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Original im Internet

Gebet, wenn Ansteckung droht

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 10. März 2020


„Nur heute! Kostenlose Grippeimpfung!“

Die farbenfrohen Banner, die in der spätherbstlichen Brise wehten, schienen ihren Zweck zu erfüllen. Am Drogeriemarkt einer großen Kette bei uns um die Ecke hielten viele Autos an. Als ich daran vorbeifuhr, kam mir der Gedanke, wie einfach es ist anzunehmen, dass Ansteckung selbstverständlich und sogar unvermeidlich ist, besonders zu bestimmten Jahreszeiten.

Es ist wichtig, verantwortungsvoll mit unserer Gesundheit umzugehen. Für viele Leute sind saisonbedingte Impfungen und Medikamente eine solche Herangehensweise, und ich respektiere und unterstütze alle, die diesen Weg wählen. Ich selbst habe aber festgestellt, dass es mit der Christlichen Wissenschaft möglich ist, die Erwartungen über das Krankwerden konsequent infrage zu stellen, und das hat bei mir stabilere und anhaltende Gesundheit bewirkt. Gebet, das auf einem geistigen Verständnis von Gott beruht, war für mich schon immer ein verlässliches und effektives Mittel zur Gesundheitsfürsorge.

Wie kann diese Art von Gebet helfen? Meine Erfahrung zeigt, dass dieses Gebet uns eine gänzlich andere Sichtweise unseres Lebens und unserer Umwelt bewusst macht. Diese geistige Sichtweise beruht auf einer Erkenntnis von Gott als göttlichem Leben – vollständig gut und die Quelle aller Harmonie. Da Leben ausschließlich gut ist, nur Gutes bewirkt und in seiner gesamten Schöpfung Harmonie aufrechterhält, ist es die Quelle von Gesundheit statt Krankheit, Lebenskraft statt Anfälligkeit. Versteht man diese Tatsache, erlebt man praktische Auswirkungen, wie den Schutz vor Ansteckung.

Wir mögen normalerweise denken, dass Gesundheit ein veränderlicher Zustand eines physischen Körpers ist, doch in Wahrheit ist sie eine konstante, geistige Eigenschaft, die ihren Ursprung in Gott hat. Sie ist dauerhaft. Gott versorgt und erhält jeden von uns zu jeder Jahreszeit und in jeder Situation. Und wir können das im Alltag auf eine Art beweisen, die uns die Gewissheit vermittelt, dass Gesundheit und nicht Krankheit der Normalzustand ist.

Wir können die Angst überwinden, uns etwas „einzufangen“, indem wir nicht nur an dem festhalten, was über Gott wahr ist, sondern auch an einigen grundlegenden Tatsachen über uns selbst: zum Beispiel, dass Gott als göttliches Leben uns zum Ebenbild von Leben erschaffen hat – zum genauen Ebenbild von allem, was dieses göttliche Leben ist. Als das Ebenbild vom Leben, das Gott ist, könnten wir nie weniger als die exakte Repräsentation von diesem vollkommenen Leben sein: zu jeder Jahreszeit geistig und vollständig, sicher und lebendig.

Wir können diese Art konzentrierter, gebetvoller Verteidigung jeden Tag betätigen, und damit ändert sich unser ganzes Konzept von Leben. Wir fangen an, uns selbst beständiger als das Ebenbild dieses göttlichen Lebens zu betrachten – als grundsätzlich geistig und unangreifbar. Das befähigt uns, die Furcht vor Krankheit zu bekämpfen und die weitverbreiteten Mutmaßungen über Ansteckung zu widerlegen. Damit können wir schnell und wirksam jede Einzelheit über ansteckende Krankheiten zurückweisen, die zu uns kommt, ob in den Nachrichten, beim Mittagessen mit anderen, in sozialen Medien – oder als Gedanken, die sich wie unsere anhören.

Das ist mehr als rein positives Denken. Es ist die Art von Gebet, das Mary Baker Eddy, die Entdeckerin der Christlichen Wissenschaft, Christus Jesus zuschrieb: „tiefe und gewissenhafte Bezeugungen der Wahrheit“ – „Bezeugungen des Menschen als Gottes ‚Bild‘ und der Einheit des Menschen mit Wahrheit und Liebe“ (Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift, S. 12). Ich werde gelegentlich gefragt, ob diese Art „tiefes und gewissenhaftes“ Gebet beim Verhindern von und Umgang mit Ansteckung wirksam sein kann. Das kann ich dankbar bejahen. Ich habe es selbst erlebt.

Ich war jahrelang vielfach besorgt, mich im Winter zu erkälten oder gar eine Grippe zu bekommen, und manchmal passierte das auch. Dadurch, dass ich jedoch meine eigenen „Bezeugungen der Wahrheit“ und das durch Gebet erlangte Verständnis vertiefte, ist es mir gelungen, diese Furcht und die Suggestion zu besiegen, dass Ansteckung unvermeidlich ist, indem ich nur Gottes vollkommene Schöpfung gesehen und akzeptiert habe – nur Seine Natur als göttliches Leben, das in Lebenskraft, Gesundheit und Freiheit zum Ausdruck kommt. Und als ich mehr von Gottes Allmacht und der Machtlosigkeit von allem verstand, was Gott unähnlich ist, lösten sich meine jahreszeitlich bedingten Sorgen und das Auftreten von Erkältungs- und Grippesymptomen nach und nach auf, und ich wurde durch die Tatsache bestärkt, dass ich schon etliche Jahre lang keine Symptome saisonaler oder ansteckender Krankheiten mehr erlebt habe.

Zufall? Glück? Beweis einer „guten Konstitution“? Ich sehe diese neue Freiheit als Bestätigung und Beweis der geistigen Tatsache unserer göttlich aufrechterhaltenen Gesundheit und Vollständigkeit.

Was hält uns davon ab, das zu erkennen? Ich habe gelernt, dass es hilfreich ist, die mentalen Elemente zu prüfen, die unserer Überzeugung, dass Gesundheit unser Normalzustand ist, entgegenwirken wollen. Eines dieser Elemente ist Furcht. Die beständige Thematisierung ansteckender Krankheiten in den Medien kann enorme Furcht schüren, die sich negativ auf die menschliche Gesundheit auswirken kann. In Wissenschaft und Gesundheit wird dies auf den Punkt gebracht, wenn wir lesen: „Furcht ist die Quelle der Krankheit ...“ (S. 391).

Angesichts der Nachrichten, die rund um die Uhr ausgestrahlt werden, leuchtet es mir ein, dass wir Nutzen daraus ziehen können, eine tägliche „Dosis“ des Friedens und der Macht individueller Klarheit und geistiger Vollständigkeit zu uns nehmen. Gebet kann uns aus dem Strudel der Angst befreien und auch in unserem Umfeld beruhigend und heilend wirken.

Egal wie ausgebreitet eine Ansteckung sein mag – selbst wenn sie um die ganze Welt geht –, sie ist nie machtvoller als die allumfassende, unangetastete Gegenwart des göttlichen Lebens, das uns alle in seiner Sicherheit und Fürsorge geborgen hält. Und unsere beständige Bekräftigung dieser Tatsache für alle Menschen weltweit befähigt uns hier und jetzt, Beweise dafür zu erkennen, dass allein Gott unsere Gesundheit wahrhaft regiert und aufrechterhält.

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Die Mission des Herold

Ich betrachte die Herolde und den Sentinel als den „gedruckten Paulus“, weil sie die Botschaft der universellen Verfügbarkeit der Wahrheit in die ganze Welt tragen. Ich muß aber hinzufügen, dass für den Christlichen Wissenschaftler in Übersee der Sentinel und der Herold weit mehr sind als Botschafter der Wahrheit; sie sind buchstäblich das Brot für den jeweiligen Tag und speisen die Christlichen Wissenschaftler mit der „Gnade“, die sie täglich durch das Gebet des Herrn suchen.

Howard Palfrey Jones, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, November 1969 

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