Skip to main content Skip to search Skip to header Skip to footer
Original im Internet

Überzeugt für unser Umfeld beten

Aus dem Herold der Christlichen Wissenschaft. Online veröffentlicht am 22. Juni 2026


Haben Sie schon einmal gedacht, dass Sie sehr gern über ein Problem in Ihrem Umfeld oder sogar der Welt beten würden, aber nicht recht wissen, wie Sie das angehen sollen? Oder vielleicht sind Sie sich nicht sicher, ob Ihr Gebet überhaupt einen Unterschied machen würde. Das habe ich früher auch geglaubt, aber dann habe ich vor Jahren eine Heilung erlebt, die mir gezeigt hat, wie wirksam Gebet in der Christlichen Wissenschaft sein kann.

Als mein Sohn in der Orientierungsstufe war, wurde ihm einmal seine Jacke gestohlen. Ich nahm mir sofort vor, mich mit diesem Diebstahl nicht einfach abzufinden. Da dies nicht in Übereinstimmung mit Gottes Gesetz des Guten war, wusste ich, dass ich die Vorstellung, ein Verlust sei unvermeidbar, nicht akzeptieren musste. Ich wusste, dass diese Fehlvorstellung berichtigt werden konnte.

Meine Familie musste damals sehr umsichtig mit Geld umgehen, doch das war nicht der Grund für meine Besorgnis. Vielmehr belastete mich die Desillusionierung über unsere Umgebung. Konnte ich meinen Mitmenschen nicht vertrauen? Musste ich ständig wachsam sein, um nicht betrogen zu werden?

So wollte ich nicht leben. Ich wollte die Menschen meiner Umgebung lieben, also beschloss ich, Schritte wegen der Sache zu unternehmen. Ich sprach mit dem Schuldirektor und schlug ein paar Maßnahmen vor, mit denen er die Diebstähle an der Schule beenden konnte, doch er war nicht interessiert. Ich besuchte die Lehrerin meines Sohnes, aber sie fühlte sich machtlos. Ich ging sogar zur Polizei. Dort hieß es: „Sie leben in einer so schrecklichen Nachbarschaft, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter deswegen kündigen. Wir können Ihnen nicht helfen.“ 

Das zeigt, wie das menschliche Denken, selbst wohlmeinendes, Probleme aus einer begrenzten Sicht betrachtet, und das kann zu Entmutigung führen.

Nach all dem weinte ich fast, doch als ich die Polizeiwache verließ, kam mir ein wunderschöner Gedanke: „Ich lasse mich nicht dazu verleiten, mein Umfeld zu hassen.“ Ich glaube, alle Menschen, denen ich an dem Tag auf der Straße begegnete, lächelten mir zu. Die Tränen der Hilflosigkeit – das Abwenden von der Suche nach einer menschlichen Lösung – förderten Gottes Gegenwart bei mir zutage, und im Licht dieser göttlichen Gegenwart war mir die Liebe zu meinem Umfeld offenbart worden. Das bereitete mich darauf vor, aktive Schritte zur Demonstration von Gottes Macht zu unternehmen.

Zwei, drei Wochen später wurde mir bewusst, dass ich mich aus vollem Herzen an Gott wenden musste, um wahren Frieden hinsichtlich dieser Angelegenheit zu fühlen. Der Apostel Paulus sagt (2. Korinther 10:4, 5): „Die Waffen unseres Kampfes sind nicht fleischlich, sondern mächtig vor Gott zur Zerstörung von Festungen; wir zerstören damit kluge Anschläge und jede Höhe, die sich gegen die Erkenntnis Gottes erhebt, und nehmen alles Denken gefangen unter den Gehorsam Christi.“

Ich beschloss, Stellen aus der Bibel und aus Wissenschaft und Gesundheit mit Schlüssel zur Heiligen Schrift von Mary Baker Eddy in der damaligen Bibellektion aus dem Vierteljahresheft der Christlichen Wissenschaft eingehender zu studieren. Ich hielt nach geistigen Ideen Ausschau, die mir helfen konnten, Frieden zu finden. Am Ende dieser Beschäftigung hatte ich eine Frage: „Wie kann ich das Kind“ – ich nahm an, dass es ein Kind war –, „das die Jacke gestohlen hat, durch mein Gebet segnen?“

Es ging nicht um die Meinung, dass dieses Kind der Liebe Gottes unwürdig war; ganz und gar nicht. Ich wollte, dass es den Segen Seiner Liebe durch mein Gebet fühlen konnte. Doch ich dachte, dass das Kind vielleicht nicht einmal an Gott glaubte und sicherlich auch gar nichts über die Christliche Wissenschaft wusste. Die Frage, die meiner Überlegung zugrunde lag, war also: „Wie kann ich wirksam für mein Umfeld beten?“

Gott hat auf dieses Gebet selbstloser Liebe geantwortet.

Die Bibellektion jener Woche enthielt die Beschreibung in 1. Mose 2 von vier Flüssen sowie Angaben darüber in Wissenschaft und Gesundheit, aus denen deren geistige Bedeutung hervorgeht. Das veranlasste mich, über die steinigen Flussbetten der verzweigten Flüsse im Süden meines Heimatlandes nachzudenken. Diese Flüsse fließen von den südlichen Alpen Neuseelands durch die Canterbury-Ebene in den Pazifik. In Zeiten der Überflutung steht das gesamte Flussbett unter Wasser, aber sonst verläuft das Wasser in Rinnen.

Ich stellte mir eine von der Sommerhitze getrocknete Flussrinne vor, die sich mit Regen- oder Schmelzwasser füllt. Als ich vor meinem inneren Auge sah, wie Wasser die trockene Rinne entlang floss, benetzte es jeden Felsen und jeden Kieselstein auf dem Weg – es ließ keinen aus. Mir kam es wie das Licht des Christus in unserem Bewusstsein vor, das jeden berührt und erleuchtet, auf dem unsere Gedanken ruhen, einschließlich der Menschen in unserem Umfeld. Mit dieser Erkenntnis empfand ich völligen Frieden.

Das war um die Mittagszeit, und ich dachte den ganzen Nachmittag nicht an die gestohlene Jacke. Ich hatte einfach Frieden. Als die Kinder aus der Schule kamen, hörte ich meinen Sohn durchs Haus rennen und rufen: „Mami, ich habe meine Jacke wieder! Ich habe meine Jacke wieder!“ Ein Freund hatte sie am Ende der Mittagspause zusammengeknüllt in einer Ecke der Jungentoilette gefunden – innerhalb einer Stunde von meiner Erkenntnis, dass Christus jeden berührt, den wir segnen möchten. Es ist so schön, wie augenblicklich die Heilung eingetreten war! 

In der damaligen Zeit war ich auf Arbeitssuche, und innerhalb eines Monats fand ich eine Stelle bei der Gemeindeverwaltung. Sie war gut bezahlt, doch am meisten gefiel mir die Tatsache, dass ich für mein Umfeld arbeiten konnte. Ich war zwanzig Jahre lang gern dort tätig.

Wir müssen uns mit Problemen in unserem Umfeld nicht abfinden. Wenn uns etwas belastet, können wir darüber beten – wir dürfen es nicht einfach ignorieren oder hoffen und uns wünschen, dass es von selbst vergeht. Wir können uns an Gott und die Wahrheitsinhalte der Bibel und von Wissenschaft und Gesundheit wenden, bis wir eine Offenbarung erhalten und Inspiration fühlen. Dann können wir mit dieser Inspiration argumentieren, bis das Licht des Christus, der Wahrheit, die Dunkelheit begrenzter sterblicher Konzepte vertreibt. Mrs. Eddy schreibt (Die Erste Kirche Christi, Wissenschaftler, und Verschiedenes, S. 210): „Gute Gedanken sind ein undurchdringlicher Panzer; damit angetan, seid ihr gegen die Angriffe des Irrtums jeder Art vollständig geschützt. Und nicht nur ihr seid geborgen, sondern alle, auf denen eure Gedanken ruhen, werden dadurch gesegnet.“

Jeder Mensch hat geistigen Sinn – die Fähigkeit, Gottes Gegenwart zu fühlen, auf Gottes Führung zu reagieren und unserem Umfeld dabei zu helfen, Erlösung und Heilung zu erlangen.

Wenn Sie mehr Inhalte wie diese erforschen möchten, können Sie sich für wöchentliche Herold-Nachrichten anmelden. Sie erhalten Artikel, Audioaufnahmen und Ankündigungen direkt per WhatsApp oder E-Mail. 

Anmelden

Weitere Artikel im Web

  

Die Mission des Herolds

„... die allumfassende Wirksamkeit und Verfügbarkeit der Wahrheit zu verkünden ...“

                                                                                                                            Mary Baker Eddy

Nähere Informationen über den Herold und seine Mission.