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Die Bestimmung unsrer Zeitschriften

Aus der Juni 1947-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft


Wer könnte die Bestimmung unsrer Zeitschriften klarer und endgültiger festlegen als diejenige, unter deren erleuchteter Weisheit sie gegründet wurden—Mary Baker Eddy—unsre geliebte Führerin, die zugleich demütige und kühne Nachfolgerin unsres Meisters Christi Jesu?

Auf Seite 353 ihres Werkes „The First Church of Christ, Scientist, and Miscellany” sagt Mrs. Eddy: „Ich habe allen Zeitschriften der Christian Science den Namen gegeben. Die erste war The Christian Science Journal, deren Bestimmung es sein sollte, die göttliche Wissenschaft der Wahrheit aufzuzeichnen.” Welch erhabene Sendung für unser Journal—die göttliche Wissenschaft aufzuzeichnen! Und was für eine Herausforderung für uns als Christliche Wissenschafter, so zu leben, daß wir diese Wissenschaft aufzeichnen können. „Und das ist das Zeugnis, daß uns Gott das ewige Leben hat gegeben.” Also sollten die Aufzeichnungen unsres Journal von den Dingen des ewigen Lebens berichten, dem geistigen Leben und seinen Wirklichkeiten.

Dann fährt sie fort: „Der zweiten gab ich den Namen Sentinel und bestimmte sie, Wacht zu halten über Wahrheit, Leben und Liebe.” Hier ist also eine unsrer Zeitschriften, die uns beständig an eine freudige Pflicht erinnert—nämlich in unserm eigenen Leben Wacht zu halten über die kostbaren Schätze von Wahrheit, Leben und Liebe, damit wir ihrer nicht heimlich beraubt werden. Wie können wir sonst beitragen zu der erfolgreichen Sendung des Sentinel, damit dieser für die Welt über diese Schätze Wacht halten und sie der Welt in ihrem wahren und unschätzbaren Wert darbieten kann?

Weiter lesen wir: „Die dritte, den Herold der Christian Science, bestimmte ich dazu, das allumfassende Wirken und die allumfassende Anwendbarkeit der Wahrheit zu verkünden.” Dies ist wieder eine Herausforderung, unsern Horizont zu erweitern und die allumfassende Natur unsrer großen und erhabenen Sache zu erkennen, sowie die Unendlichkeit des Vater-Mutter Gottes, die die Brüderschaft der Menschen in sich schließt. Laßt uns nicht vergessen, dieser Herolde der Liebe und der wahren Brüderschaft in wachsamer Treue zu gedenken.

Von der letzten unsrer Veröffentlichungen, unsrer großen Tageszeitung The Christian Science Monitor, lesen wir: „Die nächste nannte ich Monitor und bestimmte sie dazu, die unerschöpflich wirkende Wissenschaft ungeteilt zu verbreiten. Es ist der Zweck des Monitor, niemand zu schaden, sondern die ganze Menschheit zu segnen.” Welch herrliche Bestimmung: „Die unerschöpflich wirkende Wissenschaft ungeteilt zu verbreiten”! Welch eine Grundlage für das Aufbauen der Weltanschauung, die unsre Zeitung vertreten sollte! Der Monitor soll nicht nur für das einstehen, was in den menschlichen Angelegenheiten dem Prinzip am nächsten ist, den ethischen Fragen des Tages, sondern er soll furchtlos für das Ein-und-alles des Geistes und die geistige Kraft einstehn, die keine Kompromisse schließt mit der Materie als Wirklichkeit oder Macht, und die unerschöpft durch Teilung und mit Allgewalt weiter wirkt. Wir werden gewiß nicht unser Vorrecht vergessen, unsre große Tageszeitung zu beziehen und zu unterstützen, die täglich den Frieden auf Erden und das Wohlwollen unter den Menschen lehrt.

Im Maße unsrer individuellen geistigen Entwickelung entfaltet sich in uns auch ein klarerer Begriff von der Wichtigkeit unsrer Zeitschriften und der Notwendigkeit für einen jeden, sie zu beziehen, als wesentlichen Beitrag zu der Bewegung der Christian Science. Man erkennt, daß diese Bewegung nicht in erster Linie eine menschliche Organisation ist, sondern die Ankunft des Christus im menschlichen Bewußtsein, wodurch die Dunkelheit des Materialismus dem Lichte weicht, der todlosen Herrlichkeit des Geistes, und dem anwendbaren geistigen Verständnis. Jemand hat einmal gesagt, daß die Sache der Christian Science eine Bewegung genannt wird, weil sie von den Christlichen Wissenschaftern fordert, daß sie sich immerwährend fortbewegen, vorwärts und aufwärts—dem Geiste zu.

Und spiegeln die Zeitschriften nicht das Denken der Christlichen Wissenschafter im allgemeinen wieder, ihren Fortschritt dem Geiste zu? In dem Maße, wie unser Denken und Trachten geistiger wird, wie es dem nur auf das eigene Selbst gerichteten Interesse, dem Kleinlichen und Persönlichen, entwächst und einer umfassenderen Lebensauffassung Raum gibt, und das Streben nach Rang und Macht der Liebe weicht und dem Frieden und der Genugtuung, die Zugehörigkeit zu dem geistigen Bau der Kirche mit sich bringt; in dem Maße also, wie die Christlichen Wissenschafter den Geist Christi immer klarer widerspiegeln, wird es erkannt werden, daß die religiösen Beiträge für unsre Veröffentlichungen—Journal, Sentinel und Monitor—der widergespiegelten Liebe entstammen, dem Allwissen. Sie stammen nicht von einem begrenzten, persönlichen Gefühl der Inspiration, das einen Augenblick da ist und im nächsten vergangen ist, und das oft aller Kritik und notwendigen Bearbeitung überempfindlich widersteht.

Dann wird man in den eingesandten Aufsätzen die immer gegenwärtige göttliche Inspiration erkennen, bei der es kein Ansehen der Person oder der Zeit gibt. Sie werden Aufsätze von der Art sein, wie wir alle ein Recht haben sie zu erwarten: lebenskräftige Aufsätze, die machtvoll die Aufmerksamkeit auf sich ziehen, die erleuchten und umwandeln. Sie werden richtig sein in ihren Erklärungen, die auf Gehorsam dem Prinzip gegenüber und auf ernstes Studium der Bibel und der Werke unsrer Führerin gegründet sind. Sie werden Klarheit der Ideen besitzen, die nicht von einem Überschwall von Worten behindert wird. Die Einfachheit ihrer Sprache wird Christusschauen bekunden, und die Ursprünglichkeit ihrer Ausdrucksweise Einssein mit dem Gemüt widerspiegeln. Sie werden die Zartheit des Geistes und die Schönheit der Seele besitzen. Ist dies etwa ein zu hohes Ideal für unsere Beiträge? Nur, wenn dies ein zu hohes Ideal für unser Leben ist.

Die Zeitschriften sind doch nicht etwas, das losgelöst ist von unserm täglichen Leben. Sie sind die Widerspiegelung dieses Lebens. Die Art der Aufsätze, die wir in unsern Zeitschriften haben, und die erfolgreiche Sendung, die unsre Führerin für sie geplant hatte, hängt von dem individuellen geistigen Wachstum aller Mitglieder Der Mutterkirche ab. Aufsätze mögen in erleuchtender Weise die Kraft der Christian Science darlegen; doch diese Worte der Wahrheit müssen bewiesen, im Leben der Christlichen Wissenschafter offenbar gemacht werden, damit die Welt erkennen kann, daß der Vater sie gesandt hat, daß die Christian Science von Gott kommt und das Himmelreich, das nahe herbeigekommen ist, verkündet. Es ist immer noch wahr—„an ihren Früchten sollt ihr sie erkennen”.

Die Christian Science ist nicht nur in die Welt gekommen, um kranke Körper zu heilen, persönlichen Ehrgeiz zu befriedigen, materiellen Reichtum ansammeln zu helfen oder auch als ein persönliches Allheilmittel benutzt zu werden. Die Christian Science kommt zum menschlichen Herzen, nicht durch marktschreierisches Werbewesen, das der Welt Gesundheit, Glück und Wohlstand in der Materie verheißt, sondern vielmehr durch das „stille, sanfte Sausen”, von dem Mrs. Eddy auf Seite 559 ihres Buches „Wissenschaft und Gesundheit” sagt: „Die unhörbare Stimme der Wahrheit ist für das menschliche Gemüt als ‚wie ein Löwe brüllet’.” Die Christian Science ist gekommen, die Welt aus ihrem lethargischen Schlummer aufzuwecken, die Menschen aus der Materie mit ihren angenommenen Schmerzen und Freuden, Erfolgen und Mißerfolgen, herauszuführen in die unsterblichen Wirklichkeiten, die unvergängliche Substanz und die unaussprechliche Freude des Geistes.

So werden wir in praktischer und erfolgreicher Weise die Bestimmung unsrer Zeitschriften verherrlichen—die Welt von der Bürde des Materialismus zu befreien, und an ihrer Statt die Freiheit und das Licht, das Gesetz und die Liebe des göttlichen Lebens zu offenbaren. So werden unsre Zeitschriften uns helfen, das Geheiß des Meisters zu erfüllen: „Gehet hin in alle Welt und prediget das Evangelium aller Kreatur.”

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