Vielen Sterblichen läßt sich das Wort „Freude” nicht leicht erklären. Tausend Menschen können tausend Erklärungen dafür geben. Der Begriff, den eine Person von der Freude hat, kann einer andern Anathema sein. Für viele ist Freude so flüchtig und unerklärbar, daß folgende Zeilen von Gerald Massey besonders gut hier angebracht sind:
Nicht auf Verabredung begegnen wir Entzücken
Und Freud’. Sie achten nicht auf unsere Erwartung:
Jedoch an einer Ecke auf den Lebensstraßen
Umarmen sie uns plötzlich, freundlich uns begrüßend.
Sowohl im Alten als auch im Neuen Testament werden wir wiederholt ermahnt, freudig zu sein; und die mit „Freude” übersetzten hebräischen und griechischen Wörter schließen auch Fröhlichkeit und Heiterkeit in sich. Webster erklärt Freude als „die durch Erlangung oder Erwartung des Guten erregte Gemütsbewegung”.