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Original im Internet

Eine Lösung für Rechtlosigkeit

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 7. September 2026


Ein Freund von mir wurde einmal von einem Polizisten bedroht, der in einem für Korruption bekannten Land Schmiergeld forderte. Solche Szenarios sind in allen Teilen der Welt bekannt. Sie mögen nicht alle so extrem sein – vielleicht behauptet ein Beamter, Unterlagen nicht finden zu können, und fordert Gebühren, die sein Gegenüber nicht schuldet. Oder jemand betrügt die Regierung mit der fälschlichen Behauptung, ihm stünden Gelder zu.

Was können wir tun? Mein Freund beschloss zu beten, statt sich rechtswidrigen Forderungen zu unterwerfen. Als Christlicher Wissenschaftler wusste er, dass ein geistiges Gesetz zuständig ist, egal um was für eine Situation es sich handelt. Ja, jeder von uns kann auf geistiger Grundlage allein schon die Zustimmung zu dem Konzept verweigern, dass Rechtlosigkeit existieren kann und wir ihr ausgesetzt sein können.

Warum? Weil das geistige Gesetz das Gesetz Gottes ist. Dieses Gesetz ist für alle Ewigkeiten etabliert, immer in Kraft, hat sämtliche Autorität und kommt allen Menschen zugute. David sagt in den Psalmen (19:8): „Die Weisung des Herrn ist vollkommen und erquickt die Seele; das Gesetz des Herrn ist zuverlässig und macht die Unverständigen weise.“

Und Mary Baker Eddy, die Entdeckerin der Christlichen Wissenschaft, bezeichnet Gottes Gesetz im Lehrbuch der Christlichen Wissenschaft, Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift (S. 381), unter anderem als die „Regel ewiger Harmonie“. Wenn wir verstehen, dass Harmonie eine Regel und nicht Zufall ist, begreifen wir, dass die Harmonie des geistigen Gesetzes und die Disharmonie von Rechtlosigkeit nicht koexistieren können. Und da das göttliche Gesetz so immer-gegenwärtig ist wie seine Quelle, Gott, muss Rechtlosigkeit gänzlich abwesend sein.

Selbst in Situationen wie der, vor der mein Freund stand, können wir erkennen und beweisen, dass allein Gottes Gesetz präsent ist. Wir müssen das, was sich zuzutragen scheint, nicht für bare Münze nehmen. Wir können auf Christus lauschen, die wahre Idee von Gott, die uns Gottes immer aktiver Autorität und unserer vollständig geistigen Existenz als geliebte Kinder Gottes, des göttlichen Geistes, versichert. Wie Jesus, der Christus in seinem Leben exemplifiziert hat, können wir die Macht Gottes in unserem Leben fühlen und Beweise dafür erkennen, dass das göttliche Gesetz genau dort wirkt, wo wir sind. Mein Freund wurde durchgelassen, ohne dass er ein Schmiergeld zahlen musste.

Er hatte auf die Rechtlosigkeit anderer nicht mit noch mehr Rechtlosigkeit reagiert, sondern das höhere Gesetz der Liebe, Gottes, akzeptiert und angewandt. Dieses Gesetz öffnet uns die Augen für die göttliche Wissenschaft, die Wahrheit von Gottes unendlichem Guten, dessen Wirklichkeit alles verbietet, das nicht gut ist. Mrs. Eddy schrieb folgenden überzeugenden Satz, der auf ihrer eigenen Erfahrung als Ziel von Ungerechtigkeit beruht (Vermischte Schriften 1883–1896, S. 277): „Kein Zeugnis der materiellen Sinne kann mir die Augen vor dem wissenschaftlichen Beweis verschließen, dass Gott, das Gute, allerhaben ist. Wenn auch Wolken um Ihn her sind, die göttliche Gerechtigkeit und das göttliche Gericht herrschen. In Zeiten des Hasses ist die Liebe besonders nahe, und niemals näher als dann, wenn wir inmitten von Gesetzlosigkeit gerecht sein und Böses mit Gutem vergelten können.“

Wo immer wir auf der Welt sein mögen, wir können täglich auf die Lüge eingehen, dass das göttliche Gesetz abwesend oder machtlos ist. Wir können beweisen, dass das göttliche Gesetz des Guten das einzige Gesetz für den Umgang mit gesundheitlichen Problemen, schwierigen zwischenmenschlichen Beziehungen, ja, allen Bereichen unseres Lebens ist, in denen Fortschritt vonnöten ist. Ob wir selbst mit Krankheit oder Leiden konfrontiert sind oder für andere beten, wir können Jesu Beispiel folgen und erkennen und beweisen, dass Gesundheit Gottes Gesetz zum Ausdruck bringt. Wenn eine Beziehung problematisch geworden ist, können wir für die Wahrheit eintreten, dass die „Regel ewiger Harmonie“ auf unserer Seite ist, um eine Wiederherstellung und Erneuerung einer zerbrochenen Freundschaft in die Wege zu leiten. Wir können selbst hartnäckige Charakterfehler als die vorgebliche Abwesenheit des herrschenden Gesetzes des Guten betrachten und miterleben, wie diese Fehler sich auflösen und durch Geduld, Weisheit und Liebe ersetzt werden.

Welches Element des Guten – einschließlich der Gesetzesherrschaft – auch in unserem Leben abwesend sein mag, wir können uns darauf verlassen, dass Leben, Gott, uns auf eine höhere Ebene hebt, nämlich zu der Erkenntnis des immer aktiven Gesetzes des Guten. Und wir können uns gegen die gegenteilige Behauptung von Rechtlosigkeit wehren und deren Wirklichkeit hinterfragen, indem wir dieselbe Wahrheit von Gottes Allheit anwenden, mit der Jesus alles, was Gott, dem Guten, unähnlich war, so erfolgreich überwunden hat.

Jeder Beweis der Wahrheit, dass Gottes Gesetz immer in Kraft ist, hat Bedeutung. Und was auf uns zutrifft, das trifft auf alle Menschen zu. Jeder Mensch hat das Recht, die Wirklichkeit von Gottes Regierung anzuerkennen, der Regierung, die Christus uns allen offenbart. In dem Maße, wie wir uns für unsere eigene Offenheit für Christus einsetzen, erkennen wir das, was auf alle zutrifft. Das ist eine überzeugende Möglichkeit, uns und unseren Mitmenschen nah und fern Gutes zu tun.

Tony Lobl
Geschäftsführender Chefredakteur

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