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Original im Internet

Sich von negativen Erwartungen befreien

Aus der November 2019-Ausgabe des Herolds der Christlichen Wissenschaft

Dieser Artikel erschien ursprünglich am 5. August 2019 im Internet.


Zynismus und Verzweiflung mögen alltäglich erscheinen, besonders wenn die Dinge nicht den gewünschten Lauf nehmen. Eine Folge von Enttäuschungen kann zu der Frage führen, welche Katastrophe als Nächstes ansteht. Und selbst wenn alles glatt geht, mag es sein, dass wir irgendeine Misere für unerlässlich halten. In solchen Fällen hegen wir negative Erwartungen, ein Gefühl, dass das Gute in unserem Leben nicht verlässlich, kontinuierlich oder erreichbar ist.

Vor Jahren musste ich das ändern. Ich arbeitete in der Wertpapierabteilung einer Großbank. Obwohl ich großen Einsatz zeigte, waren meine Leistungen sehr schwach, und meinen Kollegen ging es nicht viel besser. Die Arbeitsmoral war schlecht, und es war leicht, täglich übelgelaunt zur Arbeit zu kommen.

Ich wusste, dass ich mich aus dieser mentalen Abwärtsspirale befreien musste, und ich hatte erlebt, dass eine geistige Sichtweise hilfreich sein konnte. Zu bekräftigen, dass Gott alles Gute bereitstellt, ist eine solide Grundlage, auf der man aufbauen kann, und es hat sich für mich als eine völlig andere und machtvollere Herangehensweise erwiesen als reiner Optimismus. Also setzte ich dort an, und las in der Bibel folgende Versicherung: „Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben herab, von dem Vater der Lichter, bei dem es keinen Wechsel und auch nicht den Schatten einer Veränderung gibt“ (Jakobus 1:17).

Was für eine wundervolle Verheißung! Selbst wenn sich ein Sturm zusammenbraut, können wir bekräftigen, dass Gott das Gute nicht wahllos verteilt, sondern die Quelle des beständigen Guten ist, ohne veränderliche Qualität oder Quantität. Der Göttliche verteilt nicht mal Gutes und mal nicht, an manchen Orten und an anderen nicht, oder an einige Menschen, aber nicht alle. Das Wesen Gottes ist von Natur aus gut.

Dies zu wissen, kann unsere Umstände ändern. Wenn wir Gott als unendliches, allliebendes, allmächtiges Gutes erkennen, nehmen wir mehr von Seiner Güte in unserem Alltag wahr – in Form von besserer Gesundheit, mehr Erfüllung am Arbeitsplatz, reichhaltigerer Versorgung, bereichernden Beziehungen. Mary Baker Eddy, die Entdeckerin der Christlichen Wissenschaft, gab in ihrem revolutionären Buch Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift die Essenz dieser Idee wieder: „Das Gute ist natürlich und ursprünglich. Es hält sich selbst nicht für übernatürlich“ (S. 128). Wenn das Gute wirklich Gott charakterisiert, ist es dann nicht logisch, Gutes in unserem Leben zu erwarten, statt des Gegenteils?

Gott verteilt das Gute nicht wahllos, sonder Er ist die Quelle des beständigen Guten.

Der Apostel Paulus erkannte die Quelle dieser Güte. Er bezeichnete uns als „Erben Gottes“ (Römer 8:17). Und was ist unser Erbe als Erben Gottes, des Guten? Es muss gut sein. Dieses Geburtsrecht kann nicht verwässert oder aufgeteilt werden, noch kann es aufgebraucht oder uns weggenommen werden. Jeder von uns, jedes geistige Kind Gottes, hat den gleichen unendlichen Anteil an dem Guten, das Gott bereitstellt. Selbst Fehler der Vergangenheit werden uns davon nicht disqualifizieren; Gottes Güte veranlasst unsere Erlösung.

Doch wir müssen das Gute, das uns zu eigen ist, einfordern bzw. akzeptieren. Dies tun wir, indem wir uns korrekt als Gottes geistige Nachkommen identifizieren, als Gottes Bild und Gleichnis geschaffen, und indem wir entsprechend den Eigenschaften leben, die diese Identität einschließt.

Gott ist gut und unendlich, also ist das Gute unendlich; wir müssen somit unser Denken absolut offen halten für die Beweise des Guten in unserem Leben. Dies kann erfordern, dass wir unsere vorgefassten Meinungen davon aufgeben müssen, wie, wann oder mit wem etwas vor sich gehen soll. Wenn wir uns Gottes Güte ergeben, gehen wir über das Konzept hinaus, dass wir nur eine begrenzte Menge Gutes erleben können. Dann öffnet sich der Weg für Gottes Plan, der unbegrenztes Gutes für unser Leben enthält – mehr als wir selbst uns vorstellen könnten.

In meiner Stellung bei der Bank halfen mir diese Ideen, jeden Tag mit zuversichtlicher, geistig fundierter Erwartung des Guten an meine Arbeit heranzugehen. Kurz darauf wurde mir eine Stelle im Verkauf bei einer anderen Firma angeboten, die viel bessere Erfolgschancen enthielt, und ich verbrachte viele produktive Jahre dort. Und während der folgenden Jahre fanden auch meine ehemaligen Kollegen bei der Bank bessere neue Arbeitsplätze. Für mich war das ein weiterer Beweis für das allumfassende Gute Gottes.

Wir können eine Erwartung des Guten aufrechterhalten, die viel weiter geht als nur eine positive Haltung einzunehmen oder das Beste zu hoffen. Wenn wir Gutes erwarten, weil Gott gut ist, und die wahre Natur unserer Beziehung zu Ihm verstehen, werden wir für die Berührung Seiner Güte empfänglich.

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