil er wusste, dass sein wirklicher Gewinn das Zunehmen des „Übergewichts auf der Seite des Guten“ war.

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Die Mission des Herold

Mrs. Eddys göttlich inspirierte Erklärung der Mission des Herolds der Christlichen Wissenschaft, der im Jahre 1903 gegründet wurde, ist zu einem Symbol für die weltumfassenden Tätigkeiten der christlich-wissenschaftlichen Bewegung geworden. Ihre Worte erscheinen als Inschrift an der Vorderseite der Christlich-Wissenschaftlichen Verlagsgesellschaft. Sie lauten: „Die allumfassende Wirksamkeit und Verfügbarkeit der Wahrheit zu verkünden.“ Der Herold ist ein greifbarer Ausdruck des Wunsches unserer Führerin, die unschätzbare Kenntnis der Wissenschaft des Lebens an die ganze Menschheit weiterzugeben. Sie erkannte, dass der Tröster „zur Heilung der Völker“ gekommen war.

– Alfred F. Schneider, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, September 1977

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