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Original im Internet

Gott zu danken und zu loben beruht auf göttlicher Wissenschaft

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 12. Oktober 2026


„Ich danke dem Herrn für seine Gerechtigkeit und will den Namen des Herrn, des Allerhöchsten, loben“ (Psalm 7:18). Wir lesen überall in der Bibel, dass Menschen Gott danken und loben. Und in der heutigen Zeit großer Not ist dies noch wichtiger, denn es durchbricht die hypnotische Darstellung von Disharmonie und erweckt das Denken zu der heilenden Kraft und dem Fortschritt, die bereits zur Verfügung stehen.

Die Art von Dankbarkeit und Lob Gott gegenüber, die im Leben und in den Heilungen von Jesus exemplifiziert und in Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift von Mary Baker Eddy ausgeführt wird, ist eine wissenschaftlich christliche Form von Gebet, die sich auf Offenbarung, Folgerung und Beweis gründet. Sie ist wissenschaftlich, da sie uns befähigt, „einen vollkommenen Gott und einen vollkommenen Menschen“ unter Beweis zu stellen (ebd., S. 259), und uns gestattet zu erkennen, dass das, was geistig wahr ist, bereits bei uns ist. Das Prinzip, das dem Loben Gottes und der Dankbarkeit Ihm gegenüber zugrunde liegt, ist beweisbar, und seine heilenden Auswirkungen können immer wieder erlangt werden.

Diese Form von Gebet erkennt Gottes Allmacht uneingeschränkt an. Gott durch Lob und Danksagen zu verherrlichen ist keine reine Emotionalität und auch keine Transaktion, bei der wir Gott um materielle Dinge anflehen, sondern die uneingeschränkte Anerkennung von Gottes Allerhabenheit.

Lob und Dankbarkeit gehen oft Hand in Hand – wir erkennen freudig an und preisen, wer Gott ist (Lob), und danken Gott für das, was Er gibt (Dankbarkeit). Jesus, Paulus und Silas erkannten Gottes allmächtige Güte vorbehaltlos an und dankten Ihm für Seine Segnungen, bevor sie sichtbare Anzeichen für diese Segnungen hatten. Gott wird an erste Stelle gesetzt, das Menschliche lässt das Göttliche walten und die Auswirkungen in Form von Heilung, Fülle und Freiheit folgen.

Jesus zeigte die Macht des Lobes und der Dankbarkeit, nachdem Lazarus krank geworden und gestorben war (siehe Johannes 11:1–45). Lazarus war bereits seit vier Tagen begraben, als Jesus ankam. Draußen vor dem Grab begann Jesus mit Worten der Dankbarkeit: „Vater, ich danke dir, dass du mich erhört hast“ und lobte dann Gott folgendermaßen: „Ich wusste ja, dass du mich immer erhörst; aber wegen der vielen Menschen, die hier dabeistehen, habe ich es gesagt, damit sie glauben, dass du mich gesandt hast.“ Nachdem Jesus Lazarus gerufen hatte, kam dieser lebend aus dem Grab hervor.

Hier verdeutlichte Jesus durch sein uneingeschränktes Anerkennen von Gott als allmächtiges göttliches Leben die geistige Erneuerung von Leben, die die Tatsache des ewigen Lebens bekräftigt, worauf Heilung folgte.

Zu einem früheren Zeitpunkt in Jesu Mission war ihm eine große Menschenmenge gefolgt, die am Ende des Tages nichts zu essen hatte. Ein Jünger fand einen Jungen, der fünf Brote und zwei kleine Fische hatte. Daraufhin nahm Jesus „die fünf Brote und die zwei Fische, sah auf zum Himmel und segnete sie und brach sie und gab die Brote den Jüngern, und die Jünger gaben sie den Menschen.“ Mehr als fünftausend Personen aßen davon, und am Ende blieben fünf Körbe mit Resten übrig (siehe Matthäus 14:13–21).

Jesus „segnete“, bevor sich die Brote vermehrten, und wir können annehmen, dass er Gott gleichzeitig lobte und dankbar anerkannte, dass die Qualität und Quantität von Gottes Liebe den menschlichen Bedarf konsequent decken. Bei diesem Segen ging es nicht darum, Dank für etwas zu sagen, das bereits menschlich empfangen worden war, und es ging auch nicht darum, Gottes Arbeitsweise anzupassen. Jesus betete mit der absoluten Überzeugung, dass das, was geistig wahr ist, bereits vorhanden ist, und bewies damit Folgendes (Wissenschaft und Gesundheit, S. 2): „Gebet kann die Wissenschaft des Seins nicht ändern, aber es dient dazu, uns mit ihr in Einklang zu bringen.“ 

Paulus und Silas folgten Jesu Beispiel auf lebendige und instruktive Weise, nachdem sie in Philippi geschlagen und ins Gefängnis geworfen worden waren. In dieser ernsten Lage beteten sie zu Gott und sangen Ihm Loblieder mit einer unerschütterlichen, erhebenden Überzeugtheit. Plötzlich wurde das Gefängnis von einem Erdbeben erschüttert, durch das alle Türen aufsprangen und alle Fesseln gelöst wurden (siehe Apostelgeschichte 16:19–26). 

Ihr strahlender Lobgesang zu Gottes Ehre setzte alle einkerkernden Gedanken außer Kraft, und zwar, bevor es äußere Anzeichen der Befreiung gab. Sie bewiesen, dass Angst und Begrenzung mit der Überzeugung von Gottes rettender Liebe im Bewusstsein ausgemerzt werden und jeden augenscheinlichen Halt in uns verlieren. Das löste nicht nur ihre eigenen Fesseln, sondern auch die aller anderen in diesem Gefängnis.

Dankbarkeit und Lob können uns die Augen dazu öffnen, mehr von Gottes Güte wahrzunehmen. Selbst wenn wir das nur in geringem Maße tun, können wir zulassen, dass es in uns Wurzeln schlägt und sich vermehrt. Jeder Ausdruck des Lobes und der Dankbarkeit ebnet den Weg dafür, mehr von Gottes Segnungen entgegenzunehmen (siehe Wissenschaft und Gesundheit, S. 3). 

In meiner eigenen Erfahrung zeigte sich die reinigende und schützende Wirkung, Gott zu loben, sehr deutlich, als unsere Kinder klein waren und mein Mann und ich erfuhren, dass wir beide demnächst arbeitslos sein würden. Wir gingen die innere Verpflichtung ein, Gott aus vollem Herzen für alles zu loben, was Er ist, unsere Dankbarkeit für Seine Segnungen zum Ausdruck zu bringen und uns von allen Sorgen hinsichtlich der Situation abzuwenden. Gott – Wahrheit, Leben und Liebe – zu loben reinigte uns von Angst, Zweifeln und Ressentiments. Dankbarkeit für das bereits empfangene Gute machte uns der beständigen Versorgung Gottes mit Gutem bewusst. Wir erkannten, dass nichts Ungöttliches in ein Denken eindringen kann, das mit Lob für und Dankbarkeit gegenüber Gott überfließt. 

Auf diese Weise zu beten ließ uns empfänglich und wachsam bleiben, und schon bald zeigten sich Schritte, mit denen wir unsere Situation vollständig und zufriedenstellend umwandeln konnten. (Sie können den Artikel mit allen Einzelheiten in einer Schwesterzeitschrift des Herolds lesen: „Hallelujah: Radical praise“ [Halleluja, radikaler Lobpreis] Christian Science Sentinel, 12. Juni 2017.) 

Gott zu loben und zu danken lenkt unsere vollständige Liebe, Ehrfurcht und Aufmerksamkeit auf Gott und löst das Denken von einer persönlichen Vorstellung des Selbst, von der Undankbarkeit des Sorgens und einem Fokus auf materielle Errungenschaften. Auf diese Weise wird das Denken hin zum Licht gelenkt. Wir können unser Loblied in den schwersten Augenblicken singen und unsere Fesseln der Furcht und Begrenzung von diesem Licht lösen lassen. Wir können Gott, der das Bewusstsein schützt und reinigt, dankbar sein, wodurch wir empfänglich für die richtigen Ideen sind. Lob und Dankbarkeit auf die von Christus Jesus gelehrte Weise sind göttlich wissenschaftlich; sie richten das Denken auf das absolute Prinzip der göttlichen Liebe und öffnen uns die Augen, damit wir die überragende Güte der Liebe in jedem Aspekt unseres Lebens wahrnehmen.

Kim Crooks Korinek
auf Einladung der Redaktion

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