Vor einiger Zeit hatte ich ein augenöffnendes Erlebnis, das mir ein besseres Verständnis der von Jesus gelehrten Wahrheit vermittelt hat. Ich konnte kaum atmen, und es gab Augenblicke, in denen ich befürchtete, nicht zu überleben. Als ich eine Praktikerin der Christlichen Wissenschaft um Hilfe durch Gebet bat, blieb sie liebevoll so lange am Telefon mit mir, bis die Krise vorüber war. Ich hielt mich an dem fest, was sie mir sagte, und dann beteten wir beide allein weiter.
Irgendwann in jener Nacht kam die Frage bei mir auf: „Akzeptierst du wirklich, was Christus Jesus durch seine Auferstehung für die Menschheit bewiesen hat? Er hat bewiesen, dass der Tod unwirklich ist. Glaubst du das von ganzem Herzen?“ Konnte ich Jesu Beispiel wahrhaftig akzeptieren? Als ich darüber nachdachte, erkannte ich, dass Leben die Wahrheit des Seins ist – meines Seins als Gottes Bild und Gleichnis. Jesus demonstrierte das ewige Leben, und ich konnte das definitiv als wahr akzeptieren.
Eine Sache, die mir ebenfalls klar wurde, war Jesu Beweis im Grab, dass „die Macht des Geistes ... den sterblichen, materiellen Sinn außer Kraft setzt“ (Mary Baker Eddy, Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift, S. 44). Und das tat er im Denken. Jetzt verstand ich meine Aufgabe: Ich musste akzeptieren, dass Gott mein Leben ist und dass Leben wirklich und der Tod die Illusion ist (siehe ebd., S. 428). Die Behauptung, mein Leben sei verwundbar und zeitlich begrenzt, war eine aggressive mentale Suggestion. Es war absolut unnötig, diese Suggestion zu akzeptieren.