Die Kommunion, die die Christlichen Wissenschafter zweimal im Jahr in den Sonntagsgottesdiensten der Zweigkirchen feiern, ist ein freudiger Anlaß. Sie erwarten bei diesem Fest nichts von den materiellen Sinnen, sondern suchen Erleuchtung bei dem Christus, der Wahrheit, an der Quelle, wo sie von jenem lebendigen Wasser trinken, von dem Jesus zu dem samaritischen Weib sagte (Joh. 4, 14), daß es „in das ewige Leben quillt“.
In der Bibel ist über die vielen religiösen Feste der Juden berichtet. Es gab ein Laubhüttenfest, Pfingsten, und hauptsächlich das Passahfest, das Mose eingesetzt hatte. Daß Jesus dieses Fest am Abend vor seiner Kreuzigung mit seinen zwölf Jüngern feierte, gaß dieser Gedächtnisfeier einen neuen Namen und eine neue Bedeutung. Die Christen nennen es das Abendmahl des Herrn. In seiner neuen Bedeutung wurde das Essen ungesäuerten Brots ein Sinnbild des Teilhaftigseins des Leibes Christi oder des Teilnehmens an dem Beispiel, das Jesus durch sein Leben der Welt gab. Das Trinken des Weins stellte das Blut des Neuen Testaments dar, woran alle teilnehmen müssen, die Christus nachfolgen und dem Widerstand der Welt gegen die Wahrheit und die Liebe begegnen. Dies war der Kelch, den Jesus bis zur Neige leerte.
Aber die Christlichen Wissenschafter feiern nicht das Gedächtnis eines ursprünglich jüdischen Festes. Was sie feiern, ist das Morgenmahl, das geistige Frühstück, das Jesus für seine Jünger bereitete, nachdem er aus dem Grab auferstanden war.
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