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Für Jugendliche

Ist Heilung in der Christlichen Wissenschaft viel Arbeit?

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 23. September 2019


F: Die Christliche Wissenschaft auf ein Problem anzuwenden, sieht nach viel Arbeit aus. Warum soll man sich solche Mühe machen, wenn es einfacher geht?

A: Mitten in der Nacht wachte ich sehr unwohl auf. Schlaftrunken und voller Schmerzen fing ich an, für mich zu beten, wie ich dies schon viele Male getan hatte – oft mit schnellem Erfolg. Doch diesmal vergingen Stunden und ich fühlte mich nicht besser. Da fragte ich mich: Wieso ist das so viel Arbeit? Warum tritt keine schnelle Heilung ein?

Kurzer Rückblick auf ein paar Jahre davor, als ich eine völlig andere Erfahrung mit Gebet gemacht hatte. Ich war auf der Treppe gestolpert, mit dem Knöchel umgeknickt und hatte ein Knacken gespürt.

Keine Sorge, dachte ich sofort. Ich kann mich hier durchbeten und geheilt werden! Und unmittelbar darauf die Ermahnung von Gott: Wieso solltest du dich durch einen Unfall durchbeten? Wieso nicht weiterbeten?

Für mich bedeutete dies, dass ich nicht erst irgendeinen Prozess durchlaufen musste, um geheilt zu werden. Ich konnte einfach weiter auf das vertrauen und das leben, was ich durch die Christliche Wissenschaft über die vollständige Fürsorge Gottes, der göttlichen Liebe, für mich gelernt hatte. Und mit diesem Geist frischer Freude und Dankbarkeit dafür, dass Gott allgegenwärtig und mächtig ist, war ich völlig frei von Schmerzen und konnte mich normal bewegen.

Ein Bericht wie dieser mag danach klingen, Sie zu der Erkenntnis zu inspirieren, dass Heilung nicht viel Arbeit erfordert. Doch nicht jede Heilung geht so zügig vonstatten. Und leider kommt, zumindest bei mir, beim Lesen von manchen Zeugnissen, die „problemlos“ erscheinen, die Versuchung auf, mich mit anderen zu vergleichen und Selbstkritik zu üben, dass ich nicht öfter schnell geheilt werde.

Es ist ein Hinweis darauf, dass ich besser verstehen muss, was „Arbeit“ bedeutet, ob es um eine Heilung, die Durchführung eines Projekts oder sonst etwas im Leben geht – und ob es schnell oder langsam zum Erfolg führt.

Kehren wir zu der jüngeren Situation zurück – als ich nachts unwohl aufwachte und auf der Stelle zu treten schien. Mittendrin dachte ich sogar an diese Heilung meines Knöchels zurück und fragte mich: Wieso werde ich jetzt nicht so schnell geheilt wie damals? Das war eindeutig ein Vergleich, wenn auch mit mir selbst, statt jemand anderem!

Doch auf diesen unproduktiven Gedanken folgte die überraschende Frage: Was für eine Arbeit tust du da? Versuchst du, dich besser zu machen? Oder arbeitest du, um weiter Gott zu ehren?

Zugegeben, diese Botschaft von Gott ließ mich nicht gerade vor Freude jauchzen. Ich wollte eine Befreiung von den Schmerzen, keine Predigt. Doch nach und nach reizte mich dieser Gedanke zu klären, was denn genau meine Arbeit ist, und ich begriff sogar, dass ich statt gegen Symptome, Zweifel, Angst, Selbstkritik usw. anzukämpfen „arbeiten“ konnte, indem ich auf Gott und alles vertraute, was ich von Gott wusste: unverfälschter Geist, das Prinzip des ganzen Universums, mein guter Hirte.

Von dem Moment an änderte sich alles, auch wenn es weitere Stunden dauerte, bis es mir wieder völlig gut ging. Innerhalb einer Viertelstunde wusste ich klar und überzeugend, dass alles in Ordnung war. Ich war ganz frei von Angst, und obwohl mein Körper keinen freien Eindruck machte, fühlte ich die Freiheit – durch die ermächtigende, liebevolle Gegenwart und Kraft Gottes –, mein Denken auf dem ruhen zu lassen, was ich wollte. Und ich ließ es auf Gott ruhen und reflektierte über Sein völlig gutes Wesen.

Am Ende des Tages war ich vollständig geheilt, und ich dachte keinen Augenblick länger darüber nach, wie lange es gedauert hatte. Was zurückblieb, war tiefe Dankbarkeit für mehr Klarheit über Gottes Beständigkeit und das Verständnis, dass es bei Heilung (und allem, was wir tun) nicht darum geht, schwer zu arbeiten, um etwas zu erreichen. Vielmehr geht es darum, wie wir im Philipperbrief lesen: „Denn Gott ist es, der beides in euch wirkt, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen“ (2:13). Gott ist derjenige, der die Arbeit vollbringt; wir haben in jeder Situation das Recht, bewusst auf Seine Arbeit einzugehen – uns all dessen bewusster zu sein, was Gott ist, anstelle Vergleiche anzustellen, zu zweifeln, frustriert und angstvoll zu sein. Darin besteht die wahre Arbeit des Heilens. Mit der ruhigen Gelassenheit, dass wir aufhören können, uns persönlich abzumühen, können wir auf die bewusste Gegenwart der göttlichen Liebe eingehen und darauf beharren.

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Die Mission des Herold

Der Herold der Christlichen Wissenschaft ist dazu da, die gute Nachricht zu verkünden, daß Gott tatsächlich Himmel und Erde erfüllt. Als „Herold“ trompetet er die herrlichen Tatsachen des Lebens hinaus — er bringt die Botschaft von der Schönheit und Unschuld des geistigen Universums Gottes. Diese Tatsachen *müssen* berichtet werden. Und wenn freudig, mutig und mit Überzeugung über sie berichtet wird, heilen sie. Sie erlösen. Sie erquicken das Leben.

Mary Metzner Trammell, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, Januar 1996

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