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Original im Internet

Ansteckung den Weg versperren

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 3. August 2020


Die meisten Menschen assoziieren Ansteckung mit Krankheit und Leiden. Einige sind überzeugt, dass sie jeden Winter eine Erkältung oder Grippe bekommen werden; andere wurden davor gewarnt, dass eine Epidemie einer ansteckenden Krankheit bevorsteht, und wieder andere sind so in Hygiene und Gesundheitsgesetze verstrickt, dass sie praktisch überall Gefahren von Ansteckung sehen.

Ganz andere sind beruflich mit Ansteckung befasst. In diese Gruppe fallen Gesundheitsexperten, die mit Infektionskrankheiten zu tun haben, und diejenigen, die damit beauftragt sind, das breite Band an Produkten zur Eindämmung und Verhütung dieser Krankheiten zu entwickeln, herzustellen und zu vermarkten.

Doch nicht nur Krankheit wird auf Ansteckung zurückgeführt. Auch Berichte in den Nachrichten mit Themen wie Selbstmord, Gewalt und Protestverhalten lassen uns häufig darüber nachdenken, ob diese nicht ansteckend sind. Das kann sehr überzeugend wirken.

Wie sollten wir also über Ansteckung denken? Als Erstes müssen wir bedenken, dass Christus Jesus Krankheiten aller Arten geheilt hat, von den bösartigsten bis zu den einfachsten. Er wusste, dass Gott und nicht Krankheit die erhabene Macht ist. Durch sein Leben und seine Mission zeigte er, dass es keine Grundlage für physische Ursachen oder Wirkungen gibt. Er sagte: „Der Geist ist es, der lebendig macht; das Fleisch ist nichts nütze“ (Johannes 6:63).

Ansteckung muss uns keine Angst machen. Gott ist das einzige Gemüt und der einzige Schöpfer, und Er hat uns als Seine reinen und vollkommenen Kinder erschaffen. In Wahrheit leben wir bereits in Harmonie mit Gott – „unter dem Schirm des Höchsten ... und unter dem Schatten des Allmächtigen“ (Psalm 91:1). Wenn wir das und die Tatsache verstehen, dass der Mensch eine dauerhafte, unzerstörbare geistige Beziehung zu Gott, Gemüt, hat, werden wir erkennen, dass wir kein von Gott getrenntes Gemüt haben können, und auch sonst niemand. Wir betrachten uns und andere nicht mehr länger als den Einfällen des sterblichen Denkens ausgesetzt. Wir werden verstehen, dass Ansteckung mental und nicht körperlich ist und dass der Mensch Ansteckung ebenso wenig unterliegt wie Gott.

Weder Hass, Gewalt noch Krankheit sind in Gottes Reich enthalten. Mary Baker Eddy erklärt in einem Artikel mit dem Titel „Ansteckung“, wie dieser menschliche Einfluss entsteht. Sie sagt: „Wenn wir im allgemeinen Strom des sterblichen Denkens treiben, ohne die Verlässlichkeit seiner Schlussfolgerungen in Frage zu stellen, tun wir, was andere tun, glauben, was andere glauben, und sagen, was andere sagen. Allgemeine Zustimmung ist ansteckend und macht Krankheiten übertragbar“ (Vermischte Schriften 1883–1896, S. 228).

Die Ermordung des israelischen Premierministers Yitzhak Rabin ist ein extremes Beispiel dafür, wie eine Art von Ansteckung, das Gift des Hasses, sich im Denken einnisten kann. Nur wenige Stunden nach der Beerdigung ihres Mannes umriss Frau Rabin dieses tragische Ereignis in seinem Kontext. Mit Hinweis auf die heftige und hetzerische Rhetorik der Gegner der Politik ihres Mannes, so erklärte sie vor Kameras in Israel, „gab es definitiv Anstachelung, die bereitwillig absorbiert wurde und einen Mörder gefunden hat ...“ (Chicago Tribune, 8. November 1995). Dieses Attentat wurde vermutlich von langer Hand geplant. In vielen Kreisen wurde ein Mord diskutiert, und religiöse Extremisten beteten öffentlich für Yitzhak Rabins Tod. Nur Tage vor dem Attentat verteilten Leute sogar Flugblätter, in denen „Engel des Todes“ aufgefordert wurden, Herrn Rabin niederzumachen. Der unglückliche Attentäter und seine Gehilfen fielen der giftigen Ansteckung von Hass und Furcht zum Opfer. Hasserfülltes Denken, das auf Rabins Tod gerichtet war, führte letztendlich zu dem Attentat.

Die allgemeine Furcht vor Ansteckung und der Einfluss plastischer Werbung verbreiten sich in derselben Weise über das nichtsahnende und ungeschützte Denken. Nicht Bazillen, Viren oder sonstige materielle Elemente, sondern diese mentalen Eindrücke führen zur Verbreitung von Krankheit. Angst vor Mikroben, Viren, Wetterbedingungen, persönlichem Kontakt usw. drücken sich ebenso in Krankheit aus, wie Hass zu Gewalt und sogar Mord führen kann.

Wenn wir mehr über geistige Ursachen verstehen, sind wir jedoch fähig, mehr von der Wahrheit von Jesu Worten zu demonstrieren: „Das Fleisch ist nichts nütze.“ Dann werden wir Ansteckung nicht mehr länger fürchten. Falls Ansteckung in unserem Leben Fuß gefasst hat, können wir sie als Eindringling abweisen, so wie die Mutter eines Sechstklässlers, als ihr Sohn eines Donnerstags mit Windpocken nach Hause kam.

Die Schulschwester erklärte der Mutter, dass die Lehrerin sich bei einem Gespräch besorgt gezeigt hatte, da die folgende Woche die letzte Woche des Schuljahres war und der Junge an Prüfungen teilnehmen musste, um in die nächste Klassenstufe kommen zu können. Er würde keine Gelegenheit erhalten, die Prüfungen nachzuholen. Die Schulschwester, die wusste, dass die Mutter Christliche Wissenschaftlerin ist, fragte, ob es überhaupt denkbar sei, dass der Sohn am Montag wieder zur Schule kommen könne, weil ja nun schon Freitag war. Die Mutter verstand, dass die Schulschwester von ihr erwartete, dass sie beten und gute Ergebnisse erlangen würde, und sagte, sie werde tun, was sie könne. Sie bat einen Praktiker der Christlichen Wissenschaft um Behandlung für ihren Sohn, und die Symptome hörten sofort auf, sich auszubreiten.

Doch die Mutter wusste, dass sie dem Praktiker nicht die ganze Verantwortung für die Heilung auferlegen konnte. Sie berichtet: „Ich verstand, dass ich mich energisch gegen den aggressiven Glauben an Ansteckung wehren musste. Ich erklärte fest, dass die wahre Identität meines Sohnes das Bild und Gleichnis Gottes ist. Aus diesem Grund konnte er Krankheit nicht unterliegen. Ich verstand seine Unschuld und Reinheit als Gottes geliebtes Kind sehr klar. Und ich betete, um zu erkennen, dass keine Macht ihn davon abhalten konnte, an seinem richtigen Platz zu sein.“ Am Montag war er gesund, und die Schulschwester erlaubte ihm die Teilnahme an den Prüfungen. Sie sagte, jede Gefahr von Ansteckung sei vorüber.

Um Ansteckung zu heilen und vorzubeugen, müssen wir beten, wie die Mutter dies tat, indem wir mit Gott und dem anfangen, was wir von Ihm wissen. Gebet, das sich auf ein klares Verständnis gründet, dass Gott, Geist, die große und einzige Ursache und unendliche Liebe, das einzige Gemüt und die einzige Intelligenz ist, ist wirksam. Mrs. Eddy weist darauf hin, wenn sie schreibt: „Wenn wir das Gebot unseres Meisters halten: ‚Sorgt euch nicht um euer Leben‘, werden wir niemals von körperlichen Zuständen, vom Körperbau oder von Körperfunktionen abhängig sein, sondern wir werden Herr über den Körper sein, ihm seine Bedingungen diktieren und ihn mit der Wahrheit formen und beherrschen.“ Und im nächsten Absatz fährt sie fort: „Es gibt keine Macht getrennt von Gott. Allmacht hat Allgewalt, und irgendeine andere Macht anerkennen bedeutet, Gott die Ehre zu versagen“ (Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift, S. 228).

Wenn die Wahrheit von Gottes Allmacht in unserem Denken etabliert ist und wir verstehen, dass Gott das einzige Gemüt und die einzige Intelligenz – das einzig wahre Bewusstsein – ist, können wir von Einflüssen wie Ansteckung nicht berührt werden. Die Beziehung des Menschen zu Gott als Sein geliebtes Kind ist dauerhaft, vollkommen und unzerstörbar. Somit hat der Mensch in Wirklichkeit kein Bewusstsein, das ein Opfer von Ansteckung werden kann.

Wenn wir unser Verständnis dieser Ideen erweitern, werden wir uns besserer Gesundheit erfreuen und frei von Ansteckung sein.

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Ich betrachte die Herolde und den Sentinel als den „gedruckten Paulus“, weil sie die Botschaft der universellen Verfügbarkeit der Wahrheit in die ganze Welt tragen. Ich muß aber hinzufügen, dass für den Christlichen Wissenschaftler in Übersee der Sentinel und der Herold weit mehr sind als Botschafter der Wahrheit; sie sind buchstäblich das Brot für den jeweiligen Tag und speisen die Christlichen Wissenschaftler mit der „Gnade“, die sie täglich durch das Gebet des Herrn suchen.

Howard Palfrey Jones, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, November 1969 

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