
Zeugnisse
Ich kann kaum passende Worte finden, um meine große Dankbarkeit für die Christliche Wissenschaft auszudrücken. Für mich ist sie wahrhaftig der Mittelpunkt meines L ebens.
Da ich in einer religiösen Familie aufwuchs, erkannte ich schon im schulpflichtigen Alter, daß unsere Religion viele Widersprüche und Mängel aufwies. Als ich die Schule verließ, befaßte ich mich mit Schriften der verschiedensten Geistesrichtungen, und auf der Suche nach der W ahrheit lernte ich die Christliche Wissenschaft kennen.
Als wir 1945 unsere Heimat verlassen mußten, kam ich in Gefangenschaft und wurde dort sehr krank. Ich mußte zweieinhalb Jahre in einem Gipsverband liegen; man sagte mir, ich hätte Knochentuberkulose.
Als Kind war ich in ständiger ärztlicher Behandlung, weil ich nur einen Lungenflügel und noch andere Komplikationen hatte. Ich konnte nicht mit anderen Kindern die Schule besuchen und mußte einmal drei Monate lang im Krankenhaus bleiben.
„Hier ist nicht Jude noch Grieche, hier ist nicht Knecht noch Freier, hier ist nicht Mann noch Weib; denn ihr seid allzumal einer in Christus Jesus“ (Gal. 3:28).
Meine tiefe Liebe zur Christlichen Wissenschaft drängt mich, einige meiner Erfahrungen weiterzugeben in der Hoffnung, daß sie andere dazu ermutigen mögen, nach dieser Wahrheit zu greifen. Der Geist der Wärme und Gastlichkeit, den die Mitglieder bei einer Mittwochabend-Zeugnisversammlung in einer Kirche Christi, Wissenschafter, zum Ausdruck brachten, die ich mit einer Freundin besuchte, führte mich zum Studium dieser wunderbaren Religion.
Als ich die Christliche Wissenschaft vor neun Jahren kennenlernte, war meine erste Heilung die von einer chronischen Stirnhöhlenentzündung, unter der ich mein ganzes Leben lang gelitten hatte. Ich hatte mich wegen dieses Leidens sogar einer Operation unterzogen.
„Berichtige die materielle Annahme durch geistiges Verständnis, und Geist wird dich neu bilden“, ist auf Seite 425 von Wissenschaft und Gesundheit zu lesen, und dies ist wirklich eine Erklärung demonstrierbarer Wahrheit, wenn man die grundlegenden Lehren der Christlichen Wissenschaft zu verstehen beginnt. Dieses Zeugnis stellt diese Tatsache unter Beweis, und ich möchte gerne erzählen, wie sich diese Wahrheit in meinem Leben verwirklichte.
Vor meiner Heirat hatte ich das Verlangen, einen Maßstab zu besitzen, nach dem ich meine Ehe führen konnte. Obwohl in meinem Elternhaus Liebe und gefestigte ethische Begriffe vorherrschten und wir auch einen schwachen Gottesbegriff hatten, wurde in religiöser Hinsicht meiner Erziehung nichts hinzugefügt.
Vor etwa sechs Jahren machten sich mein Mann und ich große Sorgen um unseren Sohn. Es schien, als ob die geistige und körperliche Kraft ihn verließe, so daß er nicht mehr fähig wäre, seine verantwortungsvolle Arbeit zu verrichten.