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Richtig anfangen, folgern und enden – geheilt!

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 12. September 2019


Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift, das Lehrbuch der Christlichen Wissenschaft von Mary Baker Eddy, enthält zwei wichtige Punkte, die hilfreich sind, um bei Krankheit und Schmerzen christlich-wissenschaftliches Heilen zu praktizieren und zu erleben. Ich habe festgestellt, dass diese beiden Punkte das Gebet in der Christlichen Wissenschaft festigen und auf Gott als unendlich, alles, richten, anstatt auf das Problem. Sie führen zu Heilung, denn sie gründen sich auf Christi Jesu Theologie und Heilmission.

Der eine Punkt lautet: „Die Grundlage sterblicher Disharmonie ist eine falsche Auffassung vom Ursprung des Menschen. Richtig anfangen heißt richtig enden“ (S. 262). Richtig anfangen heißt also, von einem Verständnis des wahren Ursprungs vom Menschen – jedem von uns – ausgehen, nämlich Gott. Christus Jesus bezeichnete den Menschen als „vom Geist geboren“ (Johannes 3:6). Demgegenüber behauptet eine auf Materie ausgerichtete Sichtweise, dass wir fehlerhafte Sterbliche sind, die von anderen fehlerhaften Sterblichen abstammen und in einer materiellen Existenz verhaftet sind. Doch unsere angeborene geistige Intuition lehnt sich dagegen auf: Das stimmt nicht! Das ist nicht unser Ursprung! Der falsche Anspruch ist das Gegenteil von der wahren Darstellung in 1. Mose 1, dass Geist, Gott, das Gute, der Schöpfer aller ist und dass Gott uns nach Seinem geistigen Bild und Gleichnis erschaffen hat. Daraus folgt, dass der Mensch von Gott mit jeder guten Eigenschaft seines Schöpfers ausgestattet ist.

Wenn wir unser Denken von einer materiellen Basis weg und hin zu einem rein geistigen Ursprung wenden, beginnt unser Gebet anhand der Kernlehren der Bibel und ihrer vielen Darstellungen bei Gottes Allheit und absoluter Güte sowie der ewigen Einheit des Menschen mit Gott als Seine geistige Schöpfung – bei dem, was wir jetzt sind und immer waren. Wir verstehen geistig, dass wir Gottes Kinder sind, gesund, vollständig und frei von dem Glauben an Schmerzen oder Disharmonie jeglicher Art. Der erste Punkt führt uns dazu, mit der einzig wirklichen Sichtweise anzufangen: vollkommener Gott, der Urheber des vollkommenen Menschen. Diese grundlegende geistige Identifikation – unsere Identität und unser Ursprung – zeigt die Falschheit einer materiellen Sicht von einem unvollkommenen und kränklichen sterblichen Menschen, löst diese Sicht und alles auf, was damit verbunden ist, und bereitet den Weg zu Heilung.

Der zweite wichtige Punkt lautet: „Für richtiges Folgern sollte im Denken nur eine Tatsache festgehalten werden, nämlich das geistige Dasein“ (Wissenschaft und Gesundheit, S. 492). Wir können diesen Satz so auffassen: Lasse im Denken keinen Glauben zu, dass es außer Gott und Seiner Schöpfung auch nur den Hauch einer Existenz oder Gegenwart geben könnte. Vertreibe Zweifel. Drehe Furcht den Hahn ab. Vertraue auf Gott! Ehre Seine Allheit, Allmacht und Oberhoheit! Gott ist allgegenwärtig. Wo Er ist, existiert nur das Gute. Wir alle haben die gottgegebene Fähigkeit, richtig zu denken und Seine Engelsbotschaften der Wahrheit zu hören.

Richtiges Folgern könnte sich so anhören: Gott ist allgegenwärtig und somit immer bei jedem Menschen. Daher kann ich mir als Gottes geistige Schöpfung nur Seiner heiligen Gegenwart und Macht bewusst sein. Ich bin jetzt eine geistige Idee, rein, vollkommen, unsterblich. Materie und Schmerzen können mich nicht fesseln; ich bin in der unendlichen Allheit des Geistes geborgen, wo nur Harmonie und Frieden herrschen. Ich unterstehe Gottes ewigem Gesetz der Gesundheit, und dieses Gesetz merzt den Glauben an Schmerzen und Krankheit aus.

Wenn wir richtig folgern, werden wir uns der gegenwärtigen ungebrochenen geistigen Wirklichkeit von Gesundheit und Harmonie bewusst, und dadurch wird die Illusion von Schmerzen in der Materie aufgelöst. Mit einem besseren Verständnis unserer wahren, zärtlichen Beziehung zu Gott als Seine wertvollen, geliebten geistigen Nachkommen, die sicher in Seinem geistigen Universum leben und nur Gottes Gesetzen und nicht materiellen sogenannten Gesetzen unterstehen, fangen wir an, unsere gottgegebene Freiheit von körperlichen Problemen zu demonstrieren.

Diese beiden wichtigen Punkte – mit Gott, Vollkommenheit, anzufangen und mit den Tatsachen der geistigen Existenz zu folgern – sind völlig in Christi Jesu Lehre und Heilen verankert. Er befreite viele von furchtbaren Beschwerden, darunter Aussätzige, eine Frau mit Blutungen und einen Gelähmten, den Freunde herbeitrugen. Seine Botschaft: „Tut Buße, denn das Himmelreich ist nahe gekommen“ (Matthäus 4:17) ist heute so relevant wie damals. Die Anweisung, Buße zu tun, fordert von uns, die göttliche Wahrheit unser Denken ändern zu lassen und uns von einer materiellen, unbefriedigenden Lebensauffassung zu einem geistigen und sehr befriedigenden Verständnis von der Wahrheit des geistigen Seins führen zu lassen. Jesus versicherte uns, dass himmlische Harmonie – zu der Freiheit von Krankheit, Sünde und sogar Tod gehört – bereits gegenwärtig ist. Um das erleben zu können, müssen wir unser Denken Geist, Gott, öffnen.

Wenn wir mit Gott anfangen und richtig über die Wahrheit Seiner Schöpfung folgern, schaffen wir die Basis für wirksames Heilen. Wenn wir akzeptieren und bestätigen, dass Gott unser Urheber ist und dass allein die geistige Existenz wirklich und dauerhaft ist, vertreiben wir Zweifel, Furcht und Schmerzen. Als Gottes reine Widerspiegelung ist uns nichts zu eigen, was Ihm unähnlich ist – kein Makel oder Schmerz, keine Missbildung, Unreinheit, Verletzung oder Krankheit. Da Gott, das unendliche Gute, alles ist, bleibt kein Platz für etwas Ihm Unähnliches. Das universale Gute ist immer völlig ausgefüllt, deshalb ist nur Platz für Gott vorhanden. Manchmal müssen wir in unseren Gebeten standhaft sein und auf geistigen Tatsachen bestehen, indem wir unser mentales Gewicht in die Waagschale des Geistes statt der Materie werfen. Und wir müssen das gegenteilige, falsche Zeugnis der physischen Sinne strenger zurückweisen und leugnen.

Ich hatte im September 2017 eine kleine Gelegenheit, diese geistigen Wahrheitsgedanken zu demonstrieren. Mein linkes Handgelenk war mehrere Tage lang schwach und schmerzhaft. Ich konnte die Hand weder zum Heben noch zum Aufstützen benutzen. Da ich viele körperliche Heilungen durch die Christliche Wissenschaft erlebt hatte, beschloss ich erneut, sie in Anspruch zu nehmen.

„Richtig anfangen“ – also vom Standpunkt des vollkommenen Gottes und vollkommenen Menschen aus, der von Gott erschaffen und erhalten ist –, und daraus folgerte ich, dass ich bereits stark und gesund war und mir nicht weismachen lassen musste, dass es eine Macht, ein Gemüt oder eine Ursache gibt, die Gott, dem Guten, entgegengesetzt ist. Ich wusste, dass in der göttlichen Wissenschaft allein geistige Existenz besteht, also war meine unveränderliche, ungebrochene Vollkommenheit als Gottes Widerspiegelung intakt.

Das Problem hielt an, doch meine Gebete ebenfalls. Kühleres Wetter brachte Gartenarbeit mit sich, einschließlich schwerer Baumscheren, um Äste abzuschneiden und zu entsorgen. Als ich vor einem ansehnlichen Berg Ästen stand, folgerte ich korrekt, dass die Grundlage dieser Aktivität die tätige göttliche Liebe war. Nicht menschlicher, sondern Gottes guter und liebevoller Wille arbeitete mit mir und gab mir den Wunsch, die Kraft und die Fähigkeit, diese Arbeit zu verrichten.

War es nicht liebevoll, den Garten von toten Ästen zu befreien? War es nicht eine Freude, auf Gottes Führung zu lauschen, auch bei der kleinsten Sache? Nichts konnte sich einer angemessenen Tätigkeit oder der Macht und dem Ausdruck der göttlichen Liebe in den Weg stellen. Als Gottes Widerspiegelung hatte ich die Kraft, Beweglichkeit, Geschicklichkeit, Koordinierung und Hingabe, um diese Arbeit sicher zu bewerkstelligen. Bibelverse, Lieder und Stellen aus Wissenschaft und Gesundheit, die ich auswendig kenne, leisteten mir bei der Arbeit Stunde um Stunde Gesellschaft. Die Aufgabe mit auf Gott gerichteter Liebe und Vertrauen auf das Gute anzugehen bedeutete, mich vom falschen Anschein eines schmerzhaften, schwachen Handgelenks abzuwenden. Damit warf ich mein Gewicht in die Waagschale des Geistes, nicht der Materie.

Als ein paar Tage später die Arbeit beendet war, merkte ich, dass mich das Handgelenk kein bisschen beschwert hatte; es tat weder weh, noch war es schwach. Die Schmerzen waren verschwunden, und mein Handgelenk hatte seine alte Kraft und Fähigkeit wieder. Als ich über diese Heilung nachdachte, kam mir der Gedanke, dass richtiges Folgern mich befähigt hatte, richtig zu handeln, und ich hatte mich vertrauensvoll an die richtige Arbeit gemacht. Ich begriff, dass die Heilung in dem Moment gekommen war, als ich die Gartenarbeit in Angriff nahm. Ich hatte aufgrund meines ersten Gebets richtig angefangen, hatte dann richtig gefolgert und richtig geendet!

Wenn wir mit Schmerzen, physischen Limitationen oder sonstigen unharmonischen materiellen Überzeugungen konfrontiert sind, können wir diese grundlegenden Punkte der Christlichen Wissenschaft sofort anwenden – richtig anfangen und richtig folgern –, um das Problem zu meistern. Wir können richtig mit unserer wahren geistigen Identität und Herkunft anfangen, indem wir einen vollkommenen Gott und vollkommenen Menschen anerkennen. Unharmonische Zustände werden beendet, wenn wir richtig folgern und uns der Wahrheit der geistigen Existenz als die einzige Wirklichkeit des Seins jetzt und für immer bewusst werden. Und dann werden wir ganz sicher richtig enden – vollkommen und ohne Schmerzen!

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Der Herold ermutigt jeden von uns, das geistig Gute zu entdecken — den geistigen Sinn zu betätigen. Wir sehen damit klarer die geistigen Tatsachen unserer Beziehung zu Gott und entdecken gleichermaßen auch Gelegenheiten, sie der Welt zu verkünden und anzuwenden: mit anderen Worten, die Aufgabe des Herolds zu erfüllen.

Michael Pabst, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, Februar 1997 

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