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Original im Internet

Ein Augenblick der Erkenntnis bewirkt Heilung

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 16. September 2019


In einem Moment hatte ich furchtbare Schmerzen, im nächsten war alles völlig vorbei. Was war passiert?

Lassen Sie es mich erklären. Ich war auf Geschäftsreise und saß am Swimmingpool, als ich die Zeit vergaß und nicht darauf achtete, aus welcher Richtung die Sonne kam. Meine Beine bekamen einen schlimmen Sonnenbrand, und am Abend konnte ich statt zu gehen nur schlurfen.

In der Nacht wachte ich mit schlimmen Schmerzen auf. Also tat ich etwas, das mir schon oft bei Problemen geholfen hatte: Ich wandte mich im Gebet an Gott, meine „Hilfe in den großen Nöten“, wie die Bibel es ausdrückt (Psalm 46:2).

Da kam mir ein radikaler Gedanke: Ich war nicht in einem materiellen Körper gefangen, der schwere Verbrennungen aufwies. Die Idee, dass das Leben im materiellen Körper nicht der wahre Zustand der Existenz ist, stand dem, was ich in dem Moment fühlte, so entgegen, dass ich überzeugt war, eine inspirierte Erkenntnis von Gott zu erhalten, die mich aufgrund meines Gebets erreichte. In dem Moment, wo mir diese Idee klar wurde, verschwanden die Hitze, die Steifheit und die Schmerzen augenblicklich.

Ein fundamentaler Wechsel hatte sich in meinem Denken vollzogen: von der allgemeinen Auffassung, dass unsere wahre Identität in der Materie ist, zu der Überzeugung von dem, was die Christliche Wissenschaft uns als unsere wahre, geistige Natur lehrt. Und das bewirkte eine augenblickliche Heilung. Am folgenden Tag konnte ich ohne Behinderung autofahren und an Besprechungen und geselligen Zusammenkünften teilnehmen; es gab kein Anzeichen von Sonnenbrand und keine Nachwirkungen.

Das ist mehrere Jahrzehnte her, und seitdem hatte ich nie wieder Sonnenbrand, selbst wenn ich mich länger in der Sonne aufhielt.

Ich war überglücklich über diese Heilung, doch sie erschien mir nicht als Wunder, sondern als die Art von Heilung, die sich natürlich ergibt, wenn das Denken sich grundsätzlich von einem Verständnis des Lebens als materiell und sterblich zu der Erkenntnis ändert, dass die Existenz geistig ist und von Gott, dem göttlichen Gemüt, erschaffen und erhalten wird.

Berichte wie dieser werden seit mehr als hundert Jahren im Herold und in seinen Schwesternzeitschriften veröffentlicht. Solcherlei Heilungen sind nicht das Ergebnis eigenwilliger Denkmanöver und auch keine Gedankenakrobatik des menschlichen Gemüts, das sich einzureden versucht, es sei nicht verletzt. Heilungen sind eine heilige Erkenntnis und das Erleben von Gottes Präsenz. Sie sind die Berührung des Christus – das Licht und die Liebe Gottes, die Jesus ausdrückte; sie vollziehen sich im menschlichen Bewusstsein.

Diese Berührung des Christus zu fühlen befreit uns von Leid. Und es ist möglich, dass diese Freiheit in einem einzigen Augenblick erlangt wird, selbst wenn das Problem seit Langem besteht. Das Hauptwerk von Mary Baker Eddy, die die Christliche Wissenschaft entdeckt hat, drückt es so aus: „Werde dir einen einzigen Augenblick bewusst, dass Leben und Intelligenz rein geistig sind – weder in noch von der Materie –, und der Körper wird keine Beschwerden äußern. Wenn du an einem Glauben an Krankheit leidest, wirst du entdecken, dass du augenblicklich gesund bist“ (Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift,S. 14).

Diese Aussage beschreibt meine obige Erfahrung. In diesem einzelnen Augenblick, in dem ich mich an Gott wandte, erkannte ich plötzlich so klar, dass die Gefangenschaft in einem materiellen Körper, der den Auswirkungen eines schlimmen Sonnenbrands ausgesetzt war, nicht das wahre „Ich“ war. Kein menschliches Argument hätte mich zu dieser Schlussfolgerung führen können. Gott hatte es mir offenbart – und ich bin zu dem Verständnis gekommen, dass Gott solche geistig bereichernden Ideen allen Menschen offenbart.

Unsere Aufgabe ist, unser Herz für diese Ideen zu öffnen und die geistige Wahrheit unseres Seins zu akzeptieren. Wie wir in der Bibel lesen: „In ihm [dem göttlichen Geist] leben, weben und sind wir“ (Apostelgeschichte 17:28). Und dieses Verständnis heilt, manchmal so schnell, dass es länger dauert, das Ereignis zu erklären, als es zu erleben.

Solch eine Heilung ist nicht das Exklusivrecht einiger Gläubigen und auch kein Geschenk an eine ausgewählte Elite. Sie ist ein göttliches Recht, das allen zu eigen ist. Jeder, der bereit ist, Heilung bei Gott zu suchen, kann anfangen, seine geistige Natur als gut, vollständig und rein zu verstehen. Das ist kein Prozess, bei dem man etwas anderes wird, sondern ein Erwachen zu dem, was wir als Gottes geliebte Kinder bereits sind; es kommt aus dem Streben, die Tatsachen von Gott, der göttlichen Wahrheit, zu erlangen, der Bereitschaft, auf dieser Grundlage zu leben.

Wenn wir dies tun, können wir alle – sogar augenblicklich – die Freiheit und Harmonie erleben, die uns als Gottes Kindern auf ewig gehören.

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Der Herold ermutigt jeden von uns, das geistig Gute zu entdecken — den geistigen Sinn zu betätigen. Wir sehen damit klarer die geistigen Tatsachen unserer Beziehung zu Gott und entdecken gleichermaßen auch Gelegenheiten, sie der Welt zu verkünden und anzuwenden: mit anderen Worten, die Aufgabe des Herolds zu erfüllen.

Michael Pabst, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, Februar 1997 

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