Der Aufruf des Apostels Paulus im zweiten Brief an die Römer: „Verändert euch durch Erneuerung eures Sinnes,” hat in der allgemein angenommenen Theologie in etymologischer Deutung zu der Anschauung Anlaß gegeben, daß die Erneuerung, die Wiedergeburt ein Verfahren sei, in welchem der alte Mensch einfach gereinigt und neu gekleidet ist; die Form, Erscheinung, Umstände und Tätigkeiten sind alle neu, doch der wesentliche Bestandteil bleibt. Was „in Sünden empfangen und geboren wurde,” ist rein und Christusgleich gemacht; der verstockte Sünder ist in ein Kind Gottes verwandelt! Dieser gewöhnlich gehegte Glaube löst sich in der einfachen Behauptung auf, daß das Böse zum Guten umgestaltet werden kann, und der selbstzufriedene Materialist drückt sich in ähnlicher Weise aus.
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