Das Folgende ist eine überarbeitete Zusammenfassung der Jahresversammlung 2017 der Mutterkirche, die am 5. Juni im Erweiterungsbau der Mutterkirche abgehalten und live online ausgestrahlt wurde. Die gesamte Aufzeichnung ist auf ChristianScience.com/Jahresversammlung verfügbar. Alle Links in diesem Bericht können bis zum 4. Juni 2018 aufgerufen werden.
Allison W. „Skip“ Phinney, der gegenwärtige Vorsitzende des Vorstands der Christlichen Wissenschaft, hieß die weltweite Kirchenfamilie willkommen. Nach Lied Nr. 32 aus dem Liederbuch der Christlichen Wissenschaft stellte er die Amtsinhaber der Mutterkirche vor: Mary Baker Eddy, Pastorin Emerita; Rich Evans, Robin Hoagland, Scott Preller und Margaret Rogers, Vorstandsmitglieder; Suzanne Riedel, Schriftführerin; Lyon Osborn, Schatzmeister; Louis Benjamin und Diane Marrapodi, die Leser der Mutterkirche, sowie Irmela Wigger aus Hamburg, die Präsidentin für das bevorstehende Amtsjahr.
Frau Wigger las aus der Bibel und Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift sowie aus Vermischte Schriften 1883–1896 von Mary Baker Eddy:
Psalm 7:2
Psalm 8:2, 4, 5, 7, 10
Johannes 13:31
Johannes 14:1
Johannes 15:1, 2, 4, 7, 8, 16
Wissenschaft und Gesundheit,192:4–7 (bis zum 2. Punkt), 28–30
Wissenschaft und Gesundheit 234:5
Wissenschaft und Gesundheit 493:34–3
Vermischte Schriften 98:19
Vermischte Schriften154:17–26, 31
Vermischte Schriften 155:5-14
Der Lesung folgte stilles Gebet und dann das gemeinsam gesprochene Gebet des Herrn.
„Lasst uns die göttliche Energie des Geistes fühlen, die uns zu neuem Leben führt …“
Phinney: Das Thema der diesjährigen Jahresversammlung ist eine Richtungsweisung, ein Wegweiser. Es sagt uns, was möglich ist. Ich würde sagen, es ist Mrs. Eddys dringende Empfehlung.
Preller: Sie werden sich erinnern, dass wir zwei Jahre hintereinander das Thema „Eine geistige Grundlage des Christus-Heilens“ hatten. Kurz nach der letzten Jahresversammlung wurde der Vorstand sich dieser Dringlichkeit und dieser Fähigkeit bewusst, auf der geistigen Grundlage des Christus-Heilens aufzubauen. Wir schauten uns um und fragten uns: „Wo können wir diese Art von Bauen erkennen?“ Vitalität zeigte sich dort klar, wo die Leute genau das taten, was dieses neue Thema beschreibt – sich zuzugestehen, die göttliche Energie des Geistes zu fühlen. Und so kam das Thema für dieses Jahr zustande.
Hoagland: Scott, Sie haben den schönen Artikel „Lasst die Energie des Geistes die Kirche erfüllen“ (im März 2017 auf Herold-Online erschienen) geschrieben, der erklärte, dass die Wendung lasst uns ein Erlauben, Nachgeben oder Zulassen dieser Energie signalisieren, von der wir reden. Und damit ist es „das Menschliche, das dem Göttlichen weicht“ (Wissenschaft und Gesundheit, S. 586).
Rogers: Das haben wir sicher alle schon gespürt. Wir glauben vielleicht, dass die göttliche Energie des Geistes wie eine riesige Welle der Inspiration über uns hereinbricht, aber sie kommt mitunter auf ganz unspektakuläre Weise. Wir räumen etwas aus dem Weg, das uns daran hindert, diesen göttlichen Einfluss zu fühlen, der immer auf uns einwirkt.
Evans: Die göttliche Energie des Geistes schließt niemanden aus. Die Gesellschaft fragt sich vielleicht, ob Maria Magdalena verdientermaßen von der göttlichen Energie des Geistes berührt wurde oder auch nur dafür bereit war. Doch die Suche nach der Wahrheit über sie selbst führte sie zu Christi Füßen.
Phinney: Lassen Sie uns kurz über das Neue sprechen, das uns bereitsteht. In der Jahresversammlung denken wir gemeinsam nach und beten zusammen. Und Mrs. Eddy sagt in Die Erste Kirche Christi, Wissenschaftler, und Verschiedenes: „Wären sie, wie die Jünger vor alters, ‚einmütig beieinander‘, so würden sie ein unter anderen Umständen unmögliches geistiges Einströmen erfahren und damit den tierischen Magnetismus, der sie betrügt und irreführt, erkennen und ihm widerstehen“ (S. 212).
Preller: Wir können als Einheit zur Kirche kommen und unsere Aktivitäten dort mit derselben Vitalität des Christus ausführen, die unsere Arbeit als Kirche belebt und uns mit der Energie und dem neuen Leben erfüllt, von dem wir reden.
Es wurde ein Video mit dem Berufsfotografen James Scott gezeigt, der nach seinem Universitätsabschluss 2010 mit der schlechten Wirtschaftslage zu kämpfen hatte. „Das entmutigte mich nicht“, sagte er. „Ich fühlte mich von der Hoffnung getragen, dass Gott mir einen Weg bereiten würde.“ Gebet führte ihn zu neuen Beziehungen, einer engeren Verbindung mit seiner Umgebung und der Welt, beruflichem Wachstum und einer größeren Hingabe zur Kirche. (Siehe ChristianScience.com/JV/James-Scott)
Bericht der Schriftführerin
Robin Hoagland bemerkte, dass mehr als 80.000 Besucher jährlich zur Plaza der Kirche kommen, die an Gottesdiensten, Programmen und Führungen teilnehmen.
Riedel: Es hat immer Leute gegeben, die interessiert waren, dieses schöne Gelände und die Gebäude zu besichtigen. Und die Besucherzahlen steigen. Viele von ihnen sind Touristen, doch es kommen auch mehr Anwohner, die vielleicht seit Jahren hier vorbeigehen und dann irgendwann den Impuls spüren, hereinzukommen. Viele sind von Mary Baker Eddys Leben beeindruckt. Einige möchten von ihren eigenen Bedürfnissen berichten. Und die meisten sind nach dem Besuch der Plaza nicht mehr nur Touristen. Sie äußern Dankbarkeit für die neuen Ideen, die sie über Spiritualität und Heilung erhalten.
Hoagland: Es ist großartig, was die Besucher spüren, wenn sie hier sind, aber dasselbe Erlebnis kann man doch überall haben, oder?
Riedel: Ja, das ist sehr wichtig. Dieselben Ressourcen, die wir hier bieten, sind in jeder Zweigkirche oder Vereinigung verfügbar, die Gottesdienste abhält, eine Sonntagsschule unterhält oder einen Leseraum betreibt, wo gebetet wird, um den Leuten zu helfen, ihre eigene Liebe zu Gott und dem Menschen zu entwickeln.
In diesem Frühjahr kamen mehr als zehn Prozent aller Anträge auf Mitgliedschaft von Personen, die von der Christlichen Wissenschaft durch Websites oder Online-Gottesdienste erfahren haben. Daraus ersehe ich, dass wir mehr Leute in unseren Zweigkirchen und Vereinigungen erwarten können, die uns auf diese Weise gefunden haben.
In einem Video berichtete Robert Witney, wie er sich nach Abschluss der Uni letztes Jahr fehl am Platz fühlte. Er betete um ein klareres Verständnis von Heim als geistige Idee und setzte sich das Ziel, die englischsprachigen Zeitschriften der Christlichen Wissenschaft sorgfältig zu lesen. „Als ich die Wochenausgabe des Christian Science Monitor las und über das Berichtete betete, kam ich zu dem Punkt, wo das Gefühl, fehl am Platz zu sein, völlig verschwand“, sagte er. „Ich bin überzeugt, dass es daran lag, dass ich mein Verständnis von Heim erweiterte.“ (See ChristianScience.com/JV/Robert-Witney)
Verlagsaktivitäten
Scott Preller, Vorsitzender des Treuhänderrats der Verlagsgesellschaft, stellte Abe McLaughlin vor, den Manager der Verlagsgesellschaft der Christlichen Wissenschaft.
Preller: Lassen Sie uns ein paar konkrete Beispiele dieser neuen Energie, dieses neuen Lebens, aus der Verlagsgesellschaft nennen.
McLaughlin: Gut, reden wir über das neue Christian Science Hymnal: Hymns 430–603 [Liederbuch der Christlichen Wissenschaft: Lieder 430–603]. Das Liederbuch von 1932 enthält Lieder aus 25 Ländern. Das Liederbuch von 2017 enthält Lieder aus 43 Ländern. Am Wochenende sprach ich mit einer Frau über das Liederbuch, die sagte: „Eines dieser Lieder ist von mir.“ Ist das nicht toll – hier kann ein Liederdichter neben uns auf der Kirchenbank sitzen!
Preller: Ich möchte auch kurz über die Änderungen am Herold der Christlichen Wissenschaft sprechen. Wir haben mit Mitgliedern der Mutterkirche hier und weltweit daran gearbeitet.
McLaughlin: Leser des Herold sagten: „Wir wollen mehr Inhalt, bessere Artikel, besseres Design, bessere Zustellung.“ Erst wussten wir nicht, wie wir das machen sollten, doch wir lauschten und beteten und erhielten nützliches Feedback von Lesern. Und wir haben es geschafft! Das Verzeichnis im Herold erschien zum Beispiel viersprachig, aber den meisten Leuten gefiel das nicht. Sie sagten: „Wenn ich den deutschen Herold lese, brauche ich die anderen Sprachen im Verzeichnis nicht.“ Daher haben wir das geändert und dadurch Platz für ca. 50 % mehr Inhalt pro Ausgabe geschaffen. Damit stärken wir seine Mission. Wir haben auch das Design aktualisiert. Jeder Herold wird jetzt digital ausgeliefert und sechs Ausgaben pro Jahr sind außerdem als Druckausgabe erhältlich. Sie haben jetzt sofortigen Zugang zu jedem Herold, und wir haben die Website erheblich verbessert.
An dieser Stelle sangen die Anwesenden Lied Nr. 542.
Bericht des Schatzmeisters
Osborn: Meine Arbeit ist von einer Menge Fortschritt und neuem Leben erfüllt. Vor allem sehe ich, dass das Band zwischen den Mitgliedern und ihrer Kirche stärker geworden ist, was sich in wachsender finanzieller Unterstützung zeigt, u. a. auch in mehr Spenden für den Allgemeinen Fonds der Mutterkirche. Außerdem sehe ich, dass sich die Energie des Geistes in den ganzen Renovierungsmaßnahmen rund um die Plaza, das Verlagsgebäude und die Kirchengebäude zeigt.
Osborn führte ein kurzes Video mit einigen dieser Arbeiten vor. Sie können es hier sehen: ChristianScience.com/JV/Bauarbeiten. Wenn Sie das Bauvorhaben verfolgen oder mehr Entwürfe der Plaza sehen möchten, können Sie das auf Christianscience.com tun; klicken Sie rechts oben auf der Homepage einfach auf „Plaza Updates“ (nur auf der englischen Version der Homepage vorhanden).
Osborn: Die Bauarbeiten sind Teil einer Jahrzehnte umfassenden Strategie, die Bereiche um die Kirchengebäude einladender und umweltverträglicher zu machen und Einkommen von den Gebäuden zu generieren, die wir nicht mehr selber nutzen. Diese Strategie wirkt sich unterm Strich positiv auf die Finanzen der Kirche aus.
Skip, jetzt wäre ein guter Moment, die wichtigsten Geschäftszahlen der Kirche für das vergangene Geschäftsjahr bekanntzugeben, das am 31. März endete.
Phinney: Stimmt. Die verfügbaren Mittel betragen 972 Millionen USD. Die Kirche ist nicht verschuldet, und im vergangenen Jahr beliefen sich die Ausgaben auf 90 Millionen USD.
Sie sind ziemlich konstant geblieben, doch wenn ich es richtig verstehe, ist die Höhe der verfügbaren Gelder in den letzten Jahren gestiegen, richtig?
Osborn: Ja, genau. Der Grund dafür sind zum Einen Erträge aus Anlagen, größtenteils aber Erlöse aus dem Verkauf bzw. Leasing von Immobilien, die von der Kirche nicht mehr genutzt werden.
Phinney: Lyon, wenn wir so viel Geld gespart haben, müssen wir dann noch Beiträge von Mitgliedern erhalten?
Osborn: Aber sicher! Ihre kontinuierliche finanzielle Unterstützung ist unverzichtbar. Letztes Jahr beispielsweise deckten Zahlungen für Abonnements und individuelle Spenden mehr als ein Drittel aller Kirchenausgaben.
In einem Video über Dritte Kirche Christi, Wissenschaftler, Dallas, Texas, USA wurde berichtet, wie die Arbeit des Gefängniskomitees die Kirche neu belebt hat. Erst kamen nur wenige Insassen zu den Versammlungen der Christlichen Wissenschaft, doch als die ersten Heilungen stattfanden, kamen immer mehr, manchmal bis zu 130. Ein Mitglied sagte: „Was mich am meisten inspiriert ist zu sehen, wie ehemalige Insassen in unsere Kirche kommen und Zeugnis darüber ablegen, wie sie durch die Christliche Wissenschaft umgewandelt wurden.“ (Siehe ChristianScience.com/JV/Bericht-Dallas)
Bericht des Vortragsrats
Tom McElroy, Manager des Vortragsrats, sprach über Öffentlichkeitsarbeit durch christlich-wissenschaftliche Vorträge.
McElroy: Wir versuchen uns bewusst zu sein, dass diese göttliche Energie des Geistes universell ist und für die ganze Menschheit, das ganze menschliche Bewusstsein, wirkt und uns alle erhebt. Wenn wir unsere Vorträge darauf gründen, dann sehen wir, dass diese Aktivität nützlich ist und Heilung bringt.
Rogers: Ich bin sicher nicht die Einzige hier, die gerne mehr neue Besucher bei Vorträgen begrüßen würde. Wie denken Sie darüber?
McElroy: Wenn wir diese Tätigkeit als allgemeine Angelegenheit der ganzen Menschheit sehen, dann sehen wir unsere Mitmenschen als Leute, die die Botschaft bereits verstehen, die bereits darauf eingehen. Dann ist es natürlich für diese Leute, zu einem Vortrag zu kommen, wo diese Ideen behandelt werden.
Rogers: Als wir diese Unterhaltung vorbereiteten, kam Tom mit allen möglichen Beispielen, aber ich konnte ihn dazu bringen, sich auf eines zu beschränken!
McElroy las eine E-Mail von einer Deutschen vor, die die Christliche Wissenschaft vor fünf Jahren fand und zögerte, anderen davon zu erzählen, weil einige Leute gesagt hatten, dass sie ein Kult sei. Sie schrieb: „Vor ein paar Wochen las ich eine Stelle aus der Bibellektion: ‚Denn ich schäme mich des Evangeliums von Christus nicht; es ist eine Kraft Gottes, die alle rettet, die daran glauben, zuerst die Juden, aber auch die Griechen‘ (Römer 1:16).“ Seitdem, so berichtet sie, hat sie zwei Exemplare von Wissenschaft und Gesundheit weitergegeben, hatte mit einer Freundin aus einer anderen Konfession eine wunderbare Unterhaltung über Gott und wurde von einer Bekannten um Hilfe durch Gebet für ihren Sohn gebeten, der am selben Abend geheilt wurde. Die E-Mail endete mit dem Worten: „Ich beschloss, immer wenn ich jemandem begegne, zu denken: Jetzt kann ich Liebe, Wahrheit und Leben mit dir teilen. Jeder kann ein Vortragender in seiner Umgebung sein.“
Rogers: Was für ein großartiges Ziel! Und das ist wirklich nur die Spitze des Eisbergs des Guten, das vor sich geht.
Ein Video fasste die Erneuerung der Vereinigung der Christlichen Wissenschaft in Margate, Südafrika, zusammen, wo einst nur noch vier Leute Mitglied waren. Ein Mitglied erinnert sich: „Die Kirche war heruntergekommen und musste dringend renoviert werden, aber was mich berührte, war der wunderbare Sinn von Familie, der dort herrschte – auch wenn scheinbar keine Gelder da waren und es schwierig schien, die Kirche überhaupt am Leben zu halten.“ Mit neuem Engagement und viel Gebet renovierten die Mitglieder die Kirche auf eine Weise, die sie für die Umgebung öffnete. Jetzt sind die Gottesdienste und Zeugnisversammlungen bis auf den letzten Platz besetzt. (Siehe ChristianScience.com/JV/Bericht-Margate)
Bericht des Komitees für Veröffentlichungen
Kevin Ness berichtete, dass er „neues Leben“ in seiner neuen Rolle als Manager der Komitees für Veröffentlichungen sieht.
Ness: Die Aufgaben sind ja bekannt. Laut Kirchenhandbuch sollen wir „der Öffentlichkeit auferlegte falsche Vorstellungen in Bezug auf die Christliche Wissenschaft und Ungerechtigkeiten gegenüber Mrs. Eddy oder Mitgliedern dieser Kirche ... berichtigen“ (Mary Baker Eddy, S. 97). Aber der Ansatz ist frisch und neu, weil es eine christlich-wissenschaftliche Praxis und Demonstration ist.
Die Komitees und unsere Mitarbeiter gehen auf jede falsche Vorstellung ein, indem sie die Allheit Gottes, des Gemüts, und die Nichtsheit des Irrtums bekräftigen und beweisen. Wie in jeder heilenden Praxis, so ist jede Behandlung, jeder Tag, jeder Augenblick frisch und neu und hält an, bis die Demonstration abgeschlossen ist. Tun wir das, so erleben wir, dass die göttliche Energie des Geistes neue Lösungen bereithält, sogar für alte Lügen, alte Vorurteile, wie: die Christliche Wissenschaft ist nicht christlich, nicht mehr relevant, heilt nicht.
Evans: Der zweite Teil des Themas für die Versammlung ist, dass wir „weder einer sterblichen noch einer materiellen Kraft die Fähigkeit zu zerstören“ zuerkennen (Wissenschaft und Gesundheit, S. 249), doch das genau will das sterbliche Gemüt tun. Das Komitee soll das verhindern. Und was findet dahingehend statt?
Ness: Hier ist ein Beispiel. Ein protestantischer Pastor hatte in einem Kurs über Religionsgeschichte für seine Gemeindemitglieder die Christliche Wissenschaft erwähnt. Er hatte sich sehr herablassend über die Christliche Wissenschaft und Mrs. Eddy geäußert, ja, sie sogar verspottet. Er sprach der Christlichen Wissenschaft die Christlichkeit ab und stellte Mrs. Eddy als Betrügerin dar. Die Vorträge für diesen Kurs waren sogar im Internet.
Ein Komitee schrieb ihm daraufhin, aber nicht mit einer Abwehrhaltung oder Empörung, sondern mit großer Liebe und Demut, als Glaubensbruder, der die Bibel schätzt. Hier ist ein Auszug aus der Antwort des Pastors: „Ich danke Ihnen, dass Sie Ihre Hinweise so professionell, umsichtig und warmherzig formuliert haben. Ich werde mich genauer informieren und bete, dass wir getreu dem Motto: ‚Eisen schärft Eisen‘ [siehe Sprüche 27:17] beide weiterhin wachsen und Gott näherkommen werden.“ Im Denken hatte sich eine Heilung vollzogen und das Herz war nicht länger verhärtet.
Er wurde ein Video von Laura Collier gezeigt, die während ihrer Berufstätigkeit als Krankenschwester zur Christlichen Wissenschaft gefunden hatte. Nachdem sie mit einer Praktikerin der Christlichen Wissenschaft gearbeitet und eine Heilung erfahren hatte, wollte sie mehr wissen und nahm Klassenunterricht in der Christlichen Wissenschaft. Sie sagte, dass diese Gelegenheit, tiefer in Mary Baker Eddys Schriften einzudringen, ihr Leben verändert habe. „Ich muss wirklich alles völlig umdenken.“ (Siehe ChristianScience.com/JV/Laura-Collier)
Goliat besiegen
Phinney: In Verschiedenes beschrieb Mrs. Eddy eine Jahresversammlung. Dort sagt sie: „Brüder, unsere Jahresversammlung ist ein ernster Wächter. Sie fordert von euch, über Fortschritte zu berichten, die Erinnerung aufzufrischen, die Zweige zu verjüngen und die Knospen zu beleben, die Ranken hochzubinden und die Rebe zum Mutterstamm hinzulenken. Ihr habt eure Herden geweidet, die so reich an Verheißung sind, und kommt nun, kommt mit der Schleuder des Auserwählten Israels, um den Goliats entgegenzutreten“ (S. 125).
Lassen Sie uns kurz ein paar mesmerische Goliats erwähnen, die uns von diesem neuen Fortschritt abhalten wollen. Nehmen wir das Argument, dass es der Kirche bessergeht, dass wir Klarheit darüber erlangen, wer wir wirklich sind und was wir zu geben haben usw., doch dass vielleicht unser Zeitalter einfach zu materialistisch ist. Was meinen Sie?
Preller: Malcolm Gladwells Buch David und Goliath: Die Kunst, Übermächtige zu bezwingen sagt, dass Goliat erstaunt war und schon erkannte, dass er unterlegen war, sobald David das Feld betrat, denn er erwartete von David, so zu kämpfen, wie es aus Goliats Sicht richtig war. Doch David weigerte sich, nach Goliats Regeln zu kämpfen.
Das ist die Position, die wir als Kirche einnehmen. Unsere Umwelt möchte uns gerne die Bedingungen vorschreiben, aber wir haben die Wissenschaft des Christus und sind nicht bereit, Goliat – das sterbliche Gemüt – die Regeln vorgeben zu lassen. Wir lassen uns nicht von der Goliat-Furcht einschüchtern, die behauptet, wir kämpfen allein gegen weltliche Gedankenmuster. Sie tragen das bei sich, was Sie bewiesen haben und wovon Sie wissen, dass es funktioniert, und die gesamte Kirche stärkt Ihnen den Rücken. Und das wird etwas bewegen.
Phinney: Nehmen wir ein anderes Beispiel: persönliche Unfähigkeit. Wenn diese Art von Goliat auf Sie einredet und sagt: Andere können das vielleicht, aber du nicht.
Rich Evans: Das erste Wort verrät doch schon alles: es handelt sich um einen Sinn von Person, getrennt von Gott. Ob es nun um einen Menschen geht, der sich einsam fühlt, um eine Kirche oder um ein Land – sich vom Geist isoliert zu fühlen ist eine Annahme. Es basiert nicht auf Fakten. Für die Macht der göttlichen Liebe, die hier bei dieser Versammlung spürbar ist, gibt es keine Begrenzungen, keine Grenzen, keine Demographien.
Phinney: Kommen wir jetzt zu dem Argument, Sie sind Teil einer Bewegung, die früher jung und stark war, jetzt aber alt wird. Was ist mit diesem Goliat?
Hoagland: Das neue Leben, von dem wir sprechen, bringt diesen Goliat zu Fall. Es kommt in der Wendung zum Ausdruck: „Die Bereitwilligkeit, wie ein kleines Kind zu werden“ (Wissenschaft und Gesundheit, S. 323). An uns ergeht stets der Ruf, uns zu erneuern und kindlicher zu werden. Dann finden wir die göttliche Energie wieder, die uns allen angeboren ist.
Phinney: All das, was hochkommt und äußert, die Schwungkraft stoppen zu können, ist auch nur Angeberei von Goliat, oder? Als ob die Dunkelheit sagen würde: „Ich mache dein Licht aus.“ Das ist unmöglich. Die Dunkelheit kann das nicht. Wir haben also viele Gründe zur Dankbarkeit, und wir können der Welt viel bringen. Die Stunde der Christlichen Wissenschaft ist da. Es ist keine Frage der Zeit. Dies ist Gottes Stunde.
Die Jahresversammlung schloss mit Lied Nr. 66 aus dem Liederbuch und einem von Irmela Wigger verlesenen Segen (Verschiedenes 194:29).
Videoaufzeichnungen mit deutschen Untertiteln von zwei Veranstaltungen, die im Vorwege der Jahresversammlung stattgefunden haben – „Schülervereinigungen der Christlichen Wissenschaft: eine Macht zum Guten in der Welt“ und „Praxis, die wirklich heilt“ – befinden sich unter ChristianScience.com/Jahresversammlung.
Dieser Artikel erschien ursprünglich am 10. August 2017 im Internet.
