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Original im Internet

Wie können wir Furcht meistern?

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 2. September 2019


Einige junge Erwachsene gaben mir gegenüber zu, dass Furcht ganz oben auf der Liste ihrer Sorgen steht, ob konkrete Dinge, Unsicherheit über den nächsten Schritt in ihrem Leben oder allgemeine Angst und ein Mangel an Selbstsicherheit. Was kann man da machen?

Natürlich ist dieses Problem nicht auf einen bestimmten Teil der Bevölkerung beschränkt. Diese Unterhaltung setzte die Überlegung in Gang, was ich mache, wenn ich Angst habe. Zum Beispiel befördere ich regelmäßig Pferde in einem Pferdetransporter; manchmal über weite Strecken. Allein der Gedanke an eine bevorstehende Fahrt setzte oft sorgenvolle Vorstellungen in Gang, was alles schief gehen könnte: all die Dinge, die man für die Versorgung von Pferden unterwegs braucht, die Sicherheit auf den Straßen und so weiter. Manchmal dachte ich sogar daran, eine Fahrt abzusagen, weil ich so große Angst hatte.

Doch da es selbstverständlich für mich ist, Gott um Hilfe zu bitten, habe ich viel über diese Angst gebetet. Meine Gebete gründeten sich auf einige Verse aus der Bibel. Der erste lautet: „Die vollkommene Liebe treibt die Furcht aus“ (1. Johannes 4:18).

Das ist beruhigend, wirft aber auch Fragen auf. Was genau ist denn „vollkommene Liebe“? Wie können wir sie erkennen?

Die Frage nach dem Was wird einige Verse davor beantwortet: „Gott ist Liebe“ (1. Johannes 4:8). Wenn ich an Gott als göttliche Liebe denke, kann ich mir nichts Vollkommeneres vorstellen. „Vollkommene Liebe“ handelt von Gottes Liebe zur ganzen Schöpfung – uns, Seine Kinder, eingeschlossen. Und ich habe gelernt, dass ein Verständnis davon, was es bedeutet, von Gott geliebt zu sein, sehr dabei hilft, Angst zu überwinden.

Dabei fällt mir ein Bild eines Hirten ein, das ich mal gesehen habe. Er stand bei Sonnenaufgang still und aufrecht da, umgeben von den Schafen. Er war aufmerksam, fürsorglich, wachsam. Seine Schafe vertrauten ihm. Die meisten lagen ruhig da und verließen sich darauf, dass ihr Hirte sie beschützte.

Mary Baker Eddy, die Entdeckerin der Christlichen Wissenschaft, nannte in ihrem Buch Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift die göttliche Liebe unseren Hirten in einer Auslegung des 23. Psalms in der Bibel. Sie versichert uns dort: „Und wenn ich auch wandere im finsteren Tal, fürchte ich kein Unglück; denn [Liebe] ist bei mir“ (S. 578). Die Verheißung, dass die alles umfangende, unterstützende, leitende Gegenwart der göttlichen Liebe selbst in den schlimmsten Umständen für uns da ist, hilft uns, Furcht zu überwinden. Wir können an Gott, unseren göttlichen Hirten, denken, der mit wundervoller Liebe Wache über uns hält.

Dieser Hirte hält Seine gesamte geistige Schöpfung sicher, leitet uns achtsam und deckt jeden Bedarf. Wir können diese geistige Wahrheit überall mit hinnehmen.

Im Laufe der Jahre habe ich auf diese Weise gebetet, wenn Angst oder Furcht aufkam, und war sicher, dass mein göttlicher Hirte, Gott, jeden Bedarf decken und uns beschützen wird. Und jedes Mal ist die Furcht einfach verschwunden, sodass der Weg für angstfreie und sichere Fahrten geebnet war.

Dieses einfache Beispiel war mir bei schlimmeren Ängsten eine große Stütze. Zwar sind einige Ängste schwerer zu überwinden als andere, doch die Erkenntnis, dass wir einen göttlichen Hirten haben – der noch dazu die unendliche Liebe ist –, kann Ängste mit der schönen Sicherheit ersetzen, dass wir ganz und gar versorgt sind. Und zwar immer.

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Michael Pabst, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, Februar 1997 

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