Als ich vor Jahren Vertretungsleiterin einer Gruppe war, deren Teilnehmende mit Alkoholismus kämpften, machte mich die Art, wie sie sich der Gruppe vorstellten, betroffen. Jede Person nannte ihren Namen, gefolgt von den Worten „und ich bin Alkoholikerin“ bzw. „Alkoholiker“. Ich verstand und respektierte zwar, dass dies als ein wichtiger Bestandteil der Behandlung betrachtet wurde, doch mir war nicht wohl dabei, dies als einzige Bezeichnung eines Menschen zu hören. Diese Zuordnung schien das ihnen zugrundeliegende Gute und die vielen positiven Eigenschaften in den Schatten zu stellen, die diese Personen ebenfalls für sich in Anspruch nehmen konnten. Als ich vorschlug, diese Identifizierung durch eine konstruktive Eigenschaft zu erweitern, schauten sie mich verständnislos an.
Ich musste an die Geschichte von Adam und Eva im zweiten und dritten Kapitel des ersten Buches Mose in der Bibel denken. Da sie glaubten, aus Staub, Materie, gemacht zu sein, hatten sie nur eine materielle Sichtweise von sich selbst und bezeichneten sich und ihre Nacktheit daraufhin als schändlich. Sie hatten keinen Sinn für das reiche, geistige Erbe des Guten und der Herrschaft, das im ersten Kapitel der Bibel festgehalten ist.
Der geistige Schöpfungsbericht in 1. Mose 1 sagt, dass der Mensch nach Gottes Bild und Gleichnis erschaffen wurde, Herrschaft hat und „sehr gut“ ist (siehe Vers 26, 27, 31). Somit liegt die wahre Identität einer und eines jeden von uns gemäß der Lehre der Christlichen Wissenschaft nicht in der angeblichen materiellen Schöpfung, sondern in dem Ausdruck des Geistes, Gottes.