Ich möchte meine Dankbarkeit ausdrücken für eine Heilung, die mein zweieinhalbjähriges Töchterchen vor einiger Zeit erlebte.
Sie litt etwa drei Wochen lang an einem schweren Katarrh, und während der letzten Woche wurde es schlimmer mit ihr. Ich arbeitete immerwährend metaphysisch für sie, doch eines Morgens meinte mein Gatte, wir sollten auch Beistand von einem Ausüber haben. Um halb zwei ging ich in das Zimmer des Kindes. Sein Aussehen erschreckte mich. Plötzlich wurde es mir klar, daß dies meine Prüfungsstunde war. Ich wandte mich ab von dem Bett mit dem vollen Verständnis, daß, wenn Gott uns das Leben gibt, nichts uns desselben berauben kann. Ich verließ sofort das Zimmer, ohne das Kind nochmals anzusehen.
Als ich zu dem Büro meines Gatten kam, das ganz in der Nähe war, bot sich mir ganz unerwartet die Gelegenheit, ein Telegramm an den nächsten Ausüber zu senden, der etwa hundert Meilen weit entfernt wohnte. Das Telegram wurde um drei Uhr abgesandt, und um fünf Minuten vor vier war eine vollkommene Wandlung im Zustand des Kindes zu beobachten, und es schlief friedlich mit einer natürlichen Färbung im Gesichtchen.
Während der Krankheit des Kindes waren Nichtwissenschafter im Hause, die seinen Zustand besprachen und behaupteten, es habe Lungenentzündung. Die Heilung machte großen Eindruck auf alle, die davon hörten oder Zeugen derselben waren, und meine eigene Freude war unaussprechlich.
Auch bin ich dankbar für den Schutz, den die Wahrheit uns bot. Als ein schweres Dach aus Holz und Gras über einem Stall zusammenbrach, in dem ich drei junge Kälber aufzog, beschützte meine augenblickliche Verneinung des Irrtums sie davor, irgend welche böse Nachwirkungen zu spüren, obwohl mehrere Personen erforderlich waren, um das Holz wegzuräumen, das auf sie gefallen war. Der schwere Hauptbalken hing gerade über dem Rücken eines der Kälber, nur einen halben Zoll entfernt.
Für Schutz bei der Durchkreuzung von Überschwemmungsgebieten im Automobil und für ein Gefühl großer Sicherheit und selbst der Freude inmitten scheinbaren Mißgeschicks bin ich außerordentlich dankbar.
Auch für das unschätzbare Vorrecht, Unterricht in der Wissenschaft von einem inspirierten Lehrer gehabt zu haben, und für den wertvollen Beistand der Ausüber bin ich Gott dankbarer, als ich in Worten ausdrücken kann.— Germiston, Südafrika.
