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Die geistige Ernte.

Aus der November 1904-Ausgabe des Herold der Christlichen Wissenschaft


Die jährliche Erntezeit, wenn die materiellen Dinge mit Danksagung gesammelt und geborgen werden, veranlaßt jeden ernsten Christen, die Frage an sich zu stellen: Wie steht es mit meinem geistigen Gewinn? Welches sind die Schätze, die in diesem Jahr in die Kammern des Charakters „zum ewigen Leben” gesammelt worden sind? Ein ruhiges Nachdenken muß zu der Einsicht führen, daß, während die Menschen einen jährlichen Zuwachs des materiellen Reichtums als Resultat ihrer Geschäftstätigkeit geplant und erwartet haben und sehr beschäftigt gewesen sind, wenn diese rechtmäßigen Erwartungen nicht verwirklicht wurden, die Mehrzahl derselben seltsamerweise zufrieden gewesen ist, die Jahre vergehen zu sehen, ohne ihnen einen schätzenswerten Gewinn geistigen Verständnisses und geistiger Stärke zu bringen. Eine beruhigende Vertröstung ist in der Versicherung gefunden worden, daß zu einer späteren, unbestimmten Zeit der hohe Standpunkt Christi erreicht werden könne, und unter dem Einfluß dieser fern liegenden Hoffnung haben sie jahraus, jahrein, weiter gelebt, ohne sich eines geistigen Wachstums bewußt zu werden.

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Die Mission des Herold

Der Herold der Christlichen Wissenschaft ist dazu da, die gute Nachricht zu verkünden, daß Gott tatsächlich Himmel und Erde erfüllt. Als „Herold“ trompetet er die herrlichen Tatsachen des Lebens hinaus — er bringt die Botschaft von der Schönheit und Unschuld des geistigen Universums Gottes. Diese Tatsachen *müssen* berichtet werden. Und wenn freudig, mutig und mit Überzeugung über sie berichtet wird, heilen sie. Sie erlösen. Sie erquicken das Leben.

Mary Metzner Trammell, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, Januar 1996

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