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Original im Internet

FÜR JUNGE LEUTE

Mehr über Gott erfahren – im Sommerlager

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 7. September 2026


Es war mein erstes Mal in einem Sommerlager für Christliche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.

Ich war acht Jahre alt, und alles war neu – die großen Bäume, die Gerüche und die vielen Kinder, die sich schon alle zu kennen schienen. Als in der ersten Nacht die Lichter in meiner Hütte gelöscht wurden und es langsam still wurde, bekam ich Angst. Ich vermisste mein Zuhause. Ich dachte: Was ist, wenn ich hier ganz allein bin?

Da fiel mir etwas ein, was mir mein christlich-wissenschaftlicher Sonntagsschullehrer gesagt hatte: „Gott ist Liebe. Das bedeutet, dass Liebe genau da ist, wo du bist – die ganze Zeit.“ Ich dachte auch an etwas, das ich in dem Buch Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift von Mary Baker Eddy gelesen hatte (S. 494): „Die göttliche Liebe hat immer jeden menschlichen Bedarf gestillt und wird ihn immer stillen.“

Ein Bedarf ist, wenn man etwas braucht. Deshalb habe ich mich gefragt: Was brauche ich jetzt in diesem Moment? Ich wusste, dass ich mich geliebt und sicher fühlen wollte.

In diesem Moment des Gebets kam es mir vor, als würde Gott mich umarmen. Nicht mit menschlichen Armen, sondern mit Ruhe, mit der Wärme der Sonne oder auch so, wie sich Wasser anfühlt, wenn es uns im See umgibt. Ich wusste, dass Gott mich nicht im Sommerlager abgesetzt hatte und dann abgefahren war, denn Gott ist immer gegenwärtig. Gott war direkt bei mir, als ich in meinem Etagenbett lag und die Bäume im Wind rauschten; Er drückte sich im Lachen der anderen Kinder und sogar in der Stille aus.

Am nächsten Morgen merkte ich, dass meine Betreuerin nett zu mir war und mir zulächelte. Und dann lud mich ein Mädchen aus meiner Hütte ein, beim Frühstück neben ihr zu sitzen. Ich konnte erkennen, dass ich nicht vergessen oder verlassen war. Ich war gar nicht wirklich allein gewesen.

Gott war schon da, und ich konnte Gottes Liebe in den Freundschaften, Aktivitäten und der Freude sehen, die ich erlebte. Danach fühlte sich jeder Tag wie ein Geschenk an. Einmal habe ich beim Mittagessen sogar neue Freundschaften geschlossen. Ich fing an, überall nach der Widerspiegelung von Gottes Liebe Ausschau zu halten – und ich fand sie immer.

Im letzten Sommer nahm ich an einem anderen Sommerlager für Christliche Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler teil, aber diesmal als sechzehnjährige Hilfskraft in der Küche. Es war fast, als hätte sich der Kreis geschlossen, denn diesmal fühlte ich mich besser in dem verankert, was ich über Gott und Seine immer gegenwärtige Liebe wusste.

Meine Aufgabe war, die Mahlzeiten der Teilnehmerinnen und Teilnehmer und der Angestellten vorzubereiten. Ich verbrachte den Sommer damit, früh aufzustehen, das Geschirr abzuwaschen und mit den anderen über unsere Uniformen zu lachen, denn die waren nie lange sauber oder trocken. Es gab für mich viel zu tun, viel zu lachen und viel zu lernen. Und obwohl ich nicht den Tag mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern verbringen konnte, verstand ich, dass meine Arbeit hinter den Kulissen genauso wichtig war. Jede gemeinsame Mahlzeit, jede kleingeschnittene Tomate war ein Ausdruck von Liebe, Mithelfen und Fürsorge.

Eines Morgens fühlte ich mich beim Aufwachen unsicher. An dem Tag war sehr viel zu tun, und ich war müde. Ich fing an, mir Sorgen zu machen, dass ich das Team nicht genügend unterstützen könnte. Ich überlegte sogar, ob ich dieser Verantwortung überhaupt gewachsen war.

Und da fiel mir eine andere Idee aus Wissenschaft und Gesundheit ein (S. 473): „Gott ist überall, und nichts außer Ihm ist gegenwärtig oder hat Macht.“

Diese Stelle machte mir bewusst, dass ich diese Arbeit nicht allein tat. Kraft, Intelligenz, Freude und Frieden waren bereits da, denn Gott ist immer da. Ich musste diese Eigenschaften nicht erst entwickeln – ich spiegele sie mühelos wider, denn Gott hat mich erschaffen. Dieser Moment hat meinen Tag total verändert. Zwar verschwanden meine Aufgaben nicht, aber der Druck war weg.

Letztes Jahr den Sommer im Sommerlager zu verbringen hat so viel Dankbarkeit in mir hinterlassen – nicht nur für all den Spaß und die Freundschaften, sondern für die vielen Möglichkeiten, durch die ich jeden Tag die Christliche Wissenschaft praktizieren konnte. Ich bin dankbar, dass ich das Sommerlager unterstützen konnte, zum Beispiel, indem ich beim Ausfegen des Frühstücksraums fröhlich sang oder indem ich während der arbeitsreichen Mittagsschicht still betete.

Ich verstand außerdem so klar, dass ich mir Gottes Güte und Liebe nicht erst erobern oder verdienen muss. Sie sind jederzeit direkt bei mir, genau wie damals, als ich acht war und darauf zu vertrauen lernte, dass ich nicht allein war. Jetzt kann ich erkennen, dass diese Wahrheit unverändert bleibt: Ich bin nicht allein. Wir sind alle nicht allein.

Gott ist überall, und Gottes Liebe reicht immer aus.

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