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Original im Internet

Trost und Harmonie während einer Selbstquarantäne

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 7. Mai 2020


Als ich vor vielen Jahren alleinerziehende Mutter mit zwei kleinen Töchtern war, lebten wir von dem Geld, das ich als Sekretärin verdiente. Damals machte an unserem Wohnort eine ansteckende Krankheit die Runde, und uns wurde nahegelegt, unsere Kinder fünf Wochen lang zu Hause in Quarantäne zu halten, auch wenn sie keine Krankheitssymptome aufwiesen.

Ich beteiligte mich freiwillig, um meine Familie und den Ort zu unterstützen, doch ich sehnte mich nach mehr Sicherheit als eine Quarantäne ermöglichen konnte. Wie sollte ich unsere Rechnungen bezahlen? Wie sollte ich fünf Wochen mit zwei lebhaften Kindern allein im Haus überleben? Was sollte ich machen, falls sie krank würden?

Ich bat Gott im Gebet um Antworten. Folgende machtvolle Versicherung aus der Bibel gab mir frische Inspiration: „Großen Frieden haben die, die dein Gesetz lieben; sie werden nicht straucheln“ (Psalm 119:165).

Ich fand eine Definition für „straucheln“, die u. a. sagte: „In Gefahr kommen zu fallen.“ Und mir fiel eine Definition von Gottes Gesetz in einem Buch von Mary Baker Eddy, der Entdeckerin der Christlichen Wissenschaft, ein. Sie lautet: „Gottes Gesetz ist in drei Worten enthalten: ‚Ich bin Alles‘; und dieses vollkommene Gesetz ist stets gegenwärtig, um jeden Anspruch eines anderen Gesetzes zurückzuweisen“ (Nein und Ja, S. 30). Ich verband diese beiden Ideen und argumentierte, dass Gott alles und somit allgegenwärtig ist – also kann es keine Gefahr geben, die mich in irgendeiner Hinsicht zu Fall bringen könnte. Alles Gute kommt von Gott, also meine Versorgung, Gesundheit, Harmonie, Sicherheit und mein Frieden.

Diese Antwort brachte mir viel Trost, und als ich mit den Gedanken betete, sah ich Anzeichen für dieses göttliche Gesetz. Das erste war, dass mein Arbeitgeber anrief und sagte, die Firma werde mein Gehalt weiterzahlen, während ich mir diese Auszeit mit meinen Kindern nahm. Außerdem fielen mir kreative Möglichkeiten ein, fröhliche und produktive Tage mit meinen Kindern zu verbringen, sodass die fünf Wochen harmonisch vergingen.

Doch ganz am Ende der Quarantäne erkrankten beide Kinder an der Krankheit. Während ich sie pflegte, suchte ich erneut Hilfe in der Bibel.

Diesmal war eine Geschichte über den Propheten Elisa meine Rettung (siehe 2. Könige 6:8–23). Elisas Bewusstsein von Gottes Allgegenwart hatte sein Volk zunächst vor Angriffen von dem Heer des syrischen Königs gerettet, indem es ihnen auswich. Doch dann war er an einem Ort namens Dotan von Soldaten umzingelt, die den Auftrag hatten, ihn gefangen zu nehmen.

Elisas Vertrauen auf die Allheit Gottes strauchelte keine Sekunde. Er erkannte, dass ein Feind uns umzingeln mag, doch Gott ist allüberall, und die göttliche Macht ist über alles erhaben. Statt einfach den Feinden zu entkommen, sprach Elisa ohne Furcht mit ihnen und führte sie an einen anderen Ort. Als ihnen klar wurde, wer Elisa war, hatten sie bereits Feindesland betreten. Elisa gab ihnen zu essen und schickte sie in Frieden nach Hause.

Auf einmal erkannte ich, dass wir göttlich dazu befähigt sind, Angst vor dem Feind (in diesem Fall Krankheit) direkt zu konfrontieren. Krankheit hat keine Macht, uns unsere Gesundheit zu nehmen, denn Gott ist alles und hat uns zu Seinem Ebenbild erschaffen: als geistigen Ausdruck von Gottes Reinheit und Güte. Und wir können diese geistige Wirklichkeit im eigenen Leben beweisen.

Ich weiß noch, wie schnell beide Kinder geheilt waren – es ging ihnen viel schneller wieder gut als bei der besagten Krankheit üblich war.

Wenn ich angesichts der gegenwärtigen Pandemie für alle Menschen bete, bin ich voll Dankbarkeit für die Allgegenwart Gottes, des Guten, um uns her. Jeder von uns kann auf Gott schauen und die Macht der Gesetze von Gottes Allheit fühlen, die uns von Furcht befreit und Heilung beflügelt.

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Ich betrachte die Herolde und den Sentinel als den „gedruckten Paulus“, weil sie die Botschaft der universellen Verfügbarkeit der Wahrheit in die ganze Welt tragen. Ich muß aber hinzufügen, dass für den Christlichen Wissenschaftler in Übersee der Sentinel und der Herold weit mehr sind als Botschafter der Wahrheit; sie sind buchstäblich das Brot für den jeweiligen Tag und speisen die Christlichen Wissenschaftler mit der „Gnade“, die sie täglich durch das Gebet des Herrn suchen.

Howard Palfrey Jones, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, November 1969 

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