In der Eingangshalle einer Kirche hörte ich: „Die Kirchen waren früher mal so voll!“ In derselben Woche hatten zwei Artikel in führenden Publikationen auf den „ständigen Rückgang“ der Besucherzahlen in Kirchen hingewiesen. Zu diesem Thema erscheinen immer wieder Meinungsbeiträge und Nachrichtenartikel, ganz zu schweigen von Äußerungen in den Kirchen selbst.
Christliche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler fühlen sich vielleicht gerechtfertigt, allerlei Gründe für die schrumpfenden Kirchengemeinden zu finden: Die Zeiten haben sich geändert; früher hatten die Menschen mehr Gottvertrauen; Materialismus und Widerstand gegen geistige Inhalte haben zugenommen; geistiges Heilen war einfacher, weil die medizinische Versorgung nicht so gut und so verbreitet war. Die Umstände und das Umfeld, in denen Kirchenmitglieder früher lebten, waren im Allgemeinen offener für Gebet.
Doch Christus Jesus und seine Nachfolgerinnen und Nachfolger wurden nicht nur mit dem Materialismus der griechischen und römischen Kultur konfrontiert, sondern auch mit den religiösen Gesetzen, Ritualen und dem Mangel an Gottesglauben ihrer Zeit. Dem materiellen Widerstand gegen Jesu geistige Lehren zum Trotz demonstrierten sie, dass Christus, Wahrheit, fähig ist, die empfänglichen Herzen in jedem Zeitalter zu erreichen, um problematische Zustände aller Art zu heilen. Jesus erklärte, dass der Christus, die erneuernde Kraft hinter seinen heilenden Worten, schon vor Abraham bestanden hatte und für immer bei uns ist, wo er jede scheinbare Hürde überwindet, die einem Verständnis der geistigen, vollkommenen Natur als Gottes Kind im Weg zu stehen scheint.