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In einem materiellen Zeitalter des mehr und mehr um sich greifenden...

Aus der Oktober 1905-Ausgabe des Herold der Christlichen Wissenschaft


In einem materiellen Zeitalter des mehr und mehr um sich greifenden Verkehrs und Handels sind Fragen in betreff des Besitz- und Eigentumrechtes von großer Wichtigkeit, und daher ist es nicht überraschend, daß heute wie nie zuvor die Ansprüche auf das „Mein” und „Dein” stark heraus gefordert worden sind, eine beständige, über die ganze Welt verbreitete Herausforderung, die ungeachtet der Gebräuche, Traditionen, Autoritäten und gerichtlicher Vorrechte stets dieselbe bleibt und sich direkt an das Fundamentale, das Ultimatum mit der Frage wendet: Worin besteht das sittliche Recht deiner behaupteten Herrschaft und Zueignung? In allen Weltteilen, in jedem Civilisationsfelde und ökonomischem Zustande wird diese nach Aufklärung suchende Forderung gehört und, obgleich sie häufig nur der Deckmantel für eifersüchtige Gier ist oder der drohende Lärm nichtswürdiger Unbefugtheit, welches dem ehrlichen Streben seinen Lohn rauben möchte und sich durch die saure Arbeit eines andern bereichern, — so ist es jedoch ebenso häufig das Flehen eines langmütigen Volkes — wo die Bürdenträger der Nationen ihren Gott anrufen — infolgedessen eine gewaltsame oder friedliche Umwälzung bevorsteht. Der Begriff eines individuellen Rechtes ist für die Massen ein Erzeugnis langsamen Wachstums, das ernstlicher moralischer Verzerrung ausgesetzt ist und eine lange Zeit verborgen bleiben mag; wenn aber jemand dazu erwacht, so gewinnt er einen bleibenden Eindruck.

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Die Mission des Herold

Der Herold ermutigt jeden von uns, das geistig Gute zu entdecken — den geistigen Sinn zu betätigen. Wir sehen damit klarer die geistigen Tatsachen unserer Beziehung zu Gott und entdecken gleichermaßen auch Gelegenheiten, sie der Welt zu verkünden und anzuwenden: mit anderen Worten, die Aufgabe des Herolds zu erfüllen.

Michael Pabst, Der Herold der Christlichen Wissenschaft, Februar 1997 

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