Vor vier Jahren hatte ich Schmerzen auf einer Seite des Kiefers, und mehrere Monate später fiel ein Backenzahn aus. Dann bekam ich Schmerzen in einem anderen Zahn und bat einen Zahnarzt um Rat. Nach der Untersuchung und einer Röntgenaufnahme erklärte er mir, dass dieser Zahn ebenfalls entfernt werden musste, also ließ ich ihn ziehen. Zusätzlich bereiteten mir mindestens zwei weitere Zähne Probleme.
Als ich nach Hause kam, unterzog ich mein Denken einer ernsten Prüfung und fragte mich, worauf ich hinsichtlich meines Körpers vertraute. Obwohl ich den aufrichtigen jungen Zahnarzt respektierte, wusste ich, dass seine Ausbildung sich auf materielle Beobachtungen und Analysen stützte, was den menschlichen Mund angeht, sowie auf Theorien bezüglich des Verfalls von Zähnen auf der Grundlage von Nutzung und Alter.
Demgegenüber bieten die Bibel und das Lehrbuch der Christlichen Wissenschaft, Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift von Mary Baker Eddy, eine geistige Sichtweise der Existenz und Gesundheit. Wir lesen in Psalm 56:5: „Auf Gott, dessen Wort ich rühme, auf Gott vertraue ich und fürchte mich nicht.“
Als auf der anderen Seite meines Kiefers wieder Schmerzen auftraten, beschloss ich, Gott um Hilfe zu bitten. Ich wusste, dass die Zahnschmerzen und das Problem, auf das sie angeblich hinwiesen, keine Daseinsberechtigung hatten, da meine wahre Identität als Schöpfung Gottes, des göttlichen Geistes, geistig und unsterblich und von Gottes Gesetz der Harmonie regiert ist. In Wissenschaft und Gesundheit werden die gegenteilige Sichtweise und deren Quelle folgendermaßen beschrieben: „Der Körper scheint nur deshalb selbsttätig zu sein, weil das sterbliche Gemüt nichts von sich selbst, von seinen eigenen Funktionen und deren Folgen weiß – weil es nicht weiß, dass die vorbereitende, die mittelbare und die erregende Ursache aller schlechten Wirkungen ein Gesetz des sogenannten sterblichen Gemüts ist, nicht der Materie“ (S. 393).
Ich wusste vielmehr, dass die vollständige Güte Gottes konstant von Seiner Schöpfung widergespiegelt wird, daher weigerte ich mich, ein Zahnproblem für mich oder sonst jemanden zu akzeptieren.
Ich rief eine Praktikerin der Christlichen Wissenschaft an und bat sie, mir zu helfen, mich selbst korrekt zu identifizieren – als Gottes Kind, das niemals durch einen Zahn oder einen sonstigen Körperteil leiden kann. Sie half mir zu erkennen, dass der wahre, geistige, zu Gottes Ebenbild erschaffene Mensch alterslos, vollständig und vollkommen ist.
Ich hörte auf, ein Objekt in meinem Mund als Urheber der Schmerzen zu betrachten. Zähne können kein Übel sein; sie als materiell und Verfall ausgesetzt zu betrachten ist schlecht und ungerecht – und dieser Glaube ist unwirklich und machtlos. Als ich akzeptiert hatte, dass der Schmerz ein falscher Gedanke ist und kein Standbein in der Wahrheit hat, fiel es mir leicht, ihn loszulassen.
Und ich dachte an einen weiteren Satz aus Wissenschaft und Gesundheit: „Das Böse hat keine Wirklichkeit. Es ist weder Person, Ort noch Ding, es ist einfach eine Annahme, eine Illusion des materiellen Sinnes“ (S. 71).
Im Laufe der nächsten ein, zwei Tage verschwanden die Schmerzen vollständig und kehrten nie zurück. Meine Zähne sind weiterhin intakt. Diese Erfahrung hat mein geistiges Verständnis gestärkt, und das hat mir geholfen, noch andere Suggestionen von Schmerzen und Unfähigkeit zu überwinden. Ich bin so dankbar für die Bibel, für Mrs. Eddys Schriften und die gesamte Bewegung der Christlichen Wissenschaft – für all jene, die täglich daran arbeiten, die geistige Wahrheit über Gott und uns alle zu beweisen.
Vicki Kay Turpen
Albuquerque, New Mexico, Vereinigte Staaten
