Meine Tochter ist auf dem College, und ihr Pferd Leawood ist in einer nahe gelegenen Pferdepension untergebracht. Eines Tages im letzten Winter erhielt ich folgende Textnachricht von ihr:
„Hey, Papa, könntest du für Leawood beten? Der Tierarzt hat bei der Untersuchung etwas Blut abgenommen und gesagt, Leawood sei anämisch und habe nur wenige weiße Blutkörperchen. Es wurde gesagt, es könnte sich einfach um Borreliose handeln, oder aber um etwas wirklich Schlimmes, das man nicht behandeln könnte. Wir werden es erst wissen, wenn der Tierarzt auf Borreliose getestet hat.“
Ich antwortete: „Okay, ich werde für ihn beten. Beginnen wir damit, wie Gott ihn sieht – als einen wunderschönen, reinen, vollkommenen, geistigen Ausdruck des Göttlichen, ohne den geringsten Makel. Gott ist sein Leben.“
Ich fing an, jeden Morgen für Leawood zu beten. Zwar bete ich jeden Morgen für die ganze Familie, aber jetzt legte ich besonderen Wert darauf, Leawoods wahres, geistiges Wesen als Geschöpf Gottes, des göttlichen Geistes, zu bekräftigen. Die Bibellektion der Woche aus dem Vierteljahresheft der Christlichen Wissenschaft trug den Titel „Wahrheit“ (eine biblisch basierte Bezeichnung für Gott). Als ich die Lektion las, wurde mir klar, dass unsere Gebete nicht etwas wahr machen – Leawoods geistige Natur war bereits wahr! Und weil sie wahr war, musste ich keine langen, wortreichen Gebete machen. Ich konnte Frieden fühlen, indem ich in meinem Denken die Wahrheit über Leawoods Wesen als geistig und vollkommen festhielt.
Etwa eine Woche später erzählte mir meine Tochter, dass der Tierarzt festgestellt hatte, dass es sich nicht um Borreliose handelte und sie Leawoods Fall an einen Spezialisten überwiesen hätten, da es ziemlich schlimm aussähe. Der Spezialist hatte sich sehr negativ geäußert und wusste nicht, was er tun könnte, um zu helfen. Meine Tochter wirkte verängstigt – sie hatte Angst vor der Diagnose und vor den möglichen Behandlungskosten, die enorm in die Höhe schnellen konnten. Der Facharzt wollte noch eine Blutuntersuchung durchführen, und ich schlug vor, die Zeit damit zu verbringen, zu wissen, dass alle Beteiligten nur das sehen konnten, was wahr war, nur das, was Gott über Leawood wusste. Ich erzählte meiner Tochter, was ich sah – dass Leawoods wahres Wesen geistig, vollkommen, heil und frei war und dass unsere Gebete dies nicht erst wahr machten, sondern nur bekräftigten, dass es bereits wahr war. Ich klammerte mich wirklich an den Gedanken, dass es bereits wahr ist. Ich wollte nicht in die Falle tappen, das Gefühl zu haben, ich sei persönlich dafür verantwortlich, „hart genug“ zu beten, damit Heilung eintrete, als ob ich die Wahrheit noch wahrer machen müsste – oder könnte. Die Wahrheit ist immer wahr.
Etwa eine Woche später hatten wir folgenden Nachrichtenaustausch:
Tochter: „Gute Nachrichten! Leawoods Blutwerte sind diesmal gut ausgefallen! Der Tierarzt war wirklich überrascht und hatte keine Ahnung, warum sie letztes Mal so schlecht aussahen. Es geht ihm also ganz und gar gut :).“
Ich: „Super!“
Wir wissen, was geschehen ist – danke, Gott! Leawood ist ein wunderschöner, geistiger, harmonischer Ausdruck von Gottes Wesen. Das ist die Wahrheit. Wir können sie nicht wahr machen; wir geben lediglich die geistige Wirklichkeit wieder und erkennen sie an.
Kenneth Whitehead
Harper’s Ferry, West Virginia, Vereinigte Staaten
Ich bin Kenneths Frau. Als ich von Leawoods Situation erfuhr, wusste ich sofort, dass er stets in Gottes Obhut war und dass nichts ihm jemals Unbehagen bereiten noch ihn krank machen konnte. Er ist Gottes Pferd und nichts außer Gott kann den Ausdruck Gottes beeinflussen. Gott ist Alles, und Leawood, Seine Schöpfung, kann nichts anderes sein als vollkommen, unversehrt und frei. Liebe, Gott, herrscht, und menschliche Meinungen haben in Gottes Reich keinen Platz. Vollkommener Gott, vollkommener Mensch und vollkommenes Pferd.
Dawn Whitehead
